Cornelius Riehm, Geschäftsführer des Vabali Spa Berlin

Cornelius Riehm, AusserGewöhnlicher Berliner und Geschäftsführer des Vabali Spa ©AusserGewöhnlich Berlin

5 Jahre nackt am Hauptbahnhof – Vabali Spa

3 Fragen an Cornelius Riehm: AusserGewöhnlicher Berliner und Geschäftsführer des Vabali Spa Berlin.

5 Jahre nackt am Hauptbahnhof: Das Vabali Spa hat Geburtstag. Wir stellen 3 Fragen an Cornelius Riehm, AusserGewöhnlicher Berliner und Geschäftsführer des Vabali Spa.

Alle reden davon, dass das Leben immer hektischer wird. Haben Orte der Entspannung überhaupt eine Zukunft in einer voll digitalisierten Hektik Welt?

Gerade weil unsere Welt immer hektischer und schneller wird, entsteht eine Sehnsucht nach Zufluchtsorten, um einmal abzuschalten.

Mit dem Vabali Spa haben wir solch einen Ort für alle Berlinerinnen und Berliner geschaffen.

Manchmal muss man für ein paar Stunden offline gehen und es sich gut gehen lassen und zack ist der Akku wieder voll.

Fact-Check: 21,38 Millionen Deutsche favorisieren einen Wellness-Urlaub als Urlaubsreise (Statista). Und 62 % der Deutschen ist es am wichtigsten, in ihrem Urlaub Ruhe zu finden (Statista).

Schwimmen im Vabali Sps Berlin

Das Vabali Spa Berlin ©AusserGewöhnlich Berlin

Hat Berlin eine Tradition in Sachen Wellness-Tempeln? Welche?

Es gibt die ein oder andere Kiezsauna, die Tradition hat.

Aber wir sind ja auch schon ein halbes Jahrzehnt in Berlin… das ist eine Art Tradition in dieser schnellen Stadt.

Fact-Check: Die beliebteste Freizeitaktivität der Deutschen 2018 war das Arbeiten im Garten (Statista).

Das 20.000qm große Vabali am Hauptbahnhof in Berlin

Bali in Berlin ©AusserGewöhnlich Berlin

Zuerst gab es Hallenbad, dann Spaßbad, dann Fitnessclub mit Sauna. Dann Vabali Spa. Wie werden die Erholungsorte der Zukunft aussehen, was wird anders?

Neben dem üblichen Spa-Angebot wird das Thema Gastronomie und Service immer wichtiger.

In zukünftigen Spa-Anlagen wird es wahrscheinlich kaum noch normale Liegemöglichkeiten geben.

Es entsteht ein Art Wellnesslounge. Auch wenn wir die klassische textilfreie Nutzung einer Sauna bevorzugen, wird der Trend sicherlich deutlich Richtung Textilsauna rücken.

Fact-Check: Die Sonderschau Wellness „urban future spa“ in Düsseldorf hat in die Zukunft des Wellness geblickt: Spa Anwendungen sind nicht mehr gebunden an eine bekannte Adresse. Sie verteilen sich an vielen Orten in der Stadt. Beispielsweise an Flughäfen, Bahnhöfen oder Raststätten denkbar.

Vielen Dank, Cornelius! Und alles gute zum 5-jährigen Geburtstag des Vabali Spa.

Draußen im Vabali Spa Berlin

Abspannen in Holzhütten im Vabali Spa ©AusserGewöhnlich Berlin

Cornelius Riehm hat die AusserGewöhnlichen Berliner zum Salon im Vabali Spa eingeladen.

Vielen Dank! Wir haben uns dort getroffen und darüber gesprochen wie die Wellnessorte der Zukunft aussehen werden. Und das, noch bevor die textilfreien Gäste eintrafen.

Hier sind die 15 besten Antworten vom Salon im Vabali Spa:

Dezentral und überall:

Es wird in der Zukunft kleine, dezentrale Ruhepole in der Stadt geben. Also Micro Spas wie z.B. Schlafkabinen.

Virtuelle Erholung:

Es geht in die Richtung von VR und AR: zum Beispiel „Virtuelles Ski fahren“.

Block-Wellness:

Wellness wird in Zukunft in Blöcken stattfinden. Zum Beispiel kannst Du dir ab und zu zwei Stunden rausnehmen, um runterzukommen. Und dann geht es weiter zur Arbeit. Weg vom Wellnesstag hin zum Wellness Block.

Arbeiten statt chillen:

Wellness wandelt sich zu leichten Tätigkeiten, wie einfache Handarbeit oder Gartenarbeit in kleinen Oasen. Und das kannst Du auch in der Gruppe machen.

Auto waschen statt Vabali Spa:

Wellness wird individuell und kleinteilig: Die Leute gehen laufen, spielen Gitarre, hören Musik oder erholen sich im Coffeeshop. Wir sollten das Gesetz, dass man sein Auto nicht mehr auf öffentlichen Straßen waschen darf, aufheben. Beim Autowaschen vergisst Du alles um dich herum.

Yoga auf der Straße:

In der Zukunft werden die Straßen zu Wellness Oasen und Fitness Plätzen, weil weniger Autos fahren.

Mehr Berliner in Eckkneipen:

Die entspanntesten Menschen findest Du in den Pubs in Irland. Dort herrscht eine super Stimmung, es gibt Live Musik und alle sind entspannt. Wellness in der Zukunft heißt also: Berliner Eckkneipen sollten mehr gelebt werden.

Einfach mal zu Hause:

In Zukunft bestellst Du dir den Masseur und den privaten Yogalehrer nach Hause. Und zwar dann, wenn Du es möchtest. Die Hantelbank ist sowieso schon da. Es geht um Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, ohne viel Organisation.

Persönliche Erholungs-Assistenten:

Der Fokus liegt auf Persönlichkeit. Das heißt, Du wirst persönlich von deinem Masseur oder im Spa empfangen und betreut. Und Du bekommst zum Beispiel eine Massage ohne Termin.

Arbeiten ist Wellness:

Arbeit muss nicht immer Arbeit sein: Wir sollten Arbeit und Wellness nicht trennen und stattdessen das Mindset ändern und Ruhe in den Job bringen. Arbeiten kann Wellness sein.

Nicht nur Kopf sondern auch Kopf:

Wellness wird zum Gesamt-Konzept mit Hypnose, Osteopathie, etc. Du bekommst eine Suite mit rundum Versorgung. Das heißt mit Masseur, Hypnotiseur usw.

Laufbahn auf dem Dach:

Irgendwann gibt es Wellness im Büro, wie bei Trivago Düsseldorf. Die haben eine Laufbahn auf dem Dach.

Unorganisiert statt durchgeplant:

Freizeit und Erholung wird immer organisierter. Die Leute sind süchtig nach Erholung. Und deswegen ist die Sauna voll und Animateure laufen heiß. In der Zukunft sollte Wellness ein Raum sein, der nicht organisiert ist. Z.B. ein Ort im Wald, wo man wirklich Ruhe hat und es keine Organisation gibt.

Die tägliche Dosis:

Entspannung wird in den Alltag integriert: z.B. Handy Verbote und keine laute Musik. Das ist die Zukunft.

Mehr Oasen:

Orte wie das Vabali Spa müssen bleiben. Und es müssen noch viele weitere entstehen. In solchen Oasen findest Du Ruhe und Abgeschiedenheit.

Der Trend der AusserGewöhnlichen Berliner geht eindeutig in Richtung von dezentralen, kleinteiligen und individuellen Wellness Angeboten. Und für die meisten ist Wellness etwas, dass man für sich selbst machen kann. Im Alltag und auch Zuhause. Selbst ist der Berliner!

Zum Schluss noch die Einschätzung von Cornelius Riehm vom Vabali Spa:

Der Trend hin zu Wellness wird nicht abnehmen. Das heißt, es wird voll bleiben. Aber die Konzepte verändern sich. Irgendwann gibt es keine Liegen mehr. Stattdessen gibt es Lounge Ecken mit Service. Der normale Mensch will Animation und einen Vorschlag, was er wann tun könnte. Aber mit Qualität. Das heißt: Jeder wird seinen Rückzugsort bekommen und man kann runterkommen, auch wenn mehr Menschen Wellness machen.

Vielen Dank für den tollen Salon im Vabali Spa!

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