Grüsse aus dem Tegeler Exil – Leonhard Müller live aus der Askania Lounge

Leonhard Müller ist der Gründer der Askania Uhrenmanufaktur. Mit uns spricht er über Politik, Eliten und Berliner Strukturen.

Leonhard R. Müller (c) Dario Lehner
Leonhard R. Müller (c) Dario Lehner

“Das Beste an Berlin ist ja immer noch Die Toleranz der Menschen und der Flair der unterschiedlichen Stadtteile. Leider beinhaltet das auch eine bis ins Endlose gehende Toleranz gegenüber einer mutlosen politischen Führung, unter der die Entwicklung Berlins leidet – von Wilmersdorf bis Schönefeld.

 

Unsere Eliten müßten endlich zielorientierter arbeiten und wagen, über den Schatten der Parteiideologie zu springen – an einem Strang ziehen. Es darf doch nicht um das Wohl unserer Parteien gehen, sondern um das Wohl unserer Stadt. Ja, es gibt fähige Politiker, aber solange die Ungeeigneten nur ihren persönlichen Vorteil suchen, fehlt den Fähigen die notwendige Unterstützung. Und diejenigen, die jetzt ´das Sagen haben´ bekommen es aus den vorgenannten Gründen einfach nicht hin.

Berlins Politiker schielen immer auf prestigeträchtige Großprojekte, die den `großen Durchbruch` bringen sollen, anstatt sich der kontinuierlichen, langweiligen, harten Kärnerarbeit für das eigentliche Herz unserer Metropole zu widmen: Den kleinen und mittleren Unternehmen. In Baden-Württemberg, woher ich stamme, haben gerade die über Jahrzehnte entstandenen kleinen und mittelständischen Unternehmen das Fundament einer sehr erfolgreichen Wirtschaft gelegt.

Unser Problem sind die alten Berliner Strukturen, die nicht mit der Stadt gewachsen sind.

Doch es gibt ja Hoffnung. Immer mehr ´Neu-Berliner fühlen sich verantwortlich für Berlin und unsere Entwicklung. Aufgrund der Zuwanderung aus der ganzen Welt gibt es den ´typischen´ Berliner ja fast gar nicht mehr. Und so einer bin ich. Ich fühle mich als Berliner. Ich fühle mich verantwortlich.

Ich will, daß es Berlin gut geht.

Und trotz der manchmal schwierigen Situation hier empfehle ich jungen Leuten, die etwas starten wollen, es in Berlin zu tun. Denn nirgendwo findet man größere Beachtung für Neues. Und Bekanntheit ist notwendig, um erfolgreich  zu sein.

Gerade Berlin ist offen für außergewöhnliche Menschen mit außergewöhnlichen Ideen. Diese Stadt hatte schon so viele herausragende Persönlichkeiten (ich habe z.B. noch Axel Springer kennen lernen dürfen), wir haben eine Tradition großer Erfolge und nicht nur der Pleiten und Pannen.

Wir müssen einfach nur wieder zulassen, daß nicht die Gewöhnlichen den Stil dieser außergewöhnlichen Stadt bestimmen.”

Leonhard Müller ist der Gründer der Askania Uhrenmanufaktur. Seit letztem Oktober gibt es eine neue Lounge in Tegel, die “Askania Lounge”. Die Fläche wurde Leonhard von der Flughafengesellschaft als Ersatz für seine bereits fertig gebauten Geschäfte im Flughafen BER angeboten.

 

Weitere Artikel über Tegel finden Sie hier: Berliner Flughafen in 90 Tagen, Hinfallen macht wachEine Republik in Berlin – Philipp Bouteiller, Grüße aus dem Tegeler Exil

Leonhard R. Müller (c) Dario Lehner
Leonhard R. Müller (c) Dario Lehner

“Das Beste an Berlin ist ja immer noch Die Toleranz der Menschen und der Flair der unterschiedlichen Stadtteile. Leider beinhaltet das auch eine bis ins Endlose gehende Toleranz gegenüber einer mutlosen politischen Führung, unter der die Entwicklung Berlins leidet – von Wilmersdorf bis Schönefeld.

 

Unsere Eliten müßten endlich zielorientierter arbeiten und wagen, über den Schatten der Parteiideologie zu springen – an einem Strang ziehen. Es darf doch nicht um das Wohl unserer Parteien gehen, sondern um das Wohl unserer Stadt. Ja, es gibt fähige Politiker, aber solange die Ungeeigneten nur ihren persönlichen Vorteil suchen, fehlt den Fähigen die notwendige Unterstützung. Und diejenigen, die jetzt ´das Sagen haben´ bekommen es aus den vorgenannten Gründen einfach nicht hin.

Berlins Politiker schielen immer auf prestigeträchtige Großprojekte, die den `großen Durchbruch` bringen sollen, anstatt sich der kontinuierlichen, langweiligen, harten Kärnerarbeit für das eigentliche Herz unserer Metropole zu widmen: Den kleinen und mittleren Unternehmen. In Baden-Württemberg, woher ich stamme, haben gerade die über Jahrzehnte entstandenen kleinen und mittelständischen Unternehmen das Fundament einer sehr erfolgreichen Wirtschaft gelegt.

Unser Problem sind die alten Berliner Strukturen, die nicht mit der Stadt gewachsen sind.

Doch es gibt ja Hoffnung. Immer mehr ´Neu-Berliner fühlen sich verantwortlich für Berlin und unsere Entwicklung. Aufgrund der Zuwanderung aus der ganzen Welt gibt es den ´typischen´ Berliner ja fast gar nicht mehr. Und so einer bin ich. Ich fühle mich als Berliner. Ich fühle mich verantwortlich.

Ich will, daß es Berlin gut geht.

Und trotz der manchmal schwierigen Situation hier empfehle ich jungen Leuten, die etwas starten wollen, es in Berlin zu tun. Denn nirgendwo findet man größere Beachtung für Neues. Und Bekanntheit ist notwendig, um erfolgreich  zu sein.

Gerade Berlin ist offen für außergewöhnliche Menschen mit außergewöhnlichen Ideen. Diese Stadt hatte schon so viele herausragende Persönlichkeiten (ich habe z.B. noch Axel Springer kennen lernen dürfen), wir haben eine Tradition großer Erfolge und nicht nur der Pleiten und Pannen.

Wir müssen einfach nur wieder zulassen, daß nicht die Gewöhnlichen den Stil dieser außergewöhnlichen Stadt bestimmen.”

Leonhard Müller ist der Gründer der Askania Uhrenmanufaktur. Seit letztem Oktober gibt es eine neue Lounge in Tegel, die “Askania Lounge”. Die Fläche wurde Leonhard von der Flughafengesellschaft als Ersatz für seine bereits fertig gebauten Geschäfte im Flughafen BER angeboten.

 

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