Christoph Brem im Interview

Inventorum-Gründer Christoph Brem ©AusserGewöhnlich Berlin

Rettung für 400 Milliarden – Inventorum Christoph Brem

Der Inventorum-Gründer und AusserGewöhnliche Berliner erzählt uns, wie er online- mit offline-shopping verbindet und warum Berlin etablierte Firmen vor sich her treibt.

Die Lösung von Problemen mit dem Neuen liegt in der Verbindung mit dem Alten. Christoph Brem hat aus diesem Wissen ein Kassen-System gemacht, das deutsche Fussgängerzonen, Shoppingmeilen und kleine Geschäfte retten wird.

Der Inventorum-Gründer und AusserGewöhnliche Berliner erzählt uns, wie er online- mit offline-shopping verbindet und warum Berlin etablierte Firmen vor sich her treibt.

 

Ein Satz über Berlin?

Es geht auch ohne neuen Flughafen.

 

Christoph Brem und Inventorum
Verbindung von E-Commerce und stationärem Handel ©AusserGewöhnlich Berlin

Wie wird sich das Einkaufen in Zukunft verändern? Hast du ein paar Beispiele?

Wenn man heute einen Fernseher kauft, würden die meisten Menschen wahrscheinlich mit einer Recherche im Internet anfangen.

Dort sind Tests, Meinungen und Umfragen weit umfangreicher vorzufinden als ein (meist Marken-vorbelasteter) Verkäufer in einem Ladengeschäft bieten kann. Trotzdem geht man zum Kauf dann oft in den Laden, da man vorher die Bildqualität, Handhabung der Fernbedienung und die tatsächliche Erscheinung des bald das Wohnzimmer zierenden Stücks in Augenschein nehmen will. Das ist eine klassische Verbindung der Vertriebskanäle E-Commerce und stationärer Handel. Und von solchen Prozessen gibt es schon etliche Abwandlungen, auf welche sich auch der kleine Einzelhändler einstellen muss. Man denke nur an Click & Collect, wobei der Kunde im Internet einkauft, aber die Ware im Ladengeschäft abholt. Oder der umgekehrte Weg, wenn die Kundin die Ware aus dem Laden zum Anprobieren mit nach Hause nimmt, bei Gefallen online bezahlt oder sich einen Rücksendeschein ausdrucken lässt.

 

Bald werden doch sowieso alle nur noch online einkaufen. Oder doch nicht?

Die Geschwindigkeit, in der sich Dinge verändern, nimmt rasant zu. Trotzdem würde es einige Zeit dauern, bis 400 Mrd. Euro Einzelhandelsvolumen (90% des Handels) alleine in Deutschland online wandern. Viel wichtiger ist aber, dass wir uns von der Trennung Online/Offline verabschieden sollten, denn die Trennung der Vertriebswege wird sich eher miteinander verknüpfen, statt getrennt ein Wettrennen zu veranstalten. In meinem Fernseher-Beispiel wurde die Information online beschafft, der Kauf im Laden getätigt, und wenn das Produkt nicht im Laden verfügbar war, vielleicht aus dem Lager nach Hause geschickt. War das jetzt E-Commerce, Einzelhandel oder Versandhandel? Der Kundin ist das egal, sie will nur einen Fernseher, der beste Tests hatte, von Freunden empfohlen wurde und ins Budget passt. Und mit der Erwartung wächst die nächste Generation auf. Also müssen sich Händler darauf einstellen.

 

Startups wollen nach Berlin
Berlin, die Gründerhauptstadt Europas ©AusserGewöhnlich Berlin

Welche Rolle spielt Berlin bei der zunehmenden Digitalisierung unseres Alltags in Deutschland?

Berlin ist die Gründerhauptstadt Europas und weltweit in der Spitze. Start-Ups sind der treibende Motor in Sachen Digitalisierung und Innovation.

Wenn auch nicht nur selbst, so treiben sie die etablierten Firmen mit digitalen Lösungen für bekannte und neue Prozesse vor sich her. Berlin hat hier die nötige Anziehungskraft, Talente aus der ganzen Welt zu holen, um diese Aufgaben umzusetzen. Auch Investoren haben dies erkannt und pumpen viel Geld in den Berliner Markt, auch wenn es immer noch nicht ganz das Niveau anderer Technologiezentren wie in den USA erreicht. Aber die Stadt hat das Potenzial dazu.

 

Die Zukunft Berlins
Online und Offline verschwimmen ©AusserGewöhnlich Berlin

Was macht Inventorum? Und wie verändert Ihr die Welt?

INVENTORUM hilft dem stationären Händler dabei, seine Verkaufsprozesse in einem System ohne grossen technischen und finanziellen Aufwand zu managen und den Schritt ins Onlinegeschäft fast spielend zu gehen. Unsere All-in-One-App vereint Kasse, Warenwirtschaft, Buchhaltung und Onlineshop in einer Software. Der Händler hinterlegt seine Artikel im System, verkauft mobil auf dem iPad mit allen gewohnten Funktionen, speichert alle Daten digital für die Buchhaltung und kann sogar seinen eigenen Onlineshop eröffnen bzw. anbinden. Flexibel auf dem iPad präsentiert und verkauft er seine Artikel, überprüft Bestände und kann von überall Umsätze überprüfen, zur Not auch vom heimischen Sofa. Wir lockern also alle Bereiche auf, verbinden sie miteinander und eröffnen neue Verkaufschancen. Der Onlineshop ist einfach erstellt, leicht zu bedienen und an die Warenwirtschaft und Buchhaltung im stationären Geschäft angebunden, wodurch gerade nicht-technische Händler die Angst vorm E-Commerce genommen wird.

 

Warum sollte gerade der kleine Einzelhandel, wie Kioske oder kleine Geschäfte, jetzt etwas ändern? Und was?

Zunächst einmal gibt es dafür formelle Gründe. Das Finanzamt verschärft ab 1.1.2017 die Anforderungen an elektronische Kassen (Stichwort GoBD), so dass viele bestehende, meist nicht mehr als bessere Taschenrechner ausgestattete, Kassen ersetzt werden müssen. Verbindet man diesen erhöhten Verwaltungsaufwand mit den neuen Anforderung aus der Verknüpfung zwischen E-Commerce und stationärem Handel, dann macht ein System wie unseres viel Sinn. Auch wenn man nicht zum E-Commerce Profi werden will, so wird die Auffindbarkeit der eigenen Produkte über internetfähige Geräte, vor allen Dingen mobil, unabdingbar. Denn über die geografische Nähe, sofortige Verfügbarkeit und die Beratung schafft dieser Weg eine Möglichkeit, selbst für die kleinsten Händler gegen grosse Ketten und internet Pure Player wettbewerbsfähig zu bleiben. Was ich gerne in den Köpfen ändern möchte, ist die Scheu vor der Digitalisierung. Vielmehr kann sich das Alte mit dem Neuen verbinden und gemeinsam gestalten wir die Zukunft des Einzelhandels.

Das Inventorum- Interview wurde erstmals im eMagazin von AusserGewöhnlich Berlin in der Ausgabe 12/2016 veröffentlicht.

Inventorum kann jeder sofort kostenlos ausprobieren. Einfach auf www.inventorum.de gehen und Inventorum testen.

 

Die Lösung von Problemen mit dem Neuen liegt in der Verbindung mit dem Alten. Christoph Brem hat aus diesem Wissen ein Kassen-System gemacht, das deutsche Fussgängerzonen, Shoppingmeilen und kleine Geschäfte retten wird.

Der Inventorum-Gründer und AusserGewöhnliche Berliner erzählt uns, wie er online- mit offline-shopping verbindet und warum Berlin etablierte Firmen vor sich her treibt.

 

Ein Satz über Berlin?

Es geht auch ohne neuen Flughafen.

 

Christoph Brem und Inventorum
Verbindung von E-Commerce und stationärem Handel ©AusserGewöhnlich Berlin

Wie wird sich das Einkaufen in Zukunft verändern? Hast du ein paar Beispiele?

Wenn man heute einen Fernseher kauft, würden die meisten Menschen wahrscheinlich mit einer Recherche im Internet anfangen.

Dort sind Tests, Meinungen und Umfragen weit umfangreicher vorzufinden als ein (meist Marken-vorbelasteter) Verkäufer in einem Ladengeschäft bieten kann. Trotzdem geht man zum Kauf dann oft in den Laden, da man vorher die Bildqualität, Handhabung der Fernbedienung und die tatsächliche Erscheinung des bald das Wohnzimmer zierenden Stücks in Augenschein nehmen will. Das ist eine klassische Verbindung der Vertriebskanäle E-Commerce und stationärer Handel. Und von solchen Prozessen gibt es schon etliche Abwandlungen, auf welche sich auch der kleine Einzelhändler einstellen muss. Man denke nur an Click & Collect, wobei der Kunde im Internet einkauft, aber die Ware im Ladengeschäft abholt. Oder der umgekehrte Weg, wenn die Kundin die Ware aus dem Laden zum Anprobieren mit nach Hause nimmt, bei Gefallen online bezahlt oder sich einen Rücksendeschein ausdrucken lässt.

 

Bald werden doch sowieso alle nur noch online einkaufen. Oder doch nicht?

Die Geschwindigkeit, in der sich Dinge verändern, nimmt rasant zu. Trotzdem würde es einige Zeit dauern, bis 400 Mrd. Euro Einzelhandelsvolumen (90% des Handels) alleine in Deutschland online wandern. Viel wichtiger ist aber, dass wir uns von der Trennung Online/Offline verabschieden sollten, denn die Trennung der Vertriebswege wird sich eher miteinander verknüpfen, statt getrennt ein Wettrennen zu veranstalten. In meinem Fernseher-Beispiel wurde die Information online beschafft, der Kauf im Laden getätigt, und wenn das Produkt nicht im Laden verfügbar war, vielleicht aus dem Lager nach Hause geschickt. War das jetzt E-Commerce, Einzelhandel oder Versandhandel? Der Kundin ist das egal, sie will nur einen Fernseher, der beste Tests hatte, von Freunden empfohlen wurde und ins Budget passt. Und mit der Erwartung wächst die nächste Generation auf. Also müssen sich Händler darauf einstellen.

 

Startups wollen nach Berlin
Berlin, die Gründerhauptstadt Europas ©AusserGewöhnlich Berlin

Welche Rolle spielt Berlin bei der zunehmenden Digitalisierung unseres Alltags in Deutschland?

Berlin ist die Gründerhauptstadt Europas und weltweit in der Spitze. Start-Ups sind der treibende Motor in Sachen Digitalisierung und Innovation.

Wenn auch nicht nur selbst, so treiben sie die etablierten Firmen mit digitalen Lösungen für bekannte und neue Prozesse vor sich her. Berlin hat hier die nötige Anziehungskraft, Talente aus der ganzen Welt zu holen, um diese Aufgaben umzusetzen. Auch Investoren haben dies erkannt und pumpen viel Geld in den Berliner Markt, auch wenn es immer noch nicht ganz das Niveau anderer Technologiezentren wie in den USA erreicht. Aber die Stadt hat das Potenzial dazu.

 

Die Zukunft Berlins
Online und Offline verschwimmen ©AusserGewöhnlich Berlin

Was macht Inventorum? Und wie verändert Ihr die Welt?

INVENTORUM hilft dem stationären Händler dabei, seine Verkaufsprozesse in einem System ohne grossen technischen und finanziellen Aufwand zu managen und den Schritt ins Onlinegeschäft fast spielend zu gehen. Unsere All-in-One-App vereint Kasse, Warenwirtschaft, Buchhaltung und Onlineshop in einer Software. Der Händler hinterlegt seine Artikel im System, verkauft mobil auf dem iPad mit allen gewohnten Funktionen, speichert alle Daten digital für die Buchhaltung und kann sogar seinen eigenen Onlineshop eröffnen bzw. anbinden. Flexibel auf dem iPad präsentiert und verkauft er seine Artikel, überprüft Bestände und kann von überall Umsätze überprüfen, zur Not auch vom heimischen Sofa. Wir lockern also alle Bereiche auf, verbinden sie miteinander und eröffnen neue Verkaufschancen. Der Onlineshop ist einfach erstellt, leicht zu bedienen und an die Warenwirtschaft und Buchhaltung im stationären Geschäft angebunden, wodurch gerade nicht-technische Händler die Angst vorm E-Commerce genommen wird.

 

Warum sollte gerade der kleine Einzelhandel, wie Kioske oder kleine Geschäfte, jetzt etwas ändern? Und was?

Zunächst einmal gibt es dafür formelle Gründe. Das Finanzamt verschärft ab 1.1.2017 die Anforderungen an elektronische Kassen (Stichwort GoBD), so dass viele bestehende, meist nicht mehr als bessere Taschenrechner ausgestattete, Kassen ersetzt werden müssen. Verbindet man diesen erhöhten Verwaltungsaufwand mit den neuen Anforderung aus der Verknüpfung zwischen E-Commerce und stationärem Handel, dann macht ein System wie unseres viel Sinn. Auch wenn man nicht zum E-Commerce Profi werden will, so wird die Auffindbarkeit der eigenen Produkte über internetfähige Geräte, vor allen Dingen mobil, unabdingbar. Denn über die geografische Nähe, sofortige Verfügbarkeit und die Beratung schafft dieser Weg eine Möglichkeit, selbst für die kleinsten Händler gegen grosse Ketten und internet Pure Player wettbewerbsfähig zu bleiben. Was ich gerne in den Köpfen ändern möchte, ist die Scheu vor der Digitalisierung. Vielmehr kann sich das Alte mit dem Neuen verbinden und gemeinsam gestalten wir die Zukunft des Einzelhandels.

Das Inventorum- Interview wurde erstmals im eMagazin von AusserGewöhnlich Berlin in der Ausgabe 12/2016 veröffentlicht.

Inventorum kann jeder sofort kostenlos ausprobieren. Einfach auf www.inventorum.de gehen und Inventorum testen.

 

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