Kontaklinsen im Spionagemuseum Berlin

Spionagegeräte im Spionagemuseum ©AusserGewöhnlich Berlin

Wir zahlen für Geräte, die uns abhören – Robert Rückel über Berliner Spionage

Der AusserGewöhnliche Berliner Robert Rückel ist Direktor des Deutschen Spionagemuseums. Er spricht mit uns über Spionage in Berlin.

Drei Tipps, wie man sich heute am besten vor dem Ausspionieren seiner Daten schützt? 

  1. Webcam abkleben: Sticker dafür gibt es fast überall, auch bei uns im Shop.
  2. Darauf achten, welche App auf dem Smartphone Zugriff auf die Standortdaten hat.
  3. Ich persönlich nutze weder Siri noch smarte Lautsprecher. Früher haben die Nachrichtendienste viel Geld ausgegeben, um in die Wohnzimmer der Bürger zu kommen. Heute bezahlen wir für Geräte, die uns abhören können.
Das sieht Du im Spionagemuseum Berlin: Miniatur-Festfrequenzempfänger

Noch ein Mini Spion im Spionagemuseum Berlin ©AusserGewöhnlich Berlin

Sind Berliner eigentlich weniger diskret als der Rest Deutschlands?

Zumindest ist die Dichte an Spionen in Berlin viel höher als anderswo in Deutschland. In der Hauptstadt der Spione sind etliche Spione aus aller Herren Länder unterwegs. Man sollte also sicher vorsichtiger sein, wem man was erzählt.

Was ist ein Spion?

Was ist ein Spion? ©AusserGewöhnlich Berlin

Die meisten Leute sagen: „Ich habe keine Geheimnisse, Google darf ruhig alles wissen.“ Warum ist diese Haltung gefährlich?

Jeder hat Geheimnisse. Bei vielen Geheimnissen mag es kein Drama sein, wenn diese in einer Datenbank stehen, aber:

Alles, was gespeichert wird, kann auch gehackt werden. Das belegen zahlreiche Hacks angeblicher sicherer Datenbanken.

Die Spionagekameras im Spionagemuseum Berlin

Fühlst Du dich beobachtet? ©AusserGewöhnlich Berlin

Warum ist das Thema Spionage auch heute noch aktuell und kein Thema des Kalten Krieges?

Spionage gilt als zweitältestes Gewerbe der Welt.

Schon im antiken Babylon und im alten Ägypten gab es Spitzel und Agenten. Informationen über die Absichten und Mittel anderer Staaten zu erfahren, ist wichtig für Verhandlungen. Ganz zu schweigen von Wirtschaftsspionage, die heute noch wichtiger ist als im Kalten Krieg.

Was ist ein Agent? Das erfährst Du im Spionagemuseum Berlin.

Das Spionagemuseum Berlin: Hier erfährst Du was ein Agent ist ©AusserGewöhnlich Berlin

Nennen Sie bitte drei technische Sachen, die wir alle benutzen, vor denen wir uns aber in Acht nehmen sollten, weil sie viele Daten ziehen. 

Unzählige Dinge sind heute vernetzt. Ich persönlich finde die Fitnessarmbänder absurd, da Daten über meine Gesundheit besonderen Schutz genießen sollten. Aber das Smartphone, der smarte Lautsprecher und das moderne Auto sammeln genauso.

Der Apotheker Julius Neubrunner (1852-1932) hat die Brieftaubenfotografie erfunden: Besondere Spionagetechnik im Spionagemuseum Berlin

Eine besondere Spionagetechnik: Brieftaubenfotografie ©AusserGewöhnlich Berlin

Noch eine Berlin-Frage: Was muss man tun, damit Berlin wieder offline einkauft?

Shopping und Erlebnis verbinden. Einfach nur einkaufen, geht auch online, Erlebnisse dagegen sind offline viel schöner. Shopping und Freizeit kann man verbinden: Bisher gibt es kaum Malls, in denen man auch Spaß haben kann!  In Paris gibt es mit „Le Carrousel du Louvre“ eine Mall mit direktem Anschluss ans Museum. Hier undenkbar, oder?

Robert Rückel, Chef des Spionagemuseum Berlin

Robert Rückel, Direktor des © Deutschen Spionagemuseum

Das Spionagemuseum Berlin findest Du am Leipziger Platz

Das Spionagemuseum Berlin am Leipziger Platz ©AusserGewöhnlich Berlin

Im Deutschen Spionagemuseum Berlin

Nachstellung einer Agenten-Szene ©AusserGewöhnlich Berlin

Gifte im Spionagemuseum Berlin

Verschiedene Gifte ©AusserGewöhnlich Berlin

Das Deutsche Spionagemuseum: schau mal rein

Spionage in Berlin: Die ganze Geschichte im Deutschen Spionagemuseum ©AusserGewöhnlich Berlin

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