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BossHoss: Propheten einer Ära ohne Schubladen

Alexander S. Wolf hat mit der Berliner Band BossHoss über Schubladen, Netzwerke und Berliner Werte gesprochen.

Berlin ist voll von Originalen, eines davon ist BossHoss. Die AusserGewöhnlichen Berliner erzählen im Gespräch mit Alexander S. Wolf wie wichtig Netzwerken ist und warum Berlin das Zukunftslabor Deutschlands ist.

 

Die Welt kennt Euch entweder als Berliner Cowboys oder aus dem TV. Dabei seid Ihr eher eine Marke, die für moderne, urbane, weltoffene Menschen steht. Seid Ihr typisch Berlin? Typisch deutsch? Oder typisch was?

Wir sind definitiv typisch Berlin. Weil Berlin typisch für einen offenen, entspannten, kreativen Le-bensstil ist. Berlin ist ja mehr eine Einstellung als eine Stadt. Deshalb gibt es überall in der Welt Berliner des Geistes. Und für diese Leute steht The BossHoss.

Jeder von uns hat Werte, die uns ausmachen. Was sind Eure drei Werte?
Freiheit, Kreativität, Offenheit, Authentizität, Freundschaft und Zusammenhalt: 7 Jungs in der Band über 15 Jahre Bandgeschichte. Sascha und Alec verbindet sogar über 20 Jahre Freundschaft. Und gute Musik. Ist ein Wert an sich.

A pro pos Musik: Euer Sound und Euer ganzes Auftreten stehen für den Bruch von Stereotypen. Das macht es extrem schwierig, euch irgendwo einzusortieren. Versuchen wir es trotzdem: Wenn Ihr die Chance hättet, Eure eigene Modemarke zu bewerben, welche Sätze würden auf den Plakaten stehen?

„The BossHoss: Fast schicker als nackt“
„So elegant wie Berlin“ “
„Trag sie, bis sie Dir vom Leibe fallen“

Sind solche Uneinsortierbaren vom Aussterben bedroht? Oder seid Ihr nur der Anfang einer großen Bewegung?

Wir sind die Vorboten einer neuen Zeit, die Propheten einer Ära ohne Schubladen. Der Trend geht deutlich weg von eingegrenztem Denken, hin zu einem globalen Bewusstsein ohne Trennungen. Die Mauern müssen weg, das haben wir in Berlin schon seit langem erkannt.

Mit welchen Marken würdet Ihr gerne nochmal schicke Projekte machen?

True Religion, Patagonia, Supreme – OK, aber wir sind auch gerade in Gesprächen mit Jack Wolfskin: eins von beiden wird nur gehen.

Braucht man überhaupt Netzwerke? Man kann doch jeden heutzutage einfach per E-Mail, Instamessenger oder LinkedIn kontakten!

Kann man, ist halt nicht cool. Und nicht Berlin. Wer sich je mit einem Bier im MauerPark getroffen hat, kennt den Unterschied zu LinkedIn.

AusserGewöhnlich Berlin behauptet, das beste Networking-System östlich des Mississippi entwickelt zu haben. Ist das maßlos übertrieben, oder stimmt das?

Wir waren ne Weile nicht mehr westlich des Mississippi. Also ja, stimmt definitiv. Ist zumindest das einzige Netzwerk, das Leute aus Wirtschaft und Kreative in sehr entspannter Atmosphäre connected.

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Warum macht es Sinn, sich kurz, für nur eine Stunde zu treffen? Geht da nicht die Gemütlichkeit verloren, die man braucht, um Beziehungen aufzubauen?

Man möchte es gar nicht glauben, aber es gibt ne Menge Leute, die nicht Stunden brauchen, um sich auszutauschen. Wir in Berlin sind eben trainiert, etwas schneller zu sein als die anderen. Und so tun die Salons dem Terminkalender nicht so weh.

Das Ding heisst ja AusserGewöhnlich BERLIN. Wieso sollte so etwas bundesweit oder sogar weltweit funktionieren? Sind Konzepte aus Berlin nicht zu hart, zu speziell, zu schnell für den Rest der Welt?

Berlin ist ja sowas wie das Zukunftslabor Deutschlands. Deshalb ist AusserGewöhnlich Berlin einfach nur ein Networking-Konzept, was heute in Berlin und morgen in ganz Deutschland oder sogar weltweit für Furore sorgen wird.

Was wünscht Ihr Euch in den kommenden Jahren für AusserGewöhnlich Berlin?

Dass viele Leute die Idee kopieren werden und den Berliner Spirit in die Welt tragen.

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