Simon Kretschmer von CORRECTIV beim Salon von AusserGewöhnlich Berlin

Simon Kretschmer, der Geschäftsführer von CORRECTIV ©AusserGewöhnlich Berlin

Video: Wir haben uns in CORRECTIV verliebt

Der CORRECTIV-Chef und AusserGewöhnliche Berliner Simon Kretschmer erklärt im Video das neueste Projekt von CORRECTIV.

Wir haben uns in CORRECTIV verliebt.

CORRECTIV ist eine wirklich tolle Sache. Die Antwort auf Populismus und Fake News:

CORRECTIV ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Mit Büros in Essen und Berlin und einem Team von 35 Mitarbeitern, finanziert CORRECTIV investigativen Journalismus und ein Bildungsprogramm hauptsächlich über Mitgliedsbeiträge und Zuwendungen von Stiftungen.  Das Ziel:

Die Aufklärung der Gesellschaft zur Stärkung von Demokratie und Freiheit. Mehrere Dutzend Journalisten decken Missstände auf und bleiben dran, wo anderes aussteigen, sie veröffentlichten im Netz, Buch, Graphic Novel, TV oder als Theaterstück.

Beispielsweise Cum-Ex-Files:

Unter der Führung von CORRECTIV haben 19 Medien aus zwölf Ländern recherchiert, dass europäische Banken und Investoren europäische Steuerzahler systematisch beraubt haben, indem sie sich unrechtmäßig Steuern auf Aktiengeschäfte haben erstatten lassen. In den letzten Jahren wurden uns so mehr als 55 Milliarden Euro gestohlen. Hier gibt es ausführliche Informationen.

Der AusserGewöhnliche Berliner Simon Kretschmer ist Geschäftsführer von CORRECTIV.

Beim Salon bei Porsche Scopes erzählt er uns vom neuesten Projekt:

Gemeinsam mit dem Tagesspiegel will CORRECTIV herausfinden, wem Berlin eigentlich gehört:

Berlin ist inzwischen ein wichtiger Standort für Immobilien-Investoren. Aber wem tatsächlich die Berliner Immobilien gehören, lässt sich schwer sagen. Mit der Unterstützung der Berliner selbst versuchen CORRECTIV und der Tagesspiegel nun, die Eigentumsverhältnisse in Berlin aufzudecken und die Frage zu beantworten: Wem gehört unsere Stadt? Macht mit!

Was das Direktsein angeht, ist CORRECTIV sehr Berlin.

Und vor allem ist es etwas, das uneigennützig ein Ziel verfolgt, zum Wohle aller.

Weil wir schon mit Berlin verheiratet sind, können wir euch nicht mehr heiraten. Aber wir können euch trotzdem sagen, dass wir euch mögen. Weiter so!

Simon Kretschmer: Wir sind CORRECTIV. Wir sind 35 Leute und wir sind das erste non-profit Recherchezentrum in Deutschland. Wir sitzen in Berlin und Essen. Wir haben ein Ziel, das ist die Aufklärung der Gesellschaft und die Stärkung von Demokratie und Freiheit.

Das wird momentan immer wichtiger, das merken wir jeden Tag. Dafür haben wir einen einzigartigen Ansatz für uns entwickelt. Wir sind investigativ das heißt, wir schauen ganz genau wo Missstände sind in Deutschland, MeToo Skandal, Alte Apotheke, es sind ja sehr viele Fälle gerade gewesen und wir bleiben dran, wir bringen diese Themen auf die Bühne und wir versuchen eine Debatte zu initiieren, dass die Leute über diese Probleme sprechen. Wir geben keine Lösungen vor, sondern wir versuchen die Debatte zu erzeugen und dann bleiben wir auch dran und verfolgen dann, was ist der Impact hintendran tatsächlich. Was passiert mit der Politik? Anschließend bringen wir das auf die Bühne, machen wir Graphic Novels, Storytelling…

Und dann versuchen wir einen besonderen Ansatz, dass wir möglichst viele Bürger involvieren bei dem Thema und die Bürger danach auch ausbilden. Dafür starten wir in Kürze auch noch die größte deutsche Webakademie für Journalismus Ausbildungen für jeden Bürger. Wir haben auch das größte Journalismus Festival in Deutschland, das Campfire in Düsseldorf mit 11000 Personen und was wir jetzt grade machen, und das meinte Sascha eben, glaube ich. Da haben wir mit dem Tagesspiegel zusammen einen Research gestartet: „Wem gehört Berlin?“ Wir haben das in Hamburg mit dem Hamburger Abendblatt gemacht und machen das auch grade parallel in Düsseldorf mit der Rheinischen Post. Wem gehört die Stadt, wem gehören die Immobilien?

Und das tun wir nicht, in dem wir oben drauf schauen, sondern dass wir von unten schauen, wer sind die Eigentümer der Häuser, wer steckt dahinter. Die meisten wissen das nämlich gar nicht. Und wenn man das dann verbindet, über unsere Datenbank, die wir dafür gebaut haben, dann sieht man plötzlich sehr seltsame Verknüpfungen. Und die bringen wir dann im Research nach vorne und dann versteht man warum die Mieten so hoch sind und was da eigentlich auf dem Markt passiert.

Das geht nur wenn sich möglichst viele Bürger beteiligen und jetzt ist der große Aufruf, am Sonntag war schon die ganze Seite im Tagesspiegel davon voll, weil wir am Montag eine große Veranstaltung haben. Wir sammeln jetzt grade Dokumente ein. Hunderte, fast tausend Mitglieder und Menschen in Berlin haben schon ihre Mietverträge hochgeladen und dann wird das verknüpft im Hintergrund.

Alexander S. Wolf: Das heißt, alle mitmachen ja? Dann wissen wir wem unsere Stadt gehört und mit wem wir reden müssen, damit die Stadt nicht im off landet und wir alle nach Kleinmachnow ziehen müssen. Nichts gegen Kleinmachnow, aber…

Und dich machen wir heute zum Ehrenmitglied, weil du machst dich gerade wirklich verdient für diese Stadt und das ist ein bisschen blöd weil er war mit Gruner & Jahr schon Mitglied und wir machen das jetzt quasi nur für die Show nochmal.
Dieser Club ist total bunt. Wir sind eine so durchmischte Truppe, aber es gibt drei Sachen auf die einigen wir uns alle und wenn die nicht passen, passt Du nicht dazu. Und das sind Hilfsbereitschaft, wir helfen einander auch wenn wir nicht davon haben, Integrität, d.h. wir sagen die dinge die wir tun, wir tun die Dinge die wir sagen, wir verstellen uns nicht, wir versuchen nicht etwas zu sein was wir nicht sind, und Offenheit, wir sind immer offen für neues, für neue Ideen, für neue Dinge usw.
Ich weiß ja, dass du so bist, aber kannst du mir versprechen diese Werte einzuhalten?

Simon Kretschmer: Aber natürlich!

Hier geht es zu CORRECTIV.

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