Yigit Muk im Interview mit AusserGewöhnlich Berlin

Yigit Muk,, vom jugendlichen Kriminellen zum Unternehmer ©AusserGewöhnlich Berlin

Von gewalttätig zu gewaltig tätig

Wie Yigit Muk vom Straßenschläger zum besten Abiturienten Deutschlands wurde, warum der Knast, die dümmste Strafe ist und wie wir jungen Menschen wirklich helfen können, erzählt uns der Urberliner Yigit Muk im Interview.

Yigit Muk könnte einem Menschen problemlos die Knochen brechen. Mit purer Muskelkraft.

Als krimineller Jugendlicher zog er mit seinen Jungs durch Neukölln. Alkohol und Massenschlägerein gehörten zum Alltag. Für seine Mutter holte Yigit Muk sein Abitur nach, trat aus seiner Gang aus und machte Abitur mit 1,0. Heute unterrichtet er junge Menschen, auch Straftäter im Gefängnis.

Was kannst Du nicht?
Ich kann kein Ping Pong!

Kannst Du kochen?
Ein bisschen.

Du bist hier in Berlin geboren. Bist Du Berliner, Deutscher oder Türke?
Ich bin Deutscher, Türke und Berliner in einem.

Aber was würdest du sagen, wenn du im Ausland nach Deiner Herkunft gefragt würdest?
Ich bin Weltbürger!

Was sind Deine drei wichtigsten Werte?

1. Aufrichtigkeit: Wenn Du aufrichtig zu den Menschen in deiner Umgebung bist, dann zahlt sich das irgendwann für aus.
2. Loyalität: Wenn ein Mensch mir etwas gibt, dann vergesse ich das nicht und gebe ihm etwas zurück.
3. Treue für sich selbst: Man sollte seinen eigenen Werten treu bleiben.

Gibt es etwas was dich stört?
Ungeduld.

Ist Ungeduld etwas Schlechtes?

Manchmal ist es besser, geduldig zu sein und einen kühlen Kopf zu bewahren. Auch wenn es schwierig ist.


Wie kommt es, dass ein Jugendlicher kriminell wird? Und wie schafft man es, die Energie gewalttätiger Jungs auf etwas anderes zu fokussieren?
Am Anfang orientiert man sich an den älteren Jungs, die als Vorbilder fungieren. Bis Du selber zu dieser gewalttätigen Person wirst, bist Du oft erst mal nur Mitläufer. Im Gefängnis bekommst Du auch täglich zu hören, dass Du schlecht bist und eh wieder im Knast landest, sobald Du freigekommen bist. Dass es mehr als nur einen Weg gibt, muss man erst einmal verstehen. Zum Beispiel, indem man einen Beruf ausführt, der Spaß macht. Haben diese jungen Menschen erst einmal das Prinzip verstanden, kann man sie Schritt für Schritt auf den richtigen Weg bringen.

Auf dem Weg muss man ihnen Mut machen und immer wieder an ihre Stärken appellieren.
Ich sage zum Beispiel, dass gerade viele Problemkinder kulturell sensibel sind.

Was ist denn kulturelle Sensibilität? Und welche Stärken haben denn junge Kriminelle?
Zum Beispiel wissen die Jugendlichen, dass man in türkischen Haushalten seine Schuhe auszieht, oder einem Araber kein Schweinefleisch zum Essen anbietet. Sie sind in diesem Umfeld aufgewachsen oder haben im Gefängnis andere Jugendliche aus diesen Kulturen kennengelernt. Das ist eine Stärke. Eine andere Stärke ist, dass sie in Gefahrensituationen eine ruhige Hand behalten, oder nicht jedem gleich vertrauen, weil sie damit schon mal auf die Schnauze geflogen sind.
Viele Menschen kennen das gar nicht, weil sie es nie in ihrem Alltag erlebt haben.

Du meinst also, dass sie damit gute Geschäftsleute werden können?
Man muss ja nicht gleich Abitur machen und ein Unternehmen gründen. Einige machen eine Lehre und sind auch super Handwerker. Wie es denjenigen halt Spaß macht. Sie haben für die Geschäftswelt auf jeden Fall Attribute, die andere nicht haben oder sich erst aneignen müssen. Zum Beispiel, dass etwas auch mal schieflaufen kann und das Leben danach trotzdem weitergeht, können wir von diesen Menschen lernen. Aber diesen Stärken müssen sich die Jugendlichen erst einmal bewusst werden.

Wie sprichst du mit Jugendlichen im Gefängnis?
Dass ist immer unterschiedlich. Es gibt Zeiten da besuche ich drei Tage hintereinander ein Gefängnis.
Dann gibt es aber wieder Zeiten, wo ich einen Monat lang nur in Schulen unterwegs bin.

Siehst du das als deine Aufgabe?
Es ist auf jeden Fall eine meiner vielen Aufgaben und ich mache das nicht aus der Schuld heraus.
Es ist meine Verantwortung, die Leute aus den Gefängnissen zu erreichen, wo viele Lehrer und Beamte vorher versagt haben. Ich hatte nämlich ähnliche Vorbilder wie sie und bin in ähnlichen Gegenden aufgewachsen.

Yigit Muk möchte ein Vorbild sein. Er weiß wie es ist, wenn der Knast die einzige Perspektive ist. „Du kannst werden, was du willst“, das möchte er Leuten mit kriminellem Hintergrund ans Herz legen. Ehrlich und direkt, Yigit Muk weiß, wovon er spricht.

Und befriedigt dich das?
Ja! Weil da die meisten Emotionen aufkochen, gefällt mir die Arbeit im Gefängnis mehr, als in den Schulen. Wenn ein 120 Kilo Koloss vor mir sitzt und mich weinend umarmen will, gehe manchmal selbst ich aus dem Raum raus und weine.

Wer waren die Vorbilder, die dir gezeigt haben, dass es auch andere Wege gibt?
In verschiedenen Lebenssituationen hatte ich auch verschiedene Vorbilder. Zu meinen Vorbildern zählen zwei ehemalige Lehrer, die mir jeden Tag nahegelegt haben, dass ich werden kann, was ich will.

Du kannst werden, was du willst. Aber wer lebt dir diese Prinzipien vor, wenn Du aus einer normalen Familie kommst?
Wenn Du jeden Tag hörst, dass Du erreichen kannst was Du willst, ist es egal, ob dir das jemand vorlebt. Den Glauben an dich selbst und deine Vorstellungskraft ist alles, was Du brauchst. Irgendwann glaubst Du ja auch jemandem, der dir jeden Tag erzählt hat, wie dumm Du bist.
Es gibt in Berlin genügend junge Leute, die keine andere Perspektive haben, als den Knast.

Wer ist dafür verantwortlich, diesen Leuten zu zeigen, dass es mehr als nur eine Perspektive gibt?
Jeder, der die Möglichkeit hat, ist auch dafür verantwortlich! Leider denken wir dabei nur an uns selbst und haben soziologische Scheuklappen auf. Uns muss klar werden, dass diese Menschen auch zu unserer Gesellschaft gehören und wenn sie absinken, werden auch wir mit runtergezogen. Indem wir sie ins Gefängnis stecken, können wir sie eine Weile aufhalten.

Aber ein Gefängnis ist die dümmste Strafe, die es gibt. Niemand verändert sich im Knast.


Der ist nur nötig, weil es Menschen gibt, die irgendwann nicht mehr gesellschaftsfähig sind.

Was machst du, wenn die Wut hochkommt und dir alles scheißegal wird? Kannst du im Kampf einen kühlen Kopf bewahren?
Früher sah ich rot. Heute habe ich meine Wut im Griff. Das MMA-Training hat mir dabei geholfen.

MMA und Bodenkampf haben nichts mit Straßenkampf zu tun. Hier musst du einen kühlen Kopf bewahren. Du kämpfst nicht gut, wenn Du im Kampf aggressiv bist. Wie beim Schach musst man ruhig und kalkuliert handeln.

Aber wie kommt man wieder runter, wenn man auf 180 ist? Was ist dein Mantra?
Jeder hat eine andere Strategie. Du musst dir immer wieder in den Geist rufen: „Ok, Du bist jetzt im Raum. Du musst fokussiert bleiben.“ In der Kabine bist Du nicht alleine, sondern mit deinen Teamkollegen und deinem Trainer zusammen. Die helfen dir, einen klaren Kopf zu bewahren und dich psychisch auf deinen Kampf vorzubereiten.

Wer hat dir beigebracht ruhig zu bleiben?
Ich habe es mit der Zeit gelernt. Dass das Ego nichts auf der Matte zu suchen hat, war das Erste, was ich bei meiner ersten Trainingsstunde gelernt habe.

Eine Frau hat mich mit meinen knapp 100 Kilo Muskelmasse auf der Matte k.o. geschlagen.


Unsere Frauen können jeden Bodybuilder und Türsteher ohnmächtig schlagen.

Du sagst, in diesem Trainingsraum hier kämpfen Frauen gegen Männer. Hier drinnen lernt man, dass wir alle nur Menschen sind. Gibt es hier überhaupt Unterschiede?
Zwischen Männern und Frauen gibt es keine Unterschiede.

Wenn man deine Interviews liest oder hört, denkt man immer nur an Jungs, die Probleme haben. Aber weil die Gesellschaft Mädchen gerne in Schubladen steckt, haben sie heute noch mehr Probleme als früher. Oder?
Auf jeden Fall. Meine Mutter beispielsweise hatte mit meinem Vater und ihrer Schwiegermutter lebenslang große Probleme. Am Ende musste sie die Stärke aus sich selbst herausbringen, um ihre Probleme hinter sich zu lassen und von meinem Vater nicht mehr unterdrückt zu werden.

Junge Frauen brauchen, genau wie die jungen Männer, Vorbilder. Am besten andere Frauen, die ihnen als weibliche starke Vorbilder dienen. Ein Mann kann ihnen auch diese Vorbildfunktion bieten, aber eben nicht so gut wie andere Frauen.

Die Dinge, die man tut und die Entscheidungen, die man trifft, verändern einen.


Ich bin nicht immer dieser aggressive Mensch gewesen, zu dem ich geworden bin. Nachdem ich die erste, zweite und dritte Person verprügelte, habe ich gemerkt, dass ich dafür Respekt bekomme. Und irgendwann bin ich zu diesem Menschen geworden, bei dem automatisch die Faust geflogen ist.

Ist es mit 16 Jahren schwierig, sich selbst gefunden zu haben?
Hat man sich schon mit 30 gefunden? Dieser Selbstfindungsprozess geht ein Leben lang.
Ich bin morgen ein anderer, als ich heute bin.

Vom  Hauptschulabschluss mit 4,9 zum besten Abitur Deutschlands: Yigit Muk hat sich aus eigener Kraft verändert.

Wie ist deine Geschichte? Warum haben es die Lehrer nicht geschafft, an dich heranzukommen?
Meinen Hauptschulabschluss habe ich mit einem Durchschnitt von 4,9 abgeschlossen als ich 18 Jahre alt war. Das war der schlechteste Abschluss an meiner Schule. Nur um meiner Mutter etwas Gutes zu tun, habe ich den Wunsch geäußert, Abitur zu machen. Ich habe nie selbst daran geglaubt.

Nachdem ich aus der Gang ausgetreten war, kannte ich niemanden, der Abitur gemacht hatte. Es gab einige Lehrer, die mir gesagt haben, dass ich es niemals schaffen werde. Aber viele von ihnen haben versucht mir zu helfen. Leider habe ich meinen Lehrern nie eine Chance gegeben, an mich ranzukommen. Ich dachte mir: „Was willst du mir denn erzählen? Woher kannst du wissen, in welchen Schuhen ich stecke und was ich für Probleme habe?“. Nach einer langen Krankheit habe ich mir vorgenommen, meinen erweiterten Hauptschulabschluss zu machen. Ein Jahr später meinen MSA und dann mein Abitur. Im Jahr 2012 hatte ich dann das beste Abitur Deutschlands in der Hand.

Wie hast du dich dabei gefühlt, als Du dein Abitur in der Hand gehalten hast?
In 50 Jahren hat in meiner Schule niemand ein Abitur mit 1,0 abgeschlossen. Ich wollte das schaffen.

Am Anfang habe ich es nur für meine Mutter getan. Also habe ich mir vorgestellt, wie ich auf die Bühne gehe und meine Mutter mir dabei zusieht. Als ich mein Zeugnis in der Hand hielt, war ich total glücklich und habe gesehen, dass es wirklich geklappt hat.

Juckt es dir nicht mehr, das Adrenalin im Kampf rauszulassen?
Im Kampf bist du gleich aus der Puste, wenn du dein ganzes Adrenalin rauslässt. Du musst versuchen ruhig zu bleiben. Auch das habe ich hier beim Sport gelernt.

Wie ist das im Leben? Wann hast du Adrenalinschübe, bei denen Du denkst: „Boa bin ich geil“?
Das ist Überheblichkeit. Vielleicht kann man mit seinem großen Ego umgehen, aber irgendwann zerschlägt es einen. Ich weiß, dass ich Leistung bringen kann und besser sein muss als mein Gegner, wenn ich mich mit ihm auf der Matte messe. Gleichzeitig ist es wichtig zu wissen, dass man auf dem Boden der Tatsachen bleiben muss, sonst ist es eins, zwei, drei vorbei. Genauso ist es auch im Leben. Niemand schlägt so hart zu wie das Leben.

Glaubst du, dass Südländer anders sind als Nordländer?
Ich glaube, dass es nicht wichtig ist, ob man Nord- oder Südländer ist. Es hat viel mehr damit zu tun, in welcher Region man aufgewachsen ist und welche Menschen einen beeinflusst haben.

Yigit Muk hat seine Geschichte in einem Buch aufgeschrieben.

Es heißt Muksmäuschenschlau und ist ein Bestseller. Mit seinem Buch möchte Yigit Muk kriminelle Jugendliche erreichen und ihnen zeigen, wie man es schaffen kann, auch wenn alles dagegenspricht.

Mit deinem Vater hast du noch Kontakt? Obwohl du ihn so hart in deinem Buch rangenommen hast?
Mit meinem Vater habe ich noch sehr guten Kontakt. Ich zeige auf keinen Menschen und sage: „Du bist ein schlechter Mensch.“ Es ist leicht, mit unserem Finger auf die Menschen aus Neukölln zu zeigen, weil sie scheiße bauen und sich prügeln. Aber diese Menschen sind nicht die einzigen Verantwortlichen, denn Gewalt steckt in allen von uns und es ist eine Frage, wie wir leben und wie sich diese Gewalt äußert.

Deswegen ist es immer sehr kurz gedacht zu sagen: „Der hat das und das gemacht.“ Wir machen nicht nur gute oder schlechte Taten. Wenn ein Mensch nur schlechte Taten macht, wissen wir nicht, was er für gute Taten er getan hat. Es entschuldigt natürlich nicht, wie mein Vater meine Mutter behandelt hat.
Aus Lust und Laune hat er es auf jeden Fall nicht getan. Alles hat seine Kausalzusammenhänge.

Gleichzeitig hat er jeden Tag 12 Stunden hart für seine Familie gearbeitet und ist nie zu spät zur Arbeit gekommen. Das ist auch ein Teil von dem, was meinen Vater ausmacht und ich zeige nicht auf ihn, um zu sagen: „Du bist ein schlechter Mann.“

Deswegen die Frage: Wer ist dafür verantwortlich, dass wir eine bessere Gesellschaft werden? Familie oder die Schule?
Wir alle sind dafür verantwortlich. Aber die Familie kommt an erster Stelle. Obwohl meine Familie auch tausend Mal gesagt hat: „Tu dies nicht, Tu das nicht.“, habe ich irgendwann dicht gemacht. Familie hat nur begrenzte Mittel.

Es ist eine Symbiose aus vielen verschiedenen Faktoren.

Wenn man in solchen Orten wie Neukölln oder Wedding aufwächst, ist es für die Familien eine große Hürde, an die eigenen Kinder  ranzukommen.


Irgendwann kommt dieser fruchtbare Moment, wo die Jugendlichen zugänglich sind und dann muss die Familie zur Stelle sein.
Bei mir war das der Moment, als mein Kumpel gestorben ist. Meine Mutter war auch gleich zur Stelle. Jeden Abend haben wir bei einer Tasse Kaffee sehr einfühlsame, sehr selbstkritische Gespräche geführt. Diese Gespräche haben mir dann Schritt für Schritt geholfen, auf die richtige Bahn zu kommen.

Und dann hattest du dein Abi. Wie alt warst du da? Was hast du dann gemacht?
Als ich mein Abitur abgeschlossen habe, war ich 24 Jahre alt und habe angefangen, Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Ein Freund saß damals im Gefängnis und hat in einem Artikel über meine Geschichte gelesen. Dieser Artikel hat ihn inspiriert sein Abitur zu machen, als er aus dem Gefängnis rausgekommen ist. Wegen Drogenproblemen musste er dann das Abitur abbrechen. Dese Probleme hat er jetzt bewältigt und es geht ihm gut. Als ich gemerkt habe, wie sehr der Artikel meinen Freund verändert hat, kam mir die Idee, mein Buch „Mucks Mäuschen Schlau“ zu schreiben, um noch mehr Leute zu erreichen.

Es geht nicht darum, dass alle ihr Abitur machen sollen. Es ist nicht notwendig, ein Abitur zu haben, um glücklich zu sein.


Wenn Du der Bürgermeister von einem Kiez wärst, was würdest du machen, damit Jugendliche die so schwierig sind, wie du es warst, auf den richtigen Weg kommen?
Zuerst müssten unsere Schulen bessere Programme bekommen. Die Schulen arbeiten mit Menschen aus der Geschäftswelt oder aus der Politik enger zusammen und zeigen den Schülern, dass mehr Wege als nur die Kriminalität gibt. Das haben Hamid Djadda, Franziska Giffey aus Neukölln und ich jetzt vor.

Zweitens müssen viel mehr Gelder an unsere Schulen gezahlt werden und weniger für Subventionen an Unternehmen.

Yigit Muk, Dein Buch ist ein Bestseller. Wie viele Exemplare wurden verkauft?
Es wurden knapp 18.000 Exemplare verkauft.

Und du lebst davon?
Ja. Und jetzt kommt der nächste Schritt.

Vom muskelbepackten Proll zum Unternehmer: Yigit Muk macht jetzt in Kaffee, den man in Berlin so nicht bekommen kann. Das Geheimnis? Faire Arbeitsbedingungen und hochwertige Kaffeebohnen.

Was ist der nächste Schritt?
Mein Unternehmen: „Muk Kaffee“. Das ist eine Rösterei, die Spezialitäten-Kaffee anbietet, den man so in Berlin gar nicht bekommen kann. In unserem Unternehmen arbeiten hervorragende Röster und traumhafte Baristas mit dem besten Equipment, das man kriegen kann.

Woher kommt der Kaffee?
Der Kaffee kommt aus den verschiedensten Ländern, mal aus Kenia oder Äthiopien. Eine gewisse Mischung ist schon dabei, aber wir bieten auch reine Kaffee Bohnen an.

Aber was ist das Besondere am „Muk Kaffee“?
Erst mal fängt es bei unseren Bohnen an: Wir haben Kontakte zu unseren Farmen, die wir fair behandeln.
Große Ketten wie Starbucks z.B. behandeln ihre Farmen nicht fair und bezahlen für die Bohnen Spottpreise. Ihren Kaffee verkaufen sie dann aber hier zu Lande für sieben Euro.
Wir gehen in eine ganz andere Richtung:

Wir wollen, dass sich die Farmen mit uns identifizieren können. Dafür schalten wir die Zwischenhändler aus. Natürlich brauchen wir die Importeure, aber wir brauchen nicht die Zwischenhändler, weil wir die Kontakte zu den Farmen haben. Soziale Verantwortung wird bei uns ganz großgeschrieben.
Die Baristas beteiligen sich an unserem Unternehmen. Wie viele Tassen Kaffee pro Tag verkauft werden, legen wir fest. Aber bei jeder weiteren Tasse, die verkauft wird geht das Trinkgeld zu 100% an den Mitarbeiter.

Der zweite Unterschied ist, dass wir die beste Röstmaschine haben, die man kriegen kann:
Eine restaurierte Probat Maschine aus Gusseisen. Viele Leute haben heute Röstmaschinen aus Blech.

Und der dritte Unterschied: Unser Design. Wir haben den besten Designer, den man in Berlin kriegen kann. Ich will seinen Namen nicht nennen, aber er hat schon für viele große Ketten designt und genießt mein vollstes Vertrauen.

Was „Muk Kaffee“ so besonders macht, bist Du. Die Leute kommen um deine Geschichte zu hören.
Das stimmt. Aber die Leute wollen auch Qualität. Wir wollen z.B. in andere Länder exportieren. In Thailand, Iran oder Mallorca gibt es keinen guten Kaffee und wir sind der Kontakt, um an diese Länder zu liefern.

Was ist dir wichtig, was willst Du noch sagen?
Über mein Vorbild und Business Angel Hamid Djadda. Er ist nicht nur ein guter Freund, sondern auch Unternehmer. Ihm gehören z.B. die Blechschild Manufaktur oder die August Tribüne. Und obwohl er als Mensch so erfolgreich ist, bleibt Hamid trotzdem auf dem Boden der Tatsachen geblieben. Von ihm habe ich eine Menge gelernt und er ist einer unserer Partner. Bald bringt er auch eine Marzipan Marke auf den Markt, die wir dann in unseren Shops anbieten. Diese nennt sich „Ohde“.

 

Wenn Sie mehr über Yigit Muk erfahren wollen, schauen Sie Hier.

Das Buch von Yigit Muk finden Sie Hier.

 

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