Andreas Spiess im Interview

Gründer von Solarkiosk: Andreas Spieß ©SolarKiosk

Strom in der Wüste – Solarkiosk

Mehr als 1,2 Milliarden Menschen leben weltweit ohne Strom. Mehr als 500 Millionen allein in Afrika. Ein kleiner Kiosk sorgt in Gebieten ohne Stromversorgung für Energie.

Mehr als 1,2 Milliarden Menschen leben weltweit ohne Strom. Mehr als 500 Millionen allein in Afrika.

Das Berliner Startup Solarkiosk hat eine Innovation entwickelt, die alternative Stromversorgung möglich macht: Mit einem Solarkiosk werden die entlegensten Gebiete Afrikas mit Strom versorgt und der Unternehmergeist gefördert.

Das Prinzip ist Selbstversorgung. Ein kleiner, bezahlbarer Kiosk sorgt in Gebieten ohne Stromversorgung für Energie und gesteigerte Lebensqualität.

Betrieben wird das kleine Wunder mit Solarenergie.

Solarkiosk in Afrika
Solarenergie in Afrika ©Solarkiosk

So können Medikamente kühl gelagert, Akkus aufgeladen oder Lebensmittel länger haltbar gemacht werden. Für eine Bevölkerung, ohne anderweitige Möglichkeiten an Strom zu gelangen, ist das Luxus. Einfach war die Realisierung jedoch nicht. „Vor allem in der operativen Umsetzung gab es Schwierigkeiten.

Wir haben die Komplexität der Herausforderungen, die sich stellen, wenn man „ganz normal“ Business in Africa machen möchte, komplett unterschätzt.

Allein die Logistik erfordert ein hohes Maß an Planung bei gleichzeitiger Bereitschaft zur jederzeitigen Improvisation.“, so Andreas Spieß, der Gründer von Solarkiosk. Jetzt haben die Betreiber mit jedem Kiosk in Afrika ein wichtiges Zentrum geschaffen. Die Bewohner sind nicht mehr von der Welt abgeschnitten und haben die Möglichkeit nach außen zu kommunizieren. Denn einen Internetanschluss gib es auch im Solarkiosk. Das Ziel von Andreas Spieß und Solarkiosk ist klar: „Ich möchte die ökonomischen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen von 100 Millionen Menschen, mit 10.000 Kiosken, in 10 Ländern Afrikas positiv verändern.“

 

Dieser Artikel erscheint erstmals im eMagazin von AusserGewöhnlich Berlin in der Ausgabe 12/2016.