Neonchocolate Festival – Kunst in Berlin

Uwe Neu organisiert das Neonchocolate Festival
Der Juli wird bunt in Berlin – das Neonchocolate Festival kommt

BERLINER KUNST IST BUNT
Am 23. und 24. Juli 2016 findet in den Hallen des Berliner Postbahnhofs das Neonchocolate Festival statt. Klingt süß, ist aber kreativ, bunt und vielfältig wie die Farben des Regenbogens. Künstler aus ganz Deutschland zeigen und verkaufen ihre Arbeiten – von Illustration über Siebdruck, Zeichnungen oder Tattoos bis hin zu Graffiti ist alles dabei.

Uwe Neu, geb. 1979, ist Gründer und Inhaber der Neonchocolate-Agency, Gallery, Autor des Buchs „Berlin What? – 102 contemporary artists“ und des Neonchocolate Festivals. Mit AusserGewöhnlich Berlin spricht er über ein Thema, das diese Stadt seit jeher ausmacht: Kunst.

Worin unterscheidet sich das Neonchocolate Festival von anderen Kunstfestivals?

Jeder versucht ja, seinem Festival eine eigene Handschrift zu geben und den Fokus entsprechend zu legen. Wir werden einen Art-Market haben, eine Theaterbühne, DJs, Live-Bands, werden einen Film zeigen, die Zirkus-Manege öffnen und Künstler werden live das Gelände gestalten.

Das Neonchocolate Festival legt im zweiten Jahr noch mehr Wert auf eine Art Symbiose der verschiedenen Künste.

Wie wichtig ist die nicht etablierte Kunstszene für Berlin?

Off-Spaces und kleine Galerien fungieren hier wie eine Art Lab und geben Raum, um Dinge auszuprobieren. Daraus kann dann wieder Neues entstehen. Ähnlich wie wir das bei Urban Art in den letzten Jahren beobachten konnten. Allerdings bin ich der Meinung, dass wir in dem Bereich hier in Berlin gerade einen Umbruch erleben. Die Künstler sind an einem Punkt angelangt, an dem sie auch im klassischen Kunstmarkt ernst genommen werden und Sammler ihre Bilder kaufen. Berlin bekommt nun sogar ein Urban Art Museum – vor ein paar Jahren hätte sich das niemand vorstellen können.

Kann man in Berlin mit Kunst Geld verdienen?

Ja und nein. Es kommt meiner Meinung nach darauf an, was und vor allem wie man etwas macht. Ich finde es wichtig, auf sein Bauchgefühl zu hören und sich nicht sagen zu lassen, wie man „das so zu machen hat“. Uns als Galerie oder Agentur hat man auch immer wieder gesagt, dass man keine 3 Ausstellungen pro Woche macht oder dass man sich mit einer Agentur möglichst auf einen Bereich zu spezialisieren hat.

Wie soll denn Neues entstehen, wenn man immer nur dieselben abgetretenen Pfade abläuft?

Was sagen internationale Künstler und Galeristen über Berlin?

Wir haben hier eine riesige Spielwiese für Erwachsene, die gerade internationale Künstler extrem inspirierend finden. Jeder geht natürlich mit den 25/7-Möglichkeiten anders um, aber Du kannst hier mit weniger Geld als in vergleichbaren Großstädten ziemlich gut über die Runden kommen und Dich auch mal für eine Weile treiben lassen – Künstler lieben das. Na ja, und internationale Galeristen warten noch ab, bis der Markt hier mehr in Bewegung kommt. Das ist zumindest mein Eindruck.

Der Berliner Künstler-Geheimtipp?

Ich beobachte sehr viele Künstler schon über einige Jahre, besonders aus dem Urban-Art-Bereich.

Diese Künstler aus Berlin haben für mich im Moment das größte Potenzial (und sind auch noch bezahlbar): Julia Benz, Quintessenz, Low Bros.

Mehr von Neonchocolate gibt’s hier:
Agentur: www.neonchocolate-agency.de
Buch: www.berlinwhat.com
Festival: www.neonchocolate-festival.de

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