Dr. Adolf Kopp im Interview über Hannoverimpuls

Der Geschäftsführer von Hannoverimpuls: Dr. Adolf Kopp ©Hannoverimpuls

Cross-Networking – Dr. Adolf Kopp von Hannoverimpuls

Der AusserGewöhnliche Dr. Adolf Kopp ist Geschäftsführer von Hannoverimpuls und spricht über Networking für ganze Städte.

 Untersuchungen zeigen, dass der Wohlstand einer Region damit zusammenhängt, wie gut ihre Netzwerke funktionieren, denn gut vernetzte Regionen sind erfolgreicher. Hannover ist eine davon.

Der AusserGewöhnliche Dr. Adolf Kopp ist Geschäftsführer von Hannoverimpuls und spricht über Networking für ganze Städte.


Dr. Adolf Kopp, kann man überhaupt ein Netzwerk aufbauen, das eine ganze Stadt repräsentiert?

Das halte ich nicht für möglich und sinnvoll. Man kann nicht ein Netzwerk aufbauen, welches die gesamte Stadt repräsentiert. Die spezifischen Interessen aller Teilnehmer kann man nicht abbilden. Aber man kann– wenn ich jetzt die Brille unseres Unternehmens hannoverimpuls als verantwortliche Wirtschaftsförderung von Stadt und Region Hannover aufsetzte – mehrere branchen- und technologiespezifische Netzwerke initiieren, die dann einen fokussierten Cluster bilden.

Schafft man dann zusätzlich eine Plattform, die einen Ideen- und Informationsaustausch der Netzwerke untereinander ermöglicht, so kann man einen Wirtschaftsraum in Netzwerken gut abbilden.

Gerade die cross-sektorale Vernetzung ist eine der Hauptaufgaben von hannoverimpuls.

Wieso steigt die Wirtschaftsleistung einer Region, wenn sie besser vernetzt ist, bzw. ihre regionalen Netzwerke stark sind?
Starke Netzwerke sind stets der Ausdruck eines erfolgreichen Netzwerkmanagements, dem es gelungen ist eine Community in einer Branche oder einem Technologiezweig aufzubauen. Wenn man es schafft, Unternehmen, die auf dem Markt eigentlich im Wettbewerb stehen, so in das Netzwerk zu integrieren, dass sie dort den Konkurrenzgedanken abschalten und bereit sind, gemeinsam Dinge zu bewegen, dann sind die Voraussetzungen gut, dass die gesamte Branche davon profitiert. Die Innovationszyklen werden in fast allen Branchen immer kürzer und oftmals ist es nur in der Kooperation möglich, hier im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Aus meiner Sicht ist es dabei wesentlich, dass für die Mitglieder eines Netzwerks klare Werte und Spielregeln benannt und gelebt werden.

Das Kommittent zu einem Wertekodex im Miteinander ist, neben den fachlichen Themensetzungen, ein zentraler Schlüssel für den Erfolg eines Netzwerks. Netzwerke als reine „Beutegemeinschaften“ zu verstehen, entspricht nicht unserem Verständnis und ist aus meiner Erfahrung kein Erfolgsmodell.

Was kann man tun, um den Grad der Vernetzung der Wirtschaft in einer Region zu steigern?

Das Schlüsselwort heißt hier „Cross“.

Die Formung von Branchenclustern reicht nicht aus. Man muss diese Cluster auch untereinander vernetzen. Denn die Innovationen von morgen liegen quer zu den Branchen von heute. Wer glaubt, dass das Thema Digitalisierung nur ein Thema für die IT-Branche ist, der wird in ein paar Jahren den Anschluss verlieren. Wer aber erkennt, dass disruptive Innovationen für seine Branche meist außerhalb dieser entstehen und reifen, kann sich schneller auf alternative Geschäftsmodelle und die Formung neuer Wertschöpfungsketten einstellen.

Sie kennen Berlin sehr gut, weil Sie jahrelang die TSB geleitet haben. Ist networking in Berlin anders als in Hannover? Warum?
Die grundlegenden Mechanismen sind durchaus vergleichbar. Aus meiner Sicht ist also das networking in Berlin nicht wirklich anders als in Hannover. Entscheidend sind immer die handelnden Akteure und deren Engagement. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen die Netzwerkpartner interagieren, sind – zumindest wenn ich den Fokus auf Unternehmen lege – teilweise unterschiedlich gewesen, wenn ich nach Bremen, Karlsruhe, Berlin oder Hannover schaue, wo ich jeweils einige Jahre arbeiten durfte.

Und das beeinflusst natürlich unternehmerische Reaktionsmuster. Der Wettstreit um Brotkrumen löst andere Reaktionen aus, als das Verständnis gemeinsam eine große Torte backen zu können.

Erfolgreiches Networking ist hier ein Prozess, der Vertrauen, Regeln und auch Zeit braucht.

Hannover ist eine relativ kleine Stadt. Wieso ist Hannover dennoch bei StartUps so beliebt Dr. Adolf Kopp?

Aus der Berliner Perspektive erscheint Hannover möglicherweise klein. Aber mit rund 520.000 Einwohnern ist die Stadt die Nr. 13 in der Liste der größten Städte Deutschlands. Hannoverimpuls ist als Wirtschaftsförderung außerdem für die komplette Region Hannover zuständig. In diesem Verbund von 21 Kommunen und Gemeinden leben ca. 1,1 Mio. Einwohner. Hier liegt man dann durchaus mit den 5 größten Städten der Republik auf Augenhöhe.

Und Hannover hat für Startups viel zu bieten und muss sich in dieser Hinsicht nicht verstecken.

Neben der sehr guten Lage und Infrastruktur findet man hier bezahlbare Büroflächen und eine sich immer stärker entwickelnde Gründungs- und Startup-Szene, die aufgrund der Größe der Stadt viel Potenzial für Synergien bietet. Und diese Synergien leiten sich auch aus dem sehr gesunden Branchenmix der StartUp-Szene ab; das halte ich neben verschiedenen anderen Dingen, für einen echten Standortvorteil.

Als Wirtschaftsförderung ist es unser Ziel, immer wieder passgenaue Instrumente zu entwickeln, um Hannover auch langfristig als attraktiven Standort für Startups zu etablieren.

Neben den spezifischen Beratungsangeboten konnten wir hier mit „StartUp-Impuls“ einen der bundesweit höchst dotierten Ideenwettbewerbe mit Preisen im Wert von über 100.000€ etablieren. Um auch internationale Geschäftsmodelle zu fördern, unterstützen wir mit einem Sonderpreis im Wettbewerb ausgewählte Startups mit einer Reise ins Silicon Valley oder nach Tel Aviv.

Mit Formaten wie dem „leanlab“ bieten wir gemeinsam mit der Hochschule Hannover und der Leibniz Universität ein Gründercamp an, welches Designern, Entwicklern, Studierenden, Unternehmern und Makern in 48 Stunden auf Basis des Lean-Startup-Ansatzes zur Entwicklung von Geschäftsmodellen verhelfen soll. Auch jährliche Events wie „Gründen heute“, die sich mit aktuellen Trends und Themen und Best Practises aus der Gründungsszene beschäftigen, finden überregional großen Zuspruch, in diesem Jahr mit ca. 200 TeilnehmerInnen.

Mehrfach im Jahr finden größere Startup-Meetups auf gemeinsame Initiative vieler Partner (Gründerimpuls, t3n, hannoverimpuls, hafven, smartconcepts…) und jeweils mehr als 100 Teilnehmern statt.

Für die sehr innovativen Startups haben wir unter der Marke „Invest-Impuls“ zwei eigene, regionale Beteiligungsfonds etabliert

und momentan 26 Unternehmen im Portfolio. Unsere Beteiligungen bewegen sich dabei in einem Bereich zwischen 200.000 Euro und 1,5 Mio. Euro. Um eine Lücke im hiesigen Ökosystem zu schließen, haben wir gemeinsam mit Partner in diesem Jahr die Venture Villa, einen Seed-Accelerator initiiert, der bundesweit ausstrahlt. Diese Aktivitäten gilt es auszubauen und natürlich auch private Investoren dafür zu gewinnen.

Das Besondere für Startups in Hannover ist nicht nur unser eigenes vielfältiges Angebot zur Begleitung in der Gründungsphase.

hannoverimpuls will hier Impulse setzen und arbeitet verstärkt mit unterschiedlichen Kooperationspartner*innen wie dem KreHtiv-Netzwerk, Mompreneurs, t3n, Edelstall, fuckupNights, oder auch der Deutschen Messe AG zusammen. Das Startup-Ökosystem in Hannover ist vielseitig und wird neben uns durch viele engagierte Akteure geprägt. Mit Nexster, dem Entrepreneurshipcenter der Hochschule Hannover gibt es einen weiteren starken Partner im wissenschaftlichen Kontext, es gibt unabhängige Formate wie die Prototypenparty, oder 12min.me und spannende neue Orte für Innovationen wie z.B. den Hafven (Coworking und Makerspace), um nur einige zu nennen.

Strategisch steht für uns eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den ansässigen Hochschulen im Fokus. So bieten wir z.B. seit Anfang dieses Jahres in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover mit dem Projekt „starting business“ einen gemeinsamen Gründungsservice in der Universität an, mit dem wir seit Jahresbeginn bereits einige Mio. Euro Bundesmittel für unsere StartUps in Hannover akquirieren konnten.

 

Über Dr.-Ing. Adolf M. Kopp:

(Jahrgang 1962) hat als Geschäftsführer und Direktor langjährige Berufspraxis in der Leitung von Unternehmen der Wirtschafts-, Struktur- und Technologieförderung sowohl auf Ebene von Landesgesellschaften in Niedersachsen, Bremen oder Berlin als auch in kommunalen und regionalen Strukturen wie Karlsruhe und Hannover. Ihn zeichnet sein umfängliches Engagement und Wissen in der praktischen und strategischen Begleitung von Existenzgründern und Technologieunternehmen aus. Sei es in der Erschließung von Finanzierungsinstrumenten oder in der Betreuung und Vernetzung von Unternehmen in verschiedensten Netzwerk- und Projektstrukturen.

Dr. Adolf Kopp verfügt über eine ausgewiesene Expertise in der Entwicklung von Wachstumsbranchen durch Aufbau und strategische Positionierung von regionalen und auch Bundesländer übergreifenden Cluster- und Exzellenzstrukturen.

Nach seinem Studium in Hannover wurde Dr. Adolf Kopp 1997 an der Universität Göttingen promoviert und schloss parallel sein interdisziplinäres Masterstudium als Phytomediziner ab.
Von 1998 bis 2002 arbeitete er in Leitungsfunktion bei der Innovationsagentur des Landes Niedersachsen in Hannover. 2002 nahm er eine neue Herausforderung als Prokurist bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Bremen an. Hier verantwortete er sämtliche Technologiezentren Bremens und gestaltete die Technologie- und Innovationsstrategie des Landes gemeinsam mit Senat, Kammern und weiteren politischen Akteuren mit.

Im Anschluss setzte sich Dr. Adolf Kopp als Direktor der Wirtschaftsförderung Karlsruhe für eine verstärkte Clusterbildung der Wirtschaft ein. Impulse setzt er in der Vernetzung der Wirtschaftsförderer im deutsch-französischen Wirtschaftsraum, als Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsstiftung Südwest, Vorstand des Cyberforums und als Leiter des AEN Automotive Engineering Network Südwest e. V..

2008 kam Dr. Adolf Kopp nach Berlin und übernahm die Geschäftsführung der TSB Innovationsagentur GmbH. Neben der verstärkten Unterstützung von Unternehmensgründungen in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Berlin und Brandenburg war Dr. Kopp für die Bundesländer und Landesgesellschaften übergreifende Koordinierung und Verzahnung der Clustermanagements verantwortlich. Er übernahm die Federführung bei der Entwicklung und Koordinierung der länderübergreifenden Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg (innoBB); einer für die wirtschaftliche Entwicklung der Region zentralen Grundlage.

Seit 2015 leitet Dr. Adolf Kopp die regionale Wirtschaftsförderung hannoverimpuls GmbH. Zudem nimmt er als Geschäftsführer von zwei regionalen Beteiligungsgesellschaften sowie in diversen Gesellschafterfunktionen weitere zentrale Führungsfunktionen in der Standortentwicklung der Region Hannover wahr.
Dr. Adolf Kopp gehört verschiedenen Gremien an.

 

Dieser Artikel wurde erstmals im eMagazin von AusserGewöhnlich Berlin in der Ausgabe 11/2016 veröffentlicht.

 Untersuchungen zeigen, dass der Wohlstand einer Region damit zusammenhängt, wie gut ihre Netzwerke funktionieren, denn gut vernetzte Regionen sind erfolgreicher. Hannover ist eine davon.

Der AusserGewöhnliche Dr. Adolf Kopp ist Geschäftsführer von Hannoverimpuls und spricht über Networking für ganze Städte.


Dr. Adolf Kopp, kann man überhaupt ein Netzwerk aufbauen, das eine ganze Stadt repräsentiert?

Das halte ich nicht für möglich und sinnvoll. Man kann nicht ein Netzwerk aufbauen, welches die gesamte Stadt repräsentiert. Die spezifischen Interessen aller Teilnehmer kann man nicht abbilden. Aber man kann– wenn ich jetzt die Brille unseres Unternehmens hannoverimpuls als verantwortliche Wirtschaftsförderung von Stadt und Region Hannover aufsetzte – mehrere branchen- und technologiespezifische Netzwerke initiieren, die dann einen fokussierten Cluster bilden.

Schafft man dann zusätzlich eine Plattform, die einen Ideen- und Informationsaustausch der Netzwerke untereinander ermöglicht, so kann man einen Wirtschaftsraum in Netzwerken gut abbilden.

Gerade die cross-sektorale Vernetzung ist eine der Hauptaufgaben von hannoverimpuls.

Wieso steigt die Wirtschaftsleistung einer Region, wenn sie besser vernetzt ist, bzw. ihre regionalen Netzwerke stark sind?
Starke Netzwerke sind stets der Ausdruck eines erfolgreichen Netzwerkmanagements, dem es gelungen ist eine Community in einer Branche oder einem Technologiezweig aufzubauen. Wenn man es schafft, Unternehmen, die auf dem Markt eigentlich im Wettbewerb stehen, so in das Netzwerk zu integrieren, dass sie dort den Konkurrenzgedanken abschalten und bereit sind, gemeinsam Dinge zu bewegen, dann sind die Voraussetzungen gut, dass die gesamte Branche davon profitiert. Die Innovationszyklen werden in fast allen Branchen immer kürzer und oftmals ist es nur in der Kooperation möglich, hier im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Aus meiner Sicht ist es dabei wesentlich, dass für die Mitglieder eines Netzwerks klare Werte und Spielregeln benannt und gelebt werden.

Das Kommittent zu einem Wertekodex im Miteinander ist, neben den fachlichen Themensetzungen, ein zentraler Schlüssel für den Erfolg eines Netzwerks. Netzwerke als reine „Beutegemeinschaften“ zu verstehen, entspricht nicht unserem Verständnis und ist aus meiner Erfahrung kein Erfolgsmodell.

Was kann man tun, um den Grad der Vernetzung der Wirtschaft in einer Region zu steigern?

Das Schlüsselwort heißt hier „Cross“.

Die Formung von Branchenclustern reicht nicht aus. Man muss diese Cluster auch untereinander vernetzen. Denn die Innovationen von morgen liegen quer zu den Branchen von heute. Wer glaubt, dass das Thema Digitalisierung nur ein Thema für die IT-Branche ist, der wird in ein paar Jahren den Anschluss verlieren. Wer aber erkennt, dass disruptive Innovationen für seine Branche meist außerhalb dieser entstehen und reifen, kann sich schneller auf alternative Geschäftsmodelle und die Formung neuer Wertschöpfungsketten einstellen.

Sie kennen Berlin sehr gut, weil Sie jahrelang die TSB geleitet haben. Ist networking in Berlin anders als in Hannover? Warum?
Die grundlegenden Mechanismen sind durchaus vergleichbar. Aus meiner Sicht ist also das networking in Berlin nicht wirklich anders als in Hannover. Entscheidend sind immer die handelnden Akteure und deren Engagement. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen die Netzwerkpartner interagieren, sind – zumindest wenn ich den Fokus auf Unternehmen lege – teilweise unterschiedlich gewesen, wenn ich nach Bremen, Karlsruhe, Berlin oder Hannover schaue, wo ich jeweils einige Jahre arbeiten durfte.

Und das beeinflusst natürlich unternehmerische Reaktionsmuster. Der Wettstreit um Brotkrumen löst andere Reaktionen aus, als das Verständnis gemeinsam eine große Torte backen zu können.

Erfolgreiches Networking ist hier ein Prozess, der Vertrauen, Regeln und auch Zeit braucht.

Hannover ist eine relativ kleine Stadt. Wieso ist Hannover dennoch bei StartUps so beliebt Dr. Adolf Kopp?

Aus der Berliner Perspektive erscheint Hannover möglicherweise klein. Aber mit rund 520.000 Einwohnern ist die Stadt die Nr. 13 in der Liste der größten Städte Deutschlands. Hannoverimpuls ist als Wirtschaftsförderung außerdem für die komplette Region Hannover zuständig. In diesem Verbund von 21 Kommunen und Gemeinden leben ca. 1,1 Mio. Einwohner. Hier liegt man dann durchaus mit den 5 größten Städten der Republik auf Augenhöhe.

Und Hannover hat für Startups viel zu bieten und muss sich in dieser Hinsicht nicht verstecken.

Neben der sehr guten Lage und Infrastruktur findet man hier bezahlbare Büroflächen und eine sich immer stärker entwickelnde Gründungs- und Startup-Szene, die aufgrund der Größe der Stadt viel Potenzial für Synergien bietet. Und diese Synergien leiten sich auch aus dem sehr gesunden Branchenmix der StartUp-Szene ab; das halte ich neben verschiedenen anderen Dingen, für einen echten Standortvorteil.

Als Wirtschaftsförderung ist es unser Ziel, immer wieder passgenaue Instrumente zu entwickeln, um Hannover auch langfristig als attraktiven Standort für Startups zu etablieren.

Neben den spezifischen Beratungsangeboten konnten wir hier mit „StartUp-Impuls“ einen der bundesweit höchst dotierten Ideenwettbewerbe mit Preisen im Wert von über 100.000€ etablieren. Um auch internationale Geschäftsmodelle zu fördern, unterstützen wir mit einem Sonderpreis im Wettbewerb ausgewählte Startups mit einer Reise ins Silicon Valley oder nach Tel Aviv.

Mit Formaten wie dem „leanlab“ bieten wir gemeinsam mit der Hochschule Hannover und der Leibniz Universität ein Gründercamp an, welches Designern, Entwicklern, Studierenden, Unternehmern und Makern in 48 Stunden auf Basis des Lean-Startup-Ansatzes zur Entwicklung von Geschäftsmodellen verhelfen soll. Auch jährliche Events wie „Gründen heute“, die sich mit aktuellen Trends und Themen und Best Practises aus der Gründungsszene beschäftigen, finden überregional großen Zuspruch, in diesem Jahr mit ca. 200 TeilnehmerInnen.

Mehrfach im Jahr finden größere Startup-Meetups auf gemeinsame Initiative vieler Partner (Gründerimpuls, t3n, hannoverimpuls, hafven, smartconcepts…) und jeweils mehr als 100 Teilnehmern statt.

Für die sehr innovativen Startups haben wir unter der Marke „Invest-Impuls“ zwei eigene, regionale Beteiligungsfonds etabliert

und momentan 26 Unternehmen im Portfolio. Unsere Beteiligungen bewegen sich dabei in einem Bereich zwischen 200.000 Euro und 1,5 Mio. Euro. Um eine Lücke im hiesigen Ökosystem zu schließen, haben wir gemeinsam mit Partner in diesem Jahr die Venture Villa, einen Seed-Accelerator initiiert, der bundesweit ausstrahlt. Diese Aktivitäten gilt es auszubauen und natürlich auch private Investoren dafür zu gewinnen.

Das Besondere für Startups in Hannover ist nicht nur unser eigenes vielfältiges Angebot zur Begleitung in der Gründungsphase.

hannoverimpuls will hier Impulse setzen und arbeitet verstärkt mit unterschiedlichen Kooperationspartner*innen wie dem KreHtiv-Netzwerk, Mompreneurs, t3n, Edelstall, fuckupNights, oder auch der Deutschen Messe AG zusammen. Das Startup-Ökosystem in Hannover ist vielseitig und wird neben uns durch viele engagierte Akteure geprägt. Mit Nexster, dem Entrepreneurshipcenter der Hochschule Hannover gibt es einen weiteren starken Partner im wissenschaftlichen Kontext, es gibt unabhängige Formate wie die Prototypenparty, oder 12min.me und spannende neue Orte für Innovationen wie z.B. den Hafven (Coworking und Makerspace), um nur einige zu nennen.

Strategisch steht für uns eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den ansässigen Hochschulen im Fokus. So bieten wir z.B. seit Anfang dieses Jahres in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover mit dem Projekt „starting business“ einen gemeinsamen Gründungsservice in der Universität an, mit dem wir seit Jahresbeginn bereits einige Mio. Euro Bundesmittel für unsere StartUps in Hannover akquirieren konnten.

 

Über Dr.-Ing. Adolf M. Kopp:

(Jahrgang 1962) hat als Geschäftsführer und Direktor langjährige Berufspraxis in der Leitung von Unternehmen der Wirtschafts-, Struktur- und Technologieförderung sowohl auf Ebene von Landesgesellschaften in Niedersachsen, Bremen oder Berlin als auch in kommunalen und regionalen Strukturen wie Karlsruhe und Hannover. Ihn zeichnet sein umfängliches Engagement und Wissen in der praktischen und strategischen Begleitung von Existenzgründern und Technologieunternehmen aus. Sei es in der Erschließung von Finanzierungsinstrumenten oder in der Betreuung und Vernetzung von Unternehmen in verschiedensten Netzwerk- und Projektstrukturen.

Dr. Adolf Kopp verfügt über eine ausgewiesene Expertise in der Entwicklung von Wachstumsbranchen durch Aufbau und strategische Positionierung von regionalen und auch Bundesländer übergreifenden Cluster- und Exzellenzstrukturen.

Nach seinem Studium in Hannover wurde Dr. Adolf Kopp 1997 an der Universität Göttingen promoviert und schloss parallel sein interdisziplinäres Masterstudium als Phytomediziner ab.
Von 1998 bis 2002 arbeitete er in Leitungsfunktion bei der Innovationsagentur des Landes Niedersachsen in Hannover. 2002 nahm er eine neue Herausforderung als Prokurist bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Bremen an. Hier verantwortete er sämtliche Technologiezentren Bremens und gestaltete die Technologie- und Innovationsstrategie des Landes gemeinsam mit Senat, Kammern und weiteren politischen Akteuren mit.

Im Anschluss setzte sich Dr. Adolf Kopp als Direktor der Wirtschaftsförderung Karlsruhe für eine verstärkte Clusterbildung der Wirtschaft ein. Impulse setzt er in der Vernetzung der Wirtschaftsförderer im deutsch-französischen Wirtschaftsraum, als Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsstiftung Südwest, Vorstand des Cyberforums und als Leiter des AEN Automotive Engineering Network Südwest e. V..

2008 kam Dr. Adolf Kopp nach Berlin und übernahm die Geschäftsführung der TSB Innovationsagentur GmbH. Neben der verstärkten Unterstützung von Unternehmensgründungen in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Berlin und Brandenburg war Dr. Kopp für die Bundesländer und Landesgesellschaften übergreifende Koordinierung und Verzahnung der Clustermanagements verantwortlich. Er übernahm die Federführung bei der Entwicklung und Koordinierung der länderübergreifenden Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg (innoBB); einer für die wirtschaftliche Entwicklung der Region zentralen Grundlage.

Seit 2015 leitet Dr. Adolf Kopp die regionale Wirtschaftsförderung hannoverimpuls GmbH. Zudem nimmt er als Geschäftsführer von zwei regionalen Beteiligungsgesellschaften sowie in diversen Gesellschafterfunktionen weitere zentrale Führungsfunktionen in der Standortentwicklung der Region Hannover wahr.
Dr. Adolf Kopp gehört verschiedenen Gremien an.

 

Dieser Artikel wurde erstmals im eMagazin von AusserGewöhnlich Berlin in der Ausgabe 11/2016 veröffentlicht.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *