Bis 1972 wurden hier Trümmer abgeladen: Teufelsberg Berlin

Die ehemalige Radarstation auf dem Teufelsberg in Berlin ©AusserGewöhnlich Berlin

Unser Zugang zum geheimen Berg: Was Du noch nicht über den Teufelsberg wusstest

Teufelsberg Berlin Inside: Hier erfährst Du, was Du über den Teufelsberg wissen musst.

Teufelsberg Berlin – 26 Millionen kbm Trümmerschutt

Berg ist nicht gleich Berg. Der Teufelsberg besteht aus ca. 26 Millionen kbm Trümmerschutt. Ein außergewöhnlicher Berg für außergewöhnliche Möglichkeiten.

Ursprünglich sollte auf dem Areal des Teufelsberg Berlin die Wehrtechnische Fakultät entstehen

Teufelsberg Berlin ©AusserGewöhnlich Berlin

Der Teufelsberg Berlin – Kurz und Knapp

Ursprünglich wollten die Nationalsozialisten hier, auf dem Areal im Grunewald, die Wehrtechnische Fakultät bauen, wo Hitler die militärwissenschaftliche Grundlage für die arische Welteroberung schaffen wollte. Das war in den 1940er Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage jedoch gesprengt und die zurückgebliebenen Ruinen ab 1950 mit Trümmerschutt aufgefüllt. In den nächsten 22 Jahren wurde immer mehr Schutt hier abgelagert und so kamen bis 1972 26 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt zusammen. Das ist ca. ein Drittel der Berliner Häuser, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden.

Die Amerikaner nutzten den Teufelsberg Berlin in den 1950er Jahren als Abhörstation, um den Ostblock auszuspionieren. Genauso wurde er von amerikanischen und britischen Aufklärungs- und Sicherheitsdiensten genutzt. Nach und nach wurden Antennenkuppeln errichtet, die zur Zeit des Kalten Krieges zur Überwachung genutzt wurden.

Nachdem die Ablagerungen 1972 beendet waren, wurden die Trümmer mit Sand und Erde bedeckt und mit Bäumen bepflanzt.

Teufelsberg Berlin: Magische Orte in Berlin

Teufelsberg Berlin: Bis 1972 wurden hier Trümmer abgeladen ©AusserGewöhnlich Berlin

Die Abhörstation auf dem Teufelsberg Berlin wurde nach dem Fall der Berliner Mauer aufgegeben.

Neue Radaranlagen wurden eingerichtet und dienten bis 1999 zur Luftüberwachung des Flugverkehrs.

Das Areal wurde vom Berliner Senat an Kölner Investoren verkauft. Die Architekten von Gruhl & Partner arbeiteten am Bau eines Hotels, eines Museums und exklusiven Wohnungen auf dem Berg. Jedoch wurde dies nie fertiggestellt, denn u.a. waren die Baukosten zu hoch und die Aktienmärkte brachen ein.

Das Areal verfiel. Noch heute kann man die Bauruinen des Projektes sehen.

Der Teufelsberg Berlin: Eine der besten Aussichten über Berlin

Teufelsberg Berlin: 120m hoch und voller Geschichte ©AusserGewöhnlich Berlin

Verschiedene Menschen hatten Ideen für die zukünftige Nutzung vom Teufelsberg Berlin

Im Gespräch war z.B. eine Yoga-Universität oder die erneute Zuschüttung des Teufelsberges. Daraus wurde nichts.

Heute gehört der Teufelsberg Berlin zur Hälfte Hanfried Schütte, der hier u.a. Galerien errichten möchte. Die andere Hälfte gehört der Investorengruppe um Hartmut Gruhl, der von Galerien nicht begeistert ist und stattdessen die Geschichte des Bergs in den Vordergrund stellen möchte.

Damit ist die Zukunft des Teufelsberges noch ungewiss.

AusserGewöhnlich Berlin zum Salon auf dem Teufelsberg

AusserGewöhnlich Berlin auf dem Teufelsberg Berlin ©AusserGewöhnlich Berlin

Inmitten von Ruinen entstehen die geilsten Kunstwerke. Der Teufelsberg Berlin als Kunstoase.

Heute wird der Teufelsberg Berlin für verschiedene Zwecke genutzt.

Es finden Führungen auf dem Gelände statt, im Winter nutzen einige Berliner den Berg zum Rodeln, im Sommer zum Mountainbike fahren, Longboardfahren oder Spazierengehen.

Aber vor allem ist hier eine Streetart-Galerie entstanden. Viele Berliner Künstler toben sich seit 2011 hier aus. Sie räumten damals Schutt weg, machten Räume wieder begehbar und füllten die kargen Wände mit abgefahrenen Bildern. In Zusammenarbeit mit dem Pächter. Aber leider oder Nutzungsverträge, weswegen viele besorgt um ihren Kunstraum sind. Aber das ist eine andere Geschichte.

Der Künstler JBAK auf dem Teufelsberg Berlin

JBAK auf dem Teufelsberg Berlin ©AusserGewöhnlich Berlin

Teufelsberg Berlin. Thema Kunst aktuell

Bis heute sprayen die verschiedensten Street Art Künstler die wohl schrägsten und schärfsten Bilder an die verkümmerten Wände.

So entstand die geilste Ansammlung von Kunstwerken, die es nur am Teufelsberg von Berlin gibt. Und Berlins höchste Streetart-Galerie.

 

Leider ist das Hauptgebäude der berühmten Abörstation auf unbestimmte Zeit gesperrt. Brandschutz und Standsicherheit seien nicht mehr gegeben.

Was mit dem Gelände in Zukunft passiert, steht noch in den Sternen. So oder so ist es Berlin-Geschichte und Berlin-Kultur und das muss es auch bleiben.

Der Teufelsberg Berlin lebt von Graffiti und Kunst

Original Teufelsberg Berlin ©AusserGewöhnlich Berlin

Zombies – Abstraktes – Galerie am Teufelsberg Berlin

Hier in der Galerie vom Teufelsberg ist für jeden was dabei. Abstrakte Schriftkunst stielt den wandernden Untoten die Show.
Abgedrehte Tiere winden sich neben nackten Frauen, die sich gegenüber von Superhelden oder Männern mit Gasmasken rekeln.
Herumliegende Autos und alles andere hat nun eine neue ‘‘Lackierung‘‘.
Waffen, Soldaten und sogar die ein oder andere Berühmtheit wurde hier verewigt.
Möchtest Du ein Bild von einem Jungen, der in der Nase bohrt? Kein Problem. Die Galerie lässt keine Wünsche offen.

Der Teufelsberg Berlin ist einer der Orte, an denen man die Berliner Geschichte noch spüren kann. Definitiv einen Besuch wert.

Teufelsberg Berlin: Salon von AusserGewöhnlich Berlin

Salon in der höchsten Streetart-Galerie ©AusserGewöhnlich Berlin

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