Das House of One ist ein Drei-Religionen-Haus, das 2019 in Berlin errichtet wird: Die Initiatoren

Pfarrer Gregor Hohberg, Rabbi Andreas Nachama, Imam Kadir Sanci vom House of One ©KlemensRenner

Weltfrieden aus Berlin – House of One

House of One: Das weltweit einmalige Drei-Religionen-Haus am Petriplatz.

Was ist das House of One?

Das House of One ist ein Friedensprojekt.

Es ist ein Haus, das eine Synagoge eine Kirche und eine Moschee unter einem Dach beherbergt. Gegründet wurde es von einer jüdischen, einer christlichen und einer muslimischen Gemeinde, die sich zusammengeschlossen haben.

Was ist das Ziel?
Wir wollen die friedensschaffende Kraft der Religion herausstellen. Denn wenn man heute über Religionen spricht, dann ist das oft mit Vorurteilen verbunden. Der Islam wird mit Terror in Verbindung gebracht oder das Judentum mit Antisemitismus. Und genau dem wollen die Gemeinden entgegenwirken.

Das House of One soll den Dialog der Religionen und der Stadtgesellschaft fördern.

Was ist die Idee?
Die Idee ist Begegnung. Das zeigt auch die Architektur:
In der Mitte des House of One ist ein großer Begegnungsraum für alle anderen Religionen und nicht-religiöse Menschen.

Wer hat die Idee des Drei-Religionen-Hauses gehabt? Was ist die Geschichte dahinter?
Eine der ersten Kirchen in Berlin war die St.-Petri-Kirche. Sie wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Die fünfte Version von ihr, wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und in der DDR abgerissen. Das Gelände war dann ein Parkplatz.

Nach der Wende ist die Stadt Berlin an die Petri Gemeinde, eine der Gründungsgemeinden des House of One, herangetreten und hat gesagt, dass sie über das Grundstück verfügen könnten.

Als die Gemeinde überlegt hat, was man aus dem Parkplatz machen könnte, haben sie festgestellt, dass sich Berlin seit damals stark verändert hat:
Viele Menschen aus anderen Regionen, Ländern und Kontinenten leben in Berlin. Und diese Vielfalt zeigt sich auch in der religiösen Welt Berlins. Genau das wollte die Gemeinde abbilden.

Die Initiatoren geben mit dem House of One dem Dialog der Religionen einen Ort. Und so entstand die Idee von einem Mehrreligionenhaus.

Gibt es sowas auch woanders?
Es gibt Mehrreligionenhäuser, aber nicht mit dieser Konsequenz, dass sich drei Religionen zusammenschließen und gemeinsam ein Haus errichten, das für alle offen ist.

Um das House of One zu entwerfen, gab es einen Architekturwettbewerb: Gewonnen hat Kuehn Malvezzi

So wird das House of One aussehen ©Michel Koczy

Zum Schluss noch ein paar Infos über das House of One

Die Idee ist 2009 entstanden. Die Initiatoren haben einen Verein gegründet, der 2014 in die Stiftung House of One umgewandelt wurde. Um das Haus zu entwerfen, gab es einen internationalen Architektur Wettbewerb, an dem sich viele Büros weltweit beteiligt hatten. Gewonnen hat Kuehn Malvezzi, ein Berliner Büro.

Initiatoren
Die Initiatoren sind die evangelische Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien, von der die Initiative ausging, die Jüdische Gemeinde zu Berlin, im Verbund mit dem Rabbinerseminar Abraham-Geiger-Kolleg, und die muslimische Dialoginitiative Forum Dialog e.V.

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