Dr. Annett Kleinschmidt über Schönheitschirurgie

Dr. Annett Kleinschmidt, Praxisinhaberin von Docure Berlin ©AusserGewöhnlich Berlin

Berliner Schönheitschirurgie: Mommy-Makeover, männliche Brust-OP und Kardashian-Po

Dr. Annett Kleinschmidt von Docure erzählt im Interview, welchem Arzt Du vertrauen kannst und welche die drei beliebtesten Schönheits-OPs der Berliner sind.

Wo steht Berlin im Ranking der internationalen Schönheitschirurgie?

Berlin hat immer noch den Stand einer „Upcoming City“.


Langsam aber sicher werden Schönheitsoperationen und ästhetische Behandlungen hier immer häufiger und sind gesellschaftlich akzeptiert.

Im internationalen Vergleich ist Deutschland jedoch noch nicht einmal in den Top10. Tatsächlich ist Griechenland Schönheits-OP-Weltmeister, in keinem anderen Land werden so viele plastische Eingriffe pro Einwohner durchgeführt wie bei den Griechen.

Plastische und Ästhetische Chirurgie bei Docure Berlin

Bei Docure Berlin, der Praxis von Dr. Annett Kleinschmidt ©AusserGewöhnlich Berlin

Was ist die größte Fehlentwicklung in der Schönheitschirurgie?

Ein großes Problem ist, dass jeder Arzt ohne fachlich fundierte Ausbildung auf sein Türschild den Begriff „Schönheitschirurgie“ setzen darf, da dieser nicht geschützt ist.

So ist es für die Patienten schwer zu erkennen, ob dieser Arzt auch wirklich die nötige Qualifikation hat. Hier sollte es aus meiner Sicht mehr Transparenz zugunsten der Patienten geben. Außerdem halte ich es für sehr kritisch, dass mittlerweile selbst in Kosmetikstudios Botox und Hyaluronsäure gespritzt werden, da man hier auch viel falsch machen kann.

Was sind die drei beliebtesten Operationen der Berliner?

Derzeit ist vor allem das Mommy-Makeover gefragt, also ein Eingriff für alle Mütter, die sich in ihrem After-Baby-Body nicht mehr wohl fühlen. Hier können in einem Eingriff mehrere Problemzonen der Mütter beseitigt werden, wie zum Beispiel schlaffe Brüste, störende Schwangerschaftsstreifen oder ein schlaffes Bauchgewebe.

Ergänzende Eingriffe im Bereich Intimchirurgie und Lidchirurgie werden teilweise auch im Zuge des Mommy-Makeovers durchgeführt. Der Vorteil dieser Behandlung ist, dass mehrere Eingriffe in einer Prozedur kombiniert und damit die sozialen Ausfallzeiten nach den Eingriffen generell verkürzt werden.

Der absolute Klassiker ist und bleibt aber die Brustvergrößerung.

Dr. Annett Kleinchmidt zeigt uns Brust Implantate in ihrer Praxis in Berlin

Brustimplantate für die Schönheitschirurgie©AusserGewöhnlich Berlin

Was kann Schönheitschirurgie mehr als Lippen und Brüste?

In erster Linie geht es darum, den Patienten ein gutes Körpergefühl zu ermöglichen, das sie glücklich und selbstbewusst durchs Leben gehen lässt.


Viele meiner Patienten, ich bin Praxisinhaberin von Docure, haben das vorher nicht, sind unzufrieden mit einem körperlichen Detail oder ihrem gesamten Aussehen und dadurch zum Teil auch verunsichert. Mit einer chirurgischen oder auch medizinisch-kosmetischen Behandlung kann ich diese Unzufriedenheit beseitigen.

Oft sind es die kleinen Eingriffe, wie Laserbehandlung gegen störende Gesichtsbehaarung oder rote Äderchen sowie Behandlungen mit Botox und Hyaluronsäurefiller, die den Patienten zeitnah zu einem jüngeren und frischeren Aussehen verhelfen und ihnen ihre Lebenszufriedenheit zurückgeben.

Natürlich gibt es in der Schönheitschirurgie auch Trendbewegungen, wie zum Beispiel die Po-Vergrößerung, die durch TV-Sternchen Kim Kardashian populär wurde.

Und vor allem ist Schönheitschirurgie nicht nur ein Thema für Frauen.

Auch viele Männer lassen sich bei mir behandeln, ihr Gesicht verjüngen, die männliche Brust beseitigen, den Körper durch Fettabsaugung konturieren oder auch die schwindenden Haare wieder transplantieren.


Was sind die drei wichtigsten Kriterien, um einen wirklich guten Schönheitschirurgen zu finden?

Die Patienten können sich durch das Internet heutzutage gut über die behandelnden Ärzte informieren. Wichtig ist es, einen Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie zu konsultieren.

Meist kann man auch den Lebenslauf des Arztes einsehen und prüfen, welche Ausbildungswege oder vorherige Anstellungen angegeben werden. Wenn ein Arzt zum Beispiel vorher nur in einer Verbrennungsklinik tätig war, sollte man prüfen, wo er die Erfahrung im ästhetischen Bereich gewonnen hat.

Zusätzlich lohnt es sich immer, Kritiken anderer Patienten zu recherchieren.


Am wichtigsten ist aber der persönliche Eindruck, den der Patient beim ersten Beratungsgespräch mit dem Arzt macht: Wurden alle meine Fragen geklärt? Wurden alle Sorgen beachtet? Fühle ich mich hinreichend aufgeklärt über den Eingriff und mögliche Risiken? Erst, wenn alle Punkte stimmen, sollte man sich für einen Eingriff bei diesem Chirurgen entscheiden.

Dr. Annett Kleinschmidt ist plastische Chirurgin

Dr. Annett Kleinschmidt ©AusserGewöhnlich Berlin

Warum ist Schönheitschirurgie für Sie mehr eine Berufung als ein Beruf? Und wo haben sie gelernt?
Für mich ist der Arztberuf an sich eine Berufung – die Spezialisierung auf eine Fachrichtung erfolgt ja erst später.

Die Plastische Chirurgie, auf die ich mich spezialisiert habe, besteht aus vier Teilbereichen, die Schönheitschirurgie nimmt in meiner Praxis etwa 80 % meiner Tätigkeit aus.

Daneben spielen auch die rekonstruktive Chirurgie, die Handchirurgie und die Verbrennungschirurgie eine Rolle.

In meinem Fachgebiet kann ich durch kleine und große Eingriffe viel bewegen, etwa die volle Bewegungsfähigkeit der Hände nach Verletzungen wiederherstellen oder nach einer Brustkrebsbehandlung die Brust wiederaufbauen und den Patienten so die Lebensqualität und ursprüngliche Form des Körpers zurückgegeben.

Schönheitschirurgie: Narkotika

Hier wird narkotisiert ©AusserGewöhnlich Berlin

Für diesen verantwortungsvollen Beruf ist eine langjährige und vielseitige Ausbildung erforderlich.

Diese habe ich im Martin-Luther-Krankenhaus Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Bruck, in Brasilien an der Universitätsklinik Sao Paulo und im Ästhetikzentrum Dr. Graziosi sowie im Emil-Behring-Klinikum Berlin absolviert, wo ich nach erfolgreichem Abschluss der 2. Facharztausbildung als Plastische und Ästhetische Chirurgin sieben Jahre als Oberärztin tätig war. Davor habe ich meine allgemeinchirurgische Facharztausbildung in Hamburg und Hannover abgeschlossen.

Hier geht es zu Dr. Annett Kleinschmidt von Docure.

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