Wir im Raum

Copyright Wir im Raum – von links: Florian Körner, Jan Häusler, Alexander Krüger

Wir im Raum der legendären Spreewerkstätten

Wie Berlin bei einem boomenden Immobilien-Markt trotzdem seine kulturellen Kleinode bewahren kann.

Jan Häusler betreibt mit seinen Partnern von “Wir im Raum” unter anderem die Spreewerkstätten in Mitte. Die Räume in der legendären Alten Münze werden an Künstler und für einzelne Events vermietet. Mit seiner Agentur konzipiert und organisiert der AusserGewöhnliche Berliner alle Arten von schicken Ereignissen.

Wir haben ihn gefragt, wie Berlin bei einem boomenden Immobilien-Markt trotzdem seine kulturellen Kleinode bewahren kann:

 

Was kann Berlin tun, damit weiterhin junge Kultur im Zentrum möglich ist?

Kunst und Kultur entstehen aus den Talenten und der Kreativität der Akteure in Verbindung mit Freiräumen und Orten, die ein künstlerisches Agieren und dessen Darstellung ermöglichen.
Trotz der zunehmenden Verknappung von freien Flächen hat Berlin noch immer Potential an außergewöhnlichen Plätzen, die der jungen Kultur- und Kreativwirtschaft Raum zur Entfaltung bieten. Es muss das Ziel sein, solche Orte hier für zu erschließen oder zu erhalten, um die Umsetzung und Präsentation der Ergebnisse dieser Kreativität zu sichern.

Copyright Wir im Raum
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Kann eine boomende Wirtschaft, Wohnen und Kultur auf einem Fleck überhaupt funktionieren?

Ja absolut! Wirtschaftliches Handeln, die Schaffung von Wohnraum und eine aktive Kunstszene sind Aspekte des urbanen Raums, die sich in keiner Weise widersprechen, nicht nur koexistieren oder tolerieren, sondern sich gegenseitig bereichern können. Genau eine solche Kombination bewirkt urbane Dynamik und Attraktion für die Einwohner wie auch Besucher.

 

Was ist die Vision der Spreewerkstätten?

Mit den Spreewerkstätten bieten wir mit eben diesem Ziel einen Ort, an dem Kunst und Kultur sowie junges, kulturell orientiertes Unternehmertunm ein gemeinsames Zuhause finden.
In Form öffentlicher Veranstaltungen wie Workshops, Konferenzen, Theateraufführungen, Ausstellungen junger Künstler oder auch dem ersten Virtual Reality Kino Deutschlands, stellen die Spreewerkstätten einen reich facettierten Anlaufpunkt für Kreation, Umsetzung und Genuss von kulturellen und künstlerischen Inhalten dar. Wichtig für uns ist, dass die Besucher spüren, welche Lebensfreude und Schaffenskraft sich aus dieser heterogenen Gemeinschaft motivierter Akteure ergibt.

 

Wie sollte Berlin mit den Landesimmobilien umgehen?

Die Grundsätze der transparenten Liegenschaftspolitik müssen eingehalten werden. Es ist wichtig, Objekte bzw. Standorte mit außergewöhnlichem Außenwirkungscharakter wie beispielsweise das Ensemble der Alten Münze für die Kultur- und Kreativwirtschaft zu sichern und damit die kulturelle Attraktivität unserer Stadt für unsere Gäste und die Berliner zu erhalten.

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