Pandion-Berlin-Chef Mathias Groß über die neuen Gewerbehöfe The Shelf und The Grid in Friedrichshain-Kreuzberg sowie den gerade gestarteten Wettbewerb Space 4 Ideas.

Pandion-Berlin-Chef Mathias Groß über die neuen Gewerbehöfe The Shelf und The Grid in Friedrichshain-Kreuzberg sowie den gerade gestarteten Wettbewerb Space 4 Ideas.

Kreativ bleibt sexy – Space 4 Ideas

Mathias Groß über die neuen Gewerbehöfe The Shelf und The Grid sowie den Wettbewerb Space 4 Ideas.

Pandion-Berlin-Chef Mathias Groß spricht mit uns über die neuen Gewerbehöfe The Shelf und The Grid in Friedrichshain-Kreuzberg, kulturelle Zwischennutzungen und den gerade gestarteten Wettbewerb Space 4 Ideas.

Außergewöhnliche Berliner*innen, die eine neue Geschäftsidee, aber noch nicht den passenden Raum dafür in Berlin gefunden haben, sollten jetzt gut aufpassen.

Bis März 2018 haben um die Ecke vom Moritzplatz auf zwei gegenüberliegenden Grundstücken noch die blauen „Robben“ gelebt, die man sich für den Umzug mieten konnte. Nach ihrem Auszug konnten wir über mehrere Monate die kulturelle Wundertüte „THE SHELF by Pandion“ erleben. Student*innen der Berliner Kunsthochschulen und Anwohner*innen versammelten sich hier für Ausstellungen und Events. Nun sehen wir zwei große Baustellen und viele Schutzhelme. Was passiert hier?

Richtig, die Robben sind jetzt im wohl verdienten Ruhestand. Spaß bei Seite, die Umgebung hier am Moritzplatz verändert sich ständig und das macht sie besonders spannend.

„Außerdem sorgt der Mix aus Aufbau Haus, Nachtclubs, Familienzentren, Start-ups, Galerien, Einzelhandel, Hotellerie, Gastronomie und alteingesessenen Betrieben für viel Dynamik.“


Und auch wir tragen unseren Teil dazu bei, indem wir auf den beiden ehemaligen Geländen von Robben & Wientjes, also in der Prinzenstraße und Ritterstraße, gerade an einem Doppelprojekt, den beiden Gewerbehöfen PANDION THE SHELF und PANDION THE GRID, bauen.

Alexander S. Wolf und Mathias Groß

Alexander S. Wolf und Mathias Groß

Zurzeit ist es wegen der Coronakrise bestimmt nicht einfach Mieter zu finden, die dort einziehen werden, oder?

Glücklicherweise gibt es Unternehmen, die sich nicht in den Corona-Winterschlaf begeben haben, sondern langfristig planen und wachsen wollen. In The Shelf zieht im nächsten Jahr der Kochbox-Anbieter HelloFresh ein und das IT-Dienstleistungsunternehmen Adesso wird Hauptmieter von The Grid.

Büroimmobilien sind ja gut und schön, aber wo bleibt der Platz für die Kreativen? Sorgen nicht besonders sie für eine positive Dynamik?

Na klar! Die Kreativen sollen und können sich weiterhin hier austoben und sind herzlich willkommen. Aktuell bieten wir direkt neben The Grid fünf ehemalige Traforäume für künstlerische Zwischennutzungen an. In „THE GRID Cabins“ können Künstler temporäre Pop-up Galerien eröffnen oder andere künstlerische Interventionen durchführen. Auf der Website der Initiative Transiträume, zu deren Gründungsmitgliedern wir zählen, kann man sie sich nicht nur ansehen, sondern auch virtuell betreten. Wir freuen uns über jede Anfrage von Kreativen für die temporäre Nutzung!

The Shelf

Zwischennutzungen sind zwar spannend, weil die Berliner ja immer das Außergewöhnliche suchen. Aber gleichzeitig sind temporäre Nutzungen per se endlich und tauchen so schnell wieder ab wie sie gekommen sind. Was tut Ihr Nachhaltiges für den Kiez? Habt Ihr auch an etwas Bleibendes gedacht?

Wir finden beides wichtig. Wir wollen in Berlin weiterhin kurzfristige Lösungen für akut suchende Kreative bereithalten und zukünftig mehr bezahlbare Arbeits- und Produktionsräume für Kreative in unserer Stadt und speziell im Kreuzberger Wassertorquartier schaffen, um sie auch langfristig hier zu halten. Gerade jetzt, wo Künstler*innen, Unternehmen und Selbständige aus der Kultur- und Kreativwirtschaft besonders stark von der Corona-Krise betroffen sind, muss Platz für kooperative Ansätze sein.

Bitte werde konkreter, Mathias. Wie willst Du das in dem Gewerbehof umsetzen?

Für die Nachhaltigkeit sorgen wir mit unserer aktuell gestarteten Konzeptvergabe „Space 4 Ideas“. Hinter dem „Space“ verbergen sich eine 221 und eine 417 Quadratmeter große und helle Erdgeschossfläche, die sich direkt nebeneinander im Gewerbehof PANDION THE SHELF in der Ritterstraße befinden und die wir mit 50 Prozent Mietnachlass ab Sommer 2021 für bis zu zehn Jahre subventionieren. Und die „Ideas“ sind solche Konzepte, die einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb nachhaltig mit Kunst, Kultur oder sozialem Engagement im Sinne der Anwohnner*innen und Mitarbeiter*innen des Gewerbehofs und der umliegenden Betriebe und sozialen Träger verbinden. Das heißt konkret, dass die Bewerber*innen zum einen eine hohe Kiezorientierung und persönliche Motivation mitbringen sollen. Und zum anderen das Know-how und den kreativen Spirit haben, wie sie eine neue Absatz- und Marktzugangsperspektive oder neue Produktions- und Verarbeitungskompetenzen im Quartier anbieten und dadurch auch andere Gewerbetreibende und soziale Träger oder Kunden- sowie Nutzergruppen anregen können.

„Denkbar ist eine Nutzermischung aus umsatzsteuerpflichtigen Gewerbemietern wie Büro, Handel, einfache Gastronomieangeboten, Kunst- und Kulturschaffenden und/ oder Non-Profit-Organisationen aus dem sozialen sowie aus dem kreativen Bereich. Insgesamt kommt es auf die Ausgewogenheit des Konzepts an“


Klingt spannend. Aber wie passen Gewerbemieter und Non-Profit-Organisationen unter ein Dach?

Unsere Flächen kann ein/e Einzelmieter*in belegen, wenn es sich um eine gewerbliche Nutzung in Kombination mit einem sinnstiftenden gemeinwohlorientierten Angebot handelt. Oder es können sich mehrere Nutzer eine oder zwei Flächen teilen, die ganz unterschiedliche Zwecke verfolgen, solange sie einen Nutzen für den Kiez bieten und der/die Hauptmieter*in umsatzsteuerpflichtig ist.

„Wir sind der Auffassung, dass sich lokales Gewerbe, Büros und Non-Profit-Organisationen aus dem kulturellen wie sozialen Bereich sehr wohl gegenseitig sinnhaft ergänzen, gegenseitig inspirieren und somit den Standort und die lokale Beschäftigungssituation voranbringen können.“


Es ist doch eine verschenkte Fläche, wenn sie zum Beispiel nach Laden- oder Büroschluss ungenutzt bliebe. Warum sollte dort am Abend oder am Wochenende für Anwohner*innen und Mitarbeiter*innen des Gewerbehofs und der umliegenden Betriebe nicht Raum für Begegnung sein? Der Bedarf danach ist groß im Wassertorquartier.

Wie und bis wann kann man sich für die Fläche qualifizieren?

Der direkte Weg zur Information und Teilnahme am Konzeptwettbewerbs ist eine E-Mail an space4ideas@pandion.de. Wir verschicken die Konzeptvergabe auf Deutsch oder Englisch gerne an jede/n Interessent*in, der oder die sich angesprochen fühlt. Auf der Website www.space4ideas.de sind Informationen zur bisherigen Zwischennutzung und dem zukünftigen Gewerbehof The Shelf zu finden. Einsendeschluss für die Konzepteinreichung ist der 31. August 2020. Sobald wie möglich, wollen wir einen Termin bekannt geben, wann die Flächen besichtigt werden können. Der Mietbeginn ist für Juni 2021 geplant.

Darum geht‘s:

  • Konzeptwettbewerb Space 4 Ideas gestartet auf www.space4ideas.de
  • 2 Gewerbeflächen à 221 qm und 417 qm mit 50% Mietsubventionierung
  • Einsendeschluss für Bewerbungen: 31.08.2020
  • Mietbeginn: Juni 2021
Pandion Berlin

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