Die Spionagekameras im Spionagemuseum Berlin

Fühlst Du dich beobachtet? ©AusserGewöhnlich Berlin

Berühmte Spione und Spioninnen: Die Top 5

Welche Spione darf man nicht vergessen? Hier sind unsere Top 5 der berühmtesten Spione und Spioninnen.

Berlin ist auch heute noch die Stadt der Spionage.

Ca. 4000 Geheimdienstler sitzen im Hauptquartier des Bundesnachrichtendienstes in Berlin Mitte.
Man kann in Berlin sogar studieren, um Agent zu werden. 50 Nachwuchsagenten studieren aktuell „Geheimdienst- und Sicherheitsstudien“ beim BND. In Berlin werden die Top-Agenten von morgen ausgebildet. Aber welche Agenten haben uns in der Vergangenheit bewegt?

Was ist ein Spion?

Was ist ein Spion? ©AusserGewöhnlich Berlin

Berühmte Spione und Spioninnen: Hier sind unsere Top 5

Berühmte Spione Nr. 1: Spionin und Nacktänzerin Mata Hari   [1876 – 1917]

Mata Hari war Doppelagentin. Sie spionierte für Deutschland und für Frankreich. Man darf sie jedoch nicht mit einer ‘‘gewöhnlichen‘‘ Spionin verwechseln. Denn Mata Hari war gleichzeitig Nackttänzerin.
Ein deutscher Generalkonsul warb sie an. Sie sollte ‘‘im Bett‘‘ des französischen Militärs, Kriegsgeheimnisse heraushören. Kommandiert wurde sie dabei von der Agentin Elisabeth Schragmüller.

Mit ihren Verbindungen zur Politik und dem Militär gelang es Mata Hari als die wohl bekannteste Meisterspionin in die Geschichte einzutreten.
Als Agentin H 21 ist sie letzten Endes aufgeflogen und zum Tode verurteilt worden.

Über 250 Filme und Bücher wurden über ihre Geschichte veröffentlicht. Das macht sie zu einer der berühmtesten SpionInnen aller Zeiten.

Berühmte Spione Nr. 2: Fräulein Doktor. Elisabeth Schragmüller   [1887 – 1940]

Mit ihrem Kunstnamen „Leutnant Schragmüller“ agierte sie im Ersten Weltkrieg für das deutsche Militär. Sie war die Leiterin der deutschen Spionageabteilung gegen Frankreich. Außerdem war sie eine der ersten Frauen, die in Deutschland einen Uni-Abschluss erwarben.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach traf Elisabeth Schragmüller auf einen deutschen General in Brüssel. Dieser setzte sie für die Auswertung von beschlagnamten Briefen belgischer Soldaten ein. In Antwerpen leitete sie später die Kriegsnachrichtenstelle.
Und am Ende des Ersten Weltkriegs hatte sie, durch ihre hervorragenden Leistungen, den Rang eines Oberleutnants inne.

Jedes Dokument und jeden Bericht unterzeichnete sie mit Leutnant Schragmüller. Eigentlich hatte sie aber verschiedene Namen wie beispielsweise Mademoiselle Docteur, Fräulein Doktor, Fair Lady oder La Baronne. Im Jahr 1940 starb sie an einer Krankheit in ihrer Wohnung in München.

Im Deutschen Spionagemuseum Berlin

Nachstellung einer Agenten-Szene auf der Glienicker Brücke©AusserGewöhnlich Berlin

Berühmte Spione Nr. 3: Widerstandskämpfer Fritz Kolbe   [1900 –  1971]

Im Namen des Wiederstandes und gegen Adolf Hitler arbeitete der deutsche Beamte Fritz Kolbe als Spion für den US-Geheimdienst im Außenamt. Beispielsweise schmuggelte er Dokumente aus Nazi-Deutschland in die Schweiz und informierte den amerikanischen Geheimdienst von Plänen vieler Verschleppungen ungarischer Juden.

Fritz Kolbe war es auch, der die Wolfsschanze, das Hauptquartier Hitlers, bekannt gab.
Da die USA ihn jedoch lange als Doppelagenten ansah, bekam er erst spät die Anerkennung, die er verdiente:

„Er ist der beste Spion, der jemals für einen Geheimdienst arbeitete.“
– Allen Dulles, ehemaliger CIA-Chef

Berühmte Spione Nr. 4: Lawrence von Arabien T. E. Lawrence   [1888 – 1935]

Der britische Offizier, Archäologe, Geheimagent und Schriftsteller Thomas Edward Lawrence diente als Scheich verkleidet dem englischen Geheimdienst. Im Auftrag Englands mischte er sich, während des Ersten Weltkriegs, in die Angelegenheiten der Araber und Türken ein.

Er brachte Unruhe in den Nahen Osten und hetzte beide Seiten gegeneinander auf:
Während der vielen Tage in der Wüste rief er die Wüsten-Bewohner zum Unabhängigkeitskrieg gegen die Türken auf: Der Aufstand der Araber gegen das Osmanische Reich.

Unterwegs war er voll und ganz Scheich. Die Regeln des Koran waren ihm heilig.
Er trug arabische Kleider, Tücher und einen goldenen Dolch.
Als arabisches Sprachtalent sprach er die arabischen Dialekte fließend.

Berühmte Spione Nr. 5: Sexy und schön. Anna Wassiljewna Chapman  [1982 geb.]

Als Tochter eines ehemaligen KGB-Offiziers, arbeitete sie für den russischen Geheimdienst. Sie zog mit ihrem Ehemann Alex Chapman nach London.
In ihrer Zeit in London schaffte sie Gelder in Millionenhöhe nach Russland, von denen russische Agententätigkeiten finanziert wurden.

2006 wurde ihre Ehe geschieden und Chapman ging nach New York. Dort arbeitete sie als Immobilienmaklerin.
2010 wurde sie jedoch aufgrund eines Verrats zusammen mit neun anderen Agenten in New York vom FBI verhaftet.

Sie alle wurden anschließend gegen vier andere Agenten ausgetauscht.
Darunter auch der Atomphysiker Igor Sutjagin (verurteilt wegen Spionage).

Der ehemaligen Agentin wurde in Russland eine leitende Position in der Jugendorganisation der Kreml-Partei Einiges Russland gegeben. Außerdem moderiert sie eine Sendung im Privatfernsehen.

Was ist ein Agent? Das erfährst Du im Spionagemuseum Berlin.

Das Spionagemuseum Berlin: Hier erfährst Du was ein Agent ist ©AusserGewöhnlich Berlin

Wirklich berühmte Spione: Wahnsinn. Wir sind schon jetzt auf die Geschichten unserer Nachwuchsagenten gespannt.

 

Möchtest Du mehr über Spionage früher und heute erfahren? Dann solltest Du zum Deutschen Spionagemuseum gehen.

Das Deutsche Spionagemuseum ist das einzige Spionagemuseum in Deutschland.

Es zeigt alles rund um das Thema Spionage von den biblischen Kundschaftern, über die Blütezeit der Geheimdienste im Kalten Krieg, bis in die Gegenwart und Zukunft. Mitten in der Hauptstadt Berlin.

„Das Deutsche Spionagemuseum am Leipziger Platz, steht mitten auf dem ehemaligen Todesstreifen. Auf unserer Rückseite gibt es sogar noch einen Original-Wachturm.“
Robert Rückel, Direktor des Museums

Das Hightech-Museum Berlins

„Wir sind mit über 200 HD-Monitoren, zahlreichen Laserprojektionen und Spielen, wie dem Laserparcour, DAS Hightech-Museum Berlins.“
– Robert Rückel, Direktor des Museums

Das Spionagemuseum Berlin findest Du am Leipziger Platz

Das Spionagemuseum Berlin am Leipziger Platz ©AusserGewöhnlich Berlin

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