Alexander S. Wolf, Ines Zimzinski, Konny Gellenbeck und Carsten Otto eröffnen das vierte Treffen von Gute Kräfte Berlin

Alexander S. Wolf, Ines Zimzinski, Konny Gellenbeck und Carsten Otto ©AusserGewöhnlich Berlin

Gute Kräfte Berlin – Das Treffen der Berliner Stiftungen

Gute Kräfte Berlin: Die Stiftungen in Berlin vernetzen sich bei Gute Kräfte Berlin.

In Berlin gibt es mittlerweile etwa 960 Stiftungen (Quelle: Stiftungsverzeichnis über die rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Berlin). Alle setzen sich für gemeinnützige Ziele ein und helfen dabei, diese Stadt besser zu machen. Mit etwas besserer Koordination könnten sich die guten Berliner Kräfte in vielen Bereichen die Arbeit gegenseitig erleichtern. Gute Kräfte Berlin: Das Berliner Stiftungs-Meetup ist die neue Initiative, um dieses Ziel zu erreichen.

taz: Hier fand das dritte Berliner Stiftungstreffen statt

Gute Kräfte Berlin: Das vierte Treffen bei der taz ©AusserGewöhnlich Berlin

4. TREFFEN DER BERLINER STIFTUNGEN: GUTE KRÄFTE BERLIN

Das vierte Treffen der Guten Kräfte Berlin fand am 10. April bei der taz statt. Über 100 Gäste waren dabei.

Staatssekretärin Sawsan Chebli hielt die Begrüssungs-Rede. Hier sind Auszüge aus der Rede:

Mich als Unterstützerin haben Sie an ihrer Seite.“

„Ich sage immer: Politik kann vieles, aber die Politik hätte ein Problem, wenn es nicht Menschen wie Sie gäbe, die sich für die Stadt engagieren. Und dafür sind wir echt wahnsinnig dankbar. Und ich weiß, dass es nicht reicht, Ihnen nur auf die Schulter zu klopfen. Wir als Politik müssen den Anspruch haben, die Rahmenbedingungen und Strukturen zu verbessern, damit bürgerschaftliches Engagement funktionieren kann. Das ist mein Auftrag.

Die Entwicklung im Stiftungswesen gehört zu den Erfolgsgeschichten Berlins.

Nur um ein paar Zahlen zu nennen: Anfang 1990 gab es etwa 290 Stiftungen in Berlin. Im Jahr 2003 waren es rund 440. Und heute sind es 959 rechtfähige Stiftungen mit Sitz in Berlin. Das sind mehr als drei Mal so viele, wie im Jahr der Wiedervereinigung.

Das sind Zahlen, die sich wirklich sehen lassen können. Und inzwischen kommen auch viele internationale Stiftungen zu uns.

Man kann durchaus sagen, Berlin ist auf dem besten Weg wieder eine Stadt der Stiftungen und Stifter zu werden.

Das macht uns stolz und das zeigt, dass Berlin tatsächlich auch für die Außenwelt als das wahrgenommen wird, wie wir es gerne haben möchten: Als vielfältige tolerante und weltoffene Stadt.

Und ich finde, das Berliner Stiftungsmeetup, mit dem neuen Namen Gute Kräfte Berlin, ist ein wirklich toller Raum, um sich zu vernetzen und sich auszutauschen.

Herr Wolf hat gesagt, dass es nicht reicht, mal kurz die Visitenkarte auszutauschen. Und ich mache das auch inzwischen gar nicht mehr. Denn Smalltalk bringt uns nicht weiter.

Wenn wir über Digitalisierung sprechen oder bürgerschaftliches Engagement, dann muss ich sagen, dass wir als Senat noch in den Kinderschuhen sind. In diesem Bereich müssen wir lernen, auch von Ihnen.

Denn die ganze Landschaft des bürgerschaftlichen Engagements nicht, ohne dass wir mit dem Fortschritt im Bereich Digitalisierung mitgehen. An einer Stelle nur ein paar Beispiele

Kaum eine Freiwilligenagentur, das sind ja die Anlaufstellen für bürgerschaftliches Engagement, kommt heute ohne digitale Präsenz aus. Es gibt immer mehr Organisationen, Initiativen und Projekte, die mit Apps arbeiten, um in Nachbarschaften, Kiezen und Bezirken um Beteiligung zu werben. Diejenigen, die die Plattform Wikipedia rund um den Globus pflegen, sind Ehrenamtliche. Die Vermittlung von Spenden und Freiwilligen läuft heute durch digitale Plattformen. Gute Kräfte nutzen aktiv Social Media für die Demokratie, aber auch für Hetze. Ich finde, man kann auf der einen Seite sagen, dass Digitalisierung das größte Geschenk ist, das wir haben. Aber Digitalisierung kann auch die größte Bedrohung für Demokratie sein.

Die Parteien müssen sich viel mehr für Digitalisierung, bürgerschaftliches Engagement und die Verteidigung demokratischer Kräfte einsetzen.

Ich finde, wir brauchen nicht nur eine demokratieverträgliche Digitalisierung, sondern eine Digitalisierung, die die demokratische Teilhabe und den sozialen Zusammenhalt stärkt.

Es ist gut, dass beim vierten Berliner Stiftungsmeetup die Guten Kräfte Berlins zusammen sind, um auch über dieses Thema zu brainstormen. Ich finde, wir müssen den digitalen Raum für den guten Zweck und für ein gemeinsames Miteinander zurückgewinnen.

Ich weiß dass es schwer ist, aber wir als Senatskanzlei werden das Thema Digitalisierung auf jeden Fall als ein Hauptthema in der Engagement-Strategie aufnehmen.

Ab Sommer fangen wir an, die Engagement-Strategie für Berlin zu entwickeln und da setzen wir auf Leute, die Ahnung haben und uns helfen können, eine Gegenstimme zu entwickeln.

Sie machen heute einen wichtigen Schritt. Es gibt auf jeden Fall Grund zur Hoffnung und Zuversicht. Ich hoffe das vom heutigen Gute Kräfte Meeting ein guter Spirit ausgeht.

Mich als Unterstützerin haben Sie an ihrer Seite.

Björn Lampe von betterplace.org

Björn Lampe, Vorstand der Spenden-Plattform betterplace.org ©AusserGewöhnlich Berlin

Der Großmeister der digitalen Spendenwelt Björn Lampe, Vorstand der Spenden-Plattform betterplace.org, sprach über das Thema Digitalisierung. Betterplace ist Deutschlands größte Spendenplattform. Björn Lampe erklärte, wie man Menschen online animieren kann und wie man Spenden einsammelt.

Anschließend teilten sich die anwesenden Stiftungen wieder in ihre Gesprächsrunden, um über aktuelle Projekte und gemeinsame Kooperationen zu sprechen.

Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen der Guten Kräfte Berlin.

Gute Kräfte Berlin: Patrick Siegele vom Anne Frank Zentrum Berlin, Alexander S. Wolf von AusserGewöhnlich Berlin, Dietmar Roller von IJM Deutschland beim vierten Treffen

Patrick Siegele vom Anne Frank Zentrum Berlin, Alexander S. Wolf von AusserGewöhnlich Berlin, Dietmar Roller von IJM Deutschland ©AusserGewöhnlich Berlin

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Der Berlin Code ist die Berlin-Anleitung.
Der Berlin Code

Wie funktioniert Berlin? Was ist typisch Berlin? Wie ticken die Berliner?

Der Berlin Code beschreibt Berlin und die Berliner Lebenseinstellung.

Hier erfährst Du die Grundwerte der Stadt in 11 Geboten.

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3. TREFFEN DER BERLINER STIFTUNGEN: GUTE KRÄFTE BERLIN

Das dritte Treffen fand am 06. Februar 2019 in der Konrad-Adenauer-Stiftung statt. Über 60 Berliner Stiftungen waren dabei.

Der Gute Kräfte Berlin Co-Initiator Carsten Otto von der Stiftung Berliner Sparkasse:

„Die Idee von Gute Kräfte Berlin? Die Akteure der Berliner Gemeinnützigkeitsszene zusammenbringen, um die guten Kräfte in Berlin noch besser miteinander zu verbinden, zu bündeln und damit stärker zu machen.“

Inzwischen ist die Idee von Carsten Otto, Konny Gellenbeck und Alexander Wolf durch viele Initiativen aufgegriffen worden.

Zum 3. Berliner Stiftungs-Meetup der guten Kräfte kamen schon über 60 Gäste.

Gute Kräfte Berlin: Knapp 60 Berliner Stiftungen waren beim dritten Berliner Stiftungs-Meetup in der Konrad-Adenauer-Stiftung

Das Stiftungstreffen der guten Kräfte Berlin in der Konrad-Adenauer-Stiftung ©AusserGewöhnlich Berlin

Selina Byfield, Geschäftsführerin von querstadtein e.V. steht stellvertretend für das positive Feedback :

„In Berlin gibt es unglaublich viele Stiftungen und gemeinnützige Organisationen, die spannende Ideen schmieden und umsetzen. Allzu oft kämpft dabei allerdings jeder für sich. Wenn wir uns, wie heute Abend, trauen, über den Tellerrand unserer eigenen Projekte hinauszuschauen, Kompetenzen zu bündeln, und Wissen miteinander zu teilen, können wir starke Kräfte für noch mehr gesellschaftliche Wirkung freisetzen.“

Gute Kräfte Berlin: Das Berliner Stiftungs-Meetup hat sich inzwischen schon so etabliert, dass eine der  Koryphäen im deutschen Stiftungswesen ihre Aufwartung machte:

Lukas Beckmann beim dritten Berliner Stiftungs-Meetup, Gute Kräfte Berlin

Gute Kräfte Berlin: Lukas Beckmann beim Berliner-Stiftungs-Meetup ©AusserGewöhnlich Berlin

Lukas Beckmann, der “Gründervater der Grünen” (FAZ), langjähriger Vorstand der GLS Treuhand und Gründer der Heinrich-Böll-Stiftung beehrte das Gute Kräfte Berlin Meetup mit einer KeyNote.

Er ging auf die größten Hindernisse der Stiftungsarbeit ein und beschwor stärkere Kooperation:

„Man kann den Egoismus in Stiftungen nur überwinden, wenn man gemeinsam Ziele hat. Über diese Ziele muss man sich verständigen und da geht es um ein gemeinsames Verständnis von der gesellschaftspolitischen Bedeutung von Stiftungen.“ so Lukas Beckmann.

Gute Kräfte Berlin: Beim 2. Gute Kräfte Berlin Meetup hatten sich die Stiftungen unter anderem darauf geeinigt, dass sie Projektpools bilden möchten – Stiftungen, die ähnliche Projekte haben, wollen enger zusammenarbeiten, um so Ressourcen zu bündeln und Aufwand zu reduzieren.

Gute Kräfte Berlin: Die Themen, an denen die Berliner Stiftungen beim Berliber Stiftungs-Meetup arbeiten wollen

Gute Kräfte Berlin: An diesen Themen wollen die Berliner Stiftungen arbeiten ©AusserGewöhnlich Berlin

Daher wurden diesmal die Teilnehmer gebeten, ihre aktuellen Projekte vorzustellen.

Die Ergebnisse der guten Kräfte Berlins beim dritten Berliner Stiftungs-Meetup wurden in  drei Themengebiete zusammengefasst:

1) WERTE & DEMOKRATIE

Arbeit zur Vermittlung gesellschaftlicher Werte, . Weitergabe von Know-How, Ausbildung für Kinder und Jugendliche zur Stärkung der demokratischen Grundeinstellung.

2) EMPOWERMENT

Die guten Kräfte Berlin geben den Schwachen eine Stimme: Obdachlose, Menschen mit schweren Krankheiten oder Behinderungen oder Senioren eine Stimme geben.
Gemeinsame Projekte zu Inklusion, Dialog und Empowerment .

3) DIGITALISIERUNG
Strukturelle Verbesserung und Erleichterung der Arbeit von Stiftungen,. z.B. Stiftungssoftware, zur Vereinfachung der Verwaltung (Management, Antragswesen, Abrechnungen, etc .), digitale Medien und Social Media.

Gute Kräfte Berlin: Projekte der Berliner Stiftungen

Die aktuellen Projekte der Berliner Stiftungen ©AusserGewöhnlich Berlin

Die gebildeten Gruppen vereinbarten noch am Abend, sich in den nächsten Monaten enger zu verzahnen und Projekte miteinander abzustimmen. Auch eine zentrale Koordinationsstelle wurde beschlossen, die im April ihre Arbeit aufnehmen wird.

Gute Kräfte Berlin: Wenn es dem dritten Sektor in Berlin gelingt, das Miteinander zu intensivieren, strukturelle- und organisatorische Hürden aufzuweichen und sich gegenseitig besser zu koordinieren, wird die Sichtbarkeit  exponentiell zunehmen. Die Arbeit in der Verwaltung wird einfacher und schneller gehen, Ressourcen werden wieder mehr für die Projekte und Ergebnisse eingesetzt.  Die Initiative des Berliner Stiftungs-Meetup ist der gelungene Beginn einer Entwicklung, an deren Ende Berlin als ein für sein bürgerschaftliches Engagement weltweit geachteter Standort stehen soll.

Gute Kräfte Berlin: Wir sind auf die Ergebnisse des nächsten Stiftungs-Meetup gespannt. Das findet am 10. April im taz Café statt.

Stiftungen in Berlin beim zweiten Berliner Stiftungs-Meetup

Stiftungen in Berlin in der Stiftung Berliner Sparkasse ©Berliner Sparkasse

2. TREFFEN DER BERLINER STIFTUNGEN: GUTE KRÄFTE BERLIN

Das zweite Treffen der Guten Kräfte Berlin fand am 25.09.2018 in der Stiftung Berliner Sparkasse statt. Knapp 35 Berliner Stiftungen waren dabei.

Hier geht es zum Artikel.

Begrüßung beim Stiftungs-Meetup im taz Café am Checkpoint Charlie

Carsten Otto von der Stiftung Berliner Sparkasse, Konny Gellenbeck von der taz Panter-Stiftung und Alexander S. Wolf von AusserGewöhnlich Berlin @AusserGewöhnlich Berlin

1. TREFFEN DER BERLINER STIFTUNGEN: GUTE KRÄFTE BERLIN

Das erste Treffen der Guten Kräfte Berlin fand am 12. Juni 2018 im taz Café statt. Mehr als 30 Berliner Stiftungen waren dabei.

Hier geht es zum Artikel.

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