Kunst-Profi Wolfram Rossner über die 5 Berliner Museen, die man gesehen haben muss

Wolfram Rossner, Initiant der „Art Thinking Method“ ©AusserGewöhnlich Berlin

Wozu Kunst in Berlin?

Berlins schärfstes Museumscafé und die fünf Museen, die man gesehen haben muss. Kunst-Profi Wolfram Rossner im Interview.

Was hat Berlin mit Kunst gemeinsam?

Berlin besitzt die absolute Offenheit gegenüber neuen Dingen. Daher ist hier vieles möglich, was anderswo nicht gehen würde. Für die Kunst darf es keine Einschränkungen geben! Berlin ist damit der perfekte Ort für künstlerische Auseinandersetzungen!

Kunst in Berlin: Wolfram Rossner verrät uns seine Geheimtipps

Wolfram Rossner über Kunst in Berlin ©AusserGewöhnlich Berlin

Stichwort Kunst in Berlin: Die fünf Berliner Museen, die man unbedingt gesehen haben muss?

  1. Kunst in Berlin – Tipp 1: Die Gemäldegalerie: hier bekommt man die alten europäischen Meisterwerke vom 13. bis 18. Jahrhundert zu Gesicht. Momentan sind dort die Arbeiten der Renaissancekünstler Andrea Mantegna und Giovanni Bellini in der gleichnamigen Ausstellung zu sehen. Eine Kombination, die es so noch nie gegeben hat. Unbedingt anschauen!
  2. Kunst in Berlin – Tipp 2: Das Kupferstichkabinett: Zeitreise-Fans können im Kupferstichkabinett von klassischen Meistern der Renaissance bis zu abgedrehter Temporary Art durch die Zeitalter der Papierkunst wandern. Ein Geheimtipp: Das schönste Ausstellungsstück ist der sogenannte „Kettenplan“. Das ist eine Stadtansicht von Florenz um 1500. Wer den anschauen möchte, muss sich anmelden, dann wird das Bild auf Rädern hochgeschoben und man geniesst eine Privataudienz mit dem Kunstwerk.
  3. Kunst in Berlin – Tipp 3: Das Urban Nation: Das ist DAS Museum für Urban Art, in dem die Werke vieler namenhafter Street Art Künstler ausgestellt sind. Die dortigen Führungen sind legendär.
  4. Kunst in Berlin – Tipp 4: Der Hamburger Bahnhof: im szenigen Ambiente des ehemaligen Endbahnhofs der Strecke Hamburg-Berlin fahren heute keine Züge mehr. Dafür wird Kunst ab der zweiten Jahrhunderthälfte ausgestellt – auf überwältigenden 10.000 Quadratmetern.
  5. Kunst in Berlin – Tipp 5: Das Münzkabinett: Dieses Museum liegt auf der Museumsinsel und ist nicht halb so verstaubt, wie der Name vermuten lässt, im Gegenteil: Die alten Münzen und Medaillen, die dort ausgestellt werden, sind Zeugen des Storytellings der Antike und Renaissance. Vor allem Kaiser und Könige haben sich mit ihrem Abbild, den zugehörigen Attributen und ausgefallenen Sinnsprüchen verewigen lassen.

Und das beste Café in einem Berliner Museum?

„Definitiv das Museumscafé im Bode-Museum: Zwei Freitreppen führen zu einer Empore, dem sich das Café anschließt. Dort fühlt man sich wie in einem Schloss der Preußischen Könige.“


Abschlussfrage: Was hängt bei Ihnen zu Hause im Wohnzimmer?

Unter anderem eine Arbeit von Christo Daskaltsis, Öl auf Aluminium. Der Künstler versucht aufzuzeigen, dass das Sehen nicht zwischen Abbildung und Wahrnehmung unterscheidet. Er nennt diesen Prozeß die „Imitation der Wahrnehmung“.

Wolfram Rossner verbindet Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft und bietet Führungstrainings mit Kunst in Berlin an.

Als Founder der ART-THINKING℠ METHOD nutzt er Kunst als Kreativmotor, Transferanker und Innovationsbeschleuniger.

Übrigens: Wenn ihr den jungen Flüchtling kennenlernen wollt, schaut mal bei Peek & Cloppenburg vorbei oder bei Wolfram Rossner. Er macht nämlich eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann mit Abitur. Außerdem ist er zur Familie geworden.

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