Berlin Jahresrückblick 2014 – Die Chefs der 3 Hauptstadt-Wahrzeichen rechnen ab

Drei aussergewöhnliche Berliner erzählen, was für Sie gut lief und was nicht im Jahresrückblick Berlin 2014

Abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss. Und vorausgeblickt allemal. Das Ende eines Jahres eignet sich bestens für einen persönlichen Berlin Jahresrückblick. Was war gut 2014 in Berlin, was war schlecht? Und wie können wir alle die Hauptstadt 2015 ein Stück besser machen? Drei aussergewöhnliche Berliner erzählen, was für Sie gut lief und was nicht.

Wenn wir schon auf ein ereignisreiches Berliner Jahr zurückblicken, dann natürlich am besten aus der Perspektive von drei der berühmtesten Berliner Wahrzeichen. Christina Aue vom Fernsehturm, Michael Hapka von der O2 World und Lars-Gunnar Ziel vom Berliner Dom sind eng mit der Stadt verwurzelt und wissen daher auch, was die Hauptstadt-Seele braucht und was nicht. Für uns wagen die Drei einen kurzen Berlin Jahresrückblick auf das Jahr 2014 und teilen Ihre Wünsche für 2015.

 

 Mehr Aufenthaltsqualität für den Alexanderplatz“

Christina Aue
Christina Aue, Geschätfsführerin Fernsehturm

Was war für Sie persönlich im Jahresrückblick Berlin 2014 das aussergewöhnlichste Erlebnis rund um den Fernsehturm?

Christina Aue: Der Zusammenschluss von über 20 Gewerbetreibenden, touristischen Attraktionen, der Kirche, der Deutschen Bahn, Vertreter privater Mieter in der Initiative ‚TREFFPUNKT ALEX‘, die ein Konzept zur Standortverbesserung des Areals Alexanderplatz für den Wettbewerb MittendrIn Berlin eingereicht hat und zu den Gewinnern zählt.

Was war 2014 Ihr größter Berlin-Aufreger?

Christina Aue: Die ständige Sperrung der Straße des 17. Juni und die z. T. völlig unangemessene Straßenführung und Ampelschaltung, die künstlich zu Staus führt und Ortsunkundige schlichtweg überfordert sowie Risiken birgt für alle Verkehrsteilnehmer.

Welche Herausforderungen warten auf Sie im Jahr 2015?

Christina Aue: Die Umsetzung unseres Konzepts aus der Bewerbung für MittendrIn Berlin und die ständige Mitwirkung daran, dass der gesamte Bereich Alexanderplatz an Aufenthaltsqualität gewinnt und damit auch eine Imageaufwertung erfolgt.

Was wünschen Sie sich für Berlin in 2015?

Christina Aue: Dass wir die olympischen Spiele nach Berlin holen, das Flugfeld Tempelhof verstärkt für Open Air Events genutzt wird und die Straße des 17. Juni damit nicht so oft gesperrt werden muß sowie dem neuen Bürgermeister viel Erfolg in seiner neuer Tätigkeit!

 

Die ‚Berlympics‘ nach Berlin holen“

Michael Hapka
Michael Hapka, Geschäftsführer O2 World

Was war für Sie persönlich 2014 das aussergewöhnlichste Event in der o2 World?

Michael Hapka: Es gab in 2014 einige Highlights in der O2 World, die ich nennen erwähnen, da gab es großartige Künstler, die zum ersten Mal bei uns waren wie Justin Timberlake, Lenny Krawitz oder Dolly Parton. Aber das außergewöhnlichste Event des Jahres fand vor der O2 World statt und zwar am 9. November. Ca. 80.000 Menschen hat sich entlang der Mühlenstrasse versammelt um das Spektakel des Mauerfall Jubiläums mitzuerleben, das war schon ein Gänsehautmoment.

Was war 2014 Ihr größter Berlin-Aufreger?

Michael Hapka: Das noch bevor irgendjemand überhaupt wusste, für welches Konzept, für welche Aussage denn eine Bewerbung Berlins als Austragungsort für die Olympischen Spiele 2024 stehen würde es bereits eine Gegenbewegung gab – egal wogegen!

Welche Herausforderungen müssen Sie 2015 meistern?

Michael Hapka: Wir stehen vor den gleichen Herausforderungen wie jedes Jahr in der O2 World: Das Jahr hat nur 365 Tage und nur 53 Wochenenden. Damit müssen wir alle Terminanfragen für unsere Ankermieter Eisbären Berlin und Alba Berlin bedienen, sowie den vielen Anfragen von Konzertveranstaltern gerecht werden. So manche Wochenenden in den Herbst und Wintermonaten sind von allen heiß begehrt, da wünscht man sich es gäbe mehr davon. Aber am Ende zählt für unsere Besucher und unsere Partner, dass 2015 eine spannendes und vielfältiges Jahr in der O2 World wird – musikalisch und sportlich!

Was wünschen Sie sich für Berlin in 2015?

Michael Hapka: Das im März der DOSB eine Entscheidung für Berlin als Austragungsort für die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2014 fällt. Damit würden wir hoffentlich die Durchsetzungskraft für die Bewerbung Deutschlands bekommen und am Ende die „Berlympics“ nach Berlin holen.

 

Plötzlich standen Schafe im Altarraum“

Lars-Gunnar Ziel
Lars-Gunnar Ziel, Geschäftsführer Berliner Dom

Was war für Sie und den Berliner Dom das aussergewöhnlichste Erlebnis 2014?

Lars-Gunnar Ziel: Das Außergewöhnlichste war für uns im Jahresrückblick Berlin 2014, dass während des Weihnachtsoratoriums plötzlich Schafe im Altarraum stehen und oben ein engelähnlicher Akrobat schwebt. Begeistert haben uns auch die Filme der „buchstabenschubser“, die im ganzen Haus verteilt zu sehen sind. Diese kleinen dreiminütigen Animationsfilme erklären, was uns wichtig ist mit viel Witz und Leichtigkeit.

Was hat Sie in der Stadt am meisten gestört im Jahr 2014?

Lars-Gunnar Ziel: Mich hat am meisten gestört, dass die Mietpreise sich langsam Münchner Verhältnissen annähern.

Welche wichtigen Aufgaben warten auf Sie im Jahr 2015 und wie möchten Sie sich diesen stellen?

Lars-Gunnar Ziel: 2015 möchten wir die Hohenzollerngruft im Berliner Dom so umgestalten, dass ihr Aussehen und Ihre internationale Bedeutung zusammen passen.

Was wünschen Sie den Berlinern für 2015?

Lars-Gunnar Ziel: Bürger, die nicht in Panik geraten, weil ein paar hilf-, mittel und obdachlose Familien aus fremden Ländern bei uns bleiben wollen, bis es in ihren Heimatländern wieder Frieden gibt.

 

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