Coronavirus in Berlin: Die Rede, die der Berliner Senat hätte halten müssen

Coronavirus in Berlin: Das wünschen sich die AusserGewöhnlichen Berliner vom Berliner Senat

Coronavirus in Berlin: Die Corona-Rede, die Michael Müller nie gehalten hat.

Der Appell von AusserGewöhnlich Berlin an den Berliner Senat: Das möchten wir hören, jetzt wo das Coronavirus in Berlin angekommen ist.

Das Coronavirus in Berlin: Mittlerweile gibt über 120 Infizierte in Berlin.

Die Berliner Regierung reagiert langsam. Alle Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern wurden abgesagt. Der Karneval der Kulturen und das Myfest werden nicht stattfinden. Die TU-Berlin hat die Bibliothek geschlossen, Konferenzen abgesagt und den Semesterstart verschoben. Das Berghain ist bis Ende April dicht.

Was uns aber immer noch fehlt, ist ein klares Statement vom Berliner Senat und Handlungsanweisungen für die Berliner. Denn die Menschen in der Stadt sind verängstigt.

Die AusserGewöhnlichen Berliner haben sich zum Salon im Berliner Spionagemuseum getroffen. Und über die Auswirkungen des Coronavirus in Berlin gesprochen.

Unser Appell an den Berliner Senat: Die Corona-Krise wird langsam zur Corona-Panik.

Wir BerlinerInnen unterstützen alle Maßnahmen, die zur Eindämmung der Neuansteckungen führen – auch, wenn dies harte Einschnitte bedeutet.
Denn Berlin kann Krise, damit haben wir kein Problem.

Womit wir ein Problem haben: Wir fühlen uns von Euch alleine gelassen.

In solchen unruhigen Zeiten wünschen wir uns, dass unsere Repräsentanten sicht- und spürbarer sind als sonst. Wir wünschen uns -neben den nötigen Einschränkungen- etwas Zuspruch, Koordination…und das Gefühl, dass da jemand ist, der einen echten Plan hat.

Kurz: Berlin wartet auf Orientierung.

Aber da Berliner ja nie warten, sondern lieber selber machen, hat AusserGewöhnlich Berlin für Euch zusammengeschrieben, was Ihr uns erzählen solltet.

Wir schenken Euch die kurze Rede, die wir in so einer Situation gerne hören würden. Eigentlich hätte der Regierende sie halten müssen.

Aber vielleicht findet sich ja jemand anderes, der die Berliner beruhigt, in Zeiten des Coronavirus in Berlin?

Folgende Rede hätten wir gerne zu Coronavirus in Berlin gehört:

„Liebe Berliner und Berlinerinnen,

keine Panik, alles nicht so schlimm, wir haben schon härtere Zeiten überlebt.

Aber da wir wollen, dass für betroffene BerlinerInnen unsere Ärzte genügend Zeit und Platz haben, müssen wir die Ausbreitung verlangsamen, auch mit harten Maßnahmen. Gemeinsam werden wir das gut meistern, wenn wir ein paar Dinge beachten:

1. Lebt gesünder!

Weniger Sterni, mehr Frischgepressten: öfter mal frische Luft schnappen, mehr Sport, weniger Rauchen, Saufen, Feiern, Fernsehen. Der beste Schutz ist immer noch Euer eigenes Immunsystem. Macht Euch stärker, dann bekommt Berlin Abwehrkräfte.

2. Unterstützt Berliner Wirtschaft!

Kauft im Moment nicht bei amazon & Co, sondern beim Laden um die Ecke. Verschenkt Gutscheine für Berliner Hotels, Restaurants und Freizeitbetriebe! Und für Unternehmen: Gebt großzügige Rabatte an Mit-BerlinerInnen.

3. Achtet aufeinander!

Statt Desinfektionsmittel zu hamstern, bringt der älteren Dame von nebenan lieber Dinge vom Supermarkt mit, damit sie nicht selbst hingehen muss. Bildet Netzwerke, koordiniert Euch im Kiez! Wenn jetzt alle etwas aufeinander aufpassen, ist allen geholfen.

Berlin ist keine Stadt. Berlin ist eine Lebenseinstellung:

Wir bleiben entspannt, auch wenn´s heftig wird. Diese Krise ist die große Chance, unsere Stadt wieder als Gemeinschaftsprojekt zu sehen.
Trainieren wir, Berlin zu sein!“

Völker, schaut auf diese Stadt!
Nein, so eine historische Rede erwarten wir gar nicht von Euch.

Aber ein wenig mehr mit Euren Berlinern und Berlinerinnen sprechen, während das Coronavirus in Berlin wütet, wäre gut für Euch.

Und für unsere Stadt auch.

 

Grüsse ins Abgeordnetenhaus,

Die AusserGewöhnlichen Berliner

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