Netzwerk Treffen bei Greenpeace Energy Berlin

Netzwerk Treffen bei Greenpeace Energy ©AusserGewöhnlich Berlin

10 Lösungsvorschläge zur Rettung der Welt – Nachhaltigkeit für Berlin

10 Lösungsvorschläge zur Rettung der Welt: AusserGewöhnlich Berlin zum Salon bei Greenpeace Energy.

Pro Tag verbrauchen wir Deutschen 14 Millionen Plastiktüten. Pro Kopf 123 Liter Trinkwasser.
Währenddessen schreitet der Klimawandel immer mehr voran.
Unsere Welt ist krank und hat Probleme.
Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern?

Dieses Thema beschäftigt uns alle. Weil konkrete Lösungsvorschläge zur Rettung der Welt hermüssen, haben wir uns beim Salon bei Greenpeace Energy eine Frage gestellt:

„Wie retten wir unsere Welt? Welche Maßnahmen und Ideen habt ihr, um unsere globalen Probleme zu lösen?“

Hier sind die 10 Lösungsvorschläge der AusserGewöhnlichen Berliner zum Thema: Was können Städte und Verbraucher tun?

Anti Auto, pro Fahrrad: „Der Postillion hat geschrieben, dass der Nachfolger vom allseits beliebten SUV der Panzer wird. Die Metropolen werden immer voller, die fetten Autos parken 23,5 Stunden und die Stadt wird immer dreckiger. Wir müssen handeln. Paris und London zeigen, wie. In Paris dürfen bald keine Autos mehr in die Innenstadt. So etwas sollten wir auch machen und stattdessen Radfahren fördern.“

Das Zwischenoffice: „Wir bringen die Arbeitsplätze zu den Arbeitnehmern und setzen so den Pendelverkehr auf null. Wie? Wir lösen uns von den großen Unternehmenssitzen von Berliner Firmen mitten in der Stadt, in denen 2.000 Mitarbeiter arbeiten. In der Hauptzentrale in Berlin arbeiten stattdessen 200 Leute und die anderen 1.8000 Mitarbeiter arbeiten um die Metropole herum. Diesen Leuten bietet man dann eine Wohnung außerhalb und einen Arbeitsplatz außerhalb an. Und so müssen sie nicht mehr pendeln. Das ist ein Zwischending zwischen Homeoffice und Büro.“

Drei in einem: „Der ÖPNV wird kostenlos für alle. Wenn man Bier trinkt, dann ein lokales, damit die leeren Pfandflaschen nicht durch ganz Deutschland transportiert werden müssen, und es gibt ein einheitliches Pfandsystem für alle Flaschen. Außerdem darf das Kerosin für Flugzeuge nicht mehr steuerfrei sein, das Gesetz ist noch von 1944.“

Nachhaltigkeit in die Schule:

„An Schulen muss Aufklärung über Themen wie Nachhaltigkeit, Klimawandel etc. betrieben werden.

Denn dann lernen wir als Konsumenten, dass man erstmal im Keller nachsehen kann, bevor man etwas über Amazon neu bestellt. Und das schon von klein auf. Zusätzlich wird jede Schule in Berlin verpflichtet, sich ein Umweltprojekt auszusuchen.“

Ruhe in den Kiez: „Es braucht mehr Fußgängerzonen in Berlin. Dann lernen die Bürger, dass es auch anders gehen kann. Eine Freundin organisiert temporäre Spielstraßen: Für ein paar Stunden wird eine Straße zur Fußgängerzone umgewandelt. Die Anwohner merken sofort, was diese Ruhe für einen Mehrwert bringt.“

Digital to nature: „Es gibt die App „Replace Plastic. Die sollte sich jeder holen. Man bekommt jeden Tag einen kleinen Tipp zur Nachhaltigkeit, was man heute tun kann, um die Umwelt zu retten.“

Kinder an die Macht: „Wir brauchen ein Kinderparlament. Kinder sehen ein Problem und handeln danach. Beispielsweise müssen Sie über Massentierhaltung mit entscheiden und werden daraufhin Vegetarier.“

Infrarot für Berlin: „Die Fossile Energie muss weg, die Heizkörper müssen verschwinden und stattdessen eine Infrarotheizung her. Die wird elektrisch betrieben. Es ist überall richtig schön warm und man spart die Hälfte der Kosten“.

Nespresso in den Müll: „Nespresso Maschinen sind eine riesige ökologische Sauerei. Ich würde sagen, alle AusserGewöhnlichen Berliner verzichten im Geschäftsbereich und im Privaten ab sofort auf Nespresso Kapseln.“

Eigeninitiative für den Kiez: „Es gab mal ein Projekt von Studenten in Wien, die verhindern wollten, das Amazon immer einzelne Buchbestellungen liefert. Sie haben ein Netzwerk von Buchhändlern aufgebaut, die stattdessen geschaut haben, ob die das jeweilige Buch haben. Dann wird das Buch mit einem Fahrradkurier ausgeliefert.  Der Vorteil ist, der kleine Laden lebt weiter. Und es wird ökologisch mit dem Fahrrad ausgeliefert.“

Die AusserGewöhnlichen Berliner sind sich einig:

Die großen Städte können viel für eine bessere Welt beitragen. Berlin könnte ein Vorreiter für eine gute Zukunft sein, Und manchmal braucht es gar nicht viel, um großes zu bewirken.

Man muss nur wollen. Und sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen.

Zum Schluss noch drei Fragen an Greenpeace Energy:

Deutschland setzt immer mehr auf Elektroautos. Aber nützt das überhaupt was, wenn wir klassischen Strom tanken?

Wenn wir 42 Millionen Autos in Deutschland durch Elektroautos ersetzen, dann ist es eine ganz große Frage, wo in Zukunft der Strom herkommt.

Das heißt einerseits: Wir müssen unser Mobilitätsverhalten ein bisschen anpassen. Es müssen weniger Autos auf den Straßen fahren. Auf der anderen Seite brauchen wir viel mehr erneuerbaren Strom, ungefähr doppelt so viel wie wir jetzt haben. Das große Buzzword  in der Energiebranche ist im Moment Sektor Kopplung, d.h. nicht nur Stromwende, sondern auch Energiewende in anderen Bereichen: Mobilität, Wärme etc.

Nachhaltigkeit: Und wo kommt der Strom dann her?

Hoffentlich aus erneuerbaren Energien. Wir haben den Atomausstieg und den Kohleausstieg. Erneuerbare Energie ist da und technisch ist sehr viel machbar. Viel mehr als die Lobby die konventionellen Energien manchmal glauben machen möchte.

Es geht jetzt darum, das marktlich zu etablieren, d.h. Systeme wirtschaftlich zu machen und auf den Markt auszurollen. Ein Stichwort ist „Power to Gas“. Das heißt, dass man überschüssige Strommengen nimmt und für die Gewinnung von Gas benutzt, das man zum Kochen, Heizen, Backen nutzen und eben auch speichern kann.

Das große Thema ist die Versorgungssicherheit: Wie überbrückt man Flauten, wenn der Wind nicht weht oder wenn die Sonne nicht scheint. Dann braucht man Speichersysteme, die dann zu Verfügung stehen. Das ist auch das ist ein Punkt, an dem wir arbeiten.

Zusammenfasst: technisch ist schon fast alles möglich, man muss nur wollen. Und weil die Politik sich langsam bewegt, ist der schlaue Weg, es selbst in die Hand zu nehmen und den Markt zu erobern?

Wir sind eine Genossenschaft, also kein rein gewinnorientiertes Unternehmen. Das Geld, das wir verdienen, investieren wir in die Energiewende.

Und Energiewende heißt eben dezentral, in der Hand von Bürgern, das ist das Ideal. Nicht nur in der Hand weniger Konzerne. So wie das alte System aufgebaut war.

Vielen Dank an alle AusserGewöhnlichen Berliner für diesen inspirierenden Salon. Zusammen können wir Berlin verändern.

Und irgendwann vielleicht sogar die Welt. Auf die Nachhaltigkeit und auf die Energiewende!

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