Holt euch Berlin zurück, Genossen!

Copyright Ania Pilipenko
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Wir befinden uns im Jahr 2016. Ganz Berlin wird von internationalen Investmentfonds aufgekauft. Ganz Berlin? Nein! Ein von unbeirrbaren Berlinern gebautes Dorf, mitten in der Stadt, direkt an der Spree, zeigt, was die Lösung ist: Die Allianz von Geld und Kreativität.

Die „Genossenschaft für urbane Kreativität“ entwickelt das Gelände am Holzmarkt mit Berliner Seele und wirft dabei Gewinn für alle ab.
Wir unterhielten uns mit dem Vorstand der Genossenschaft, Ania Pilipenko, über die schöne Zukunft Berlins und Sonnenaufgänge an der Spree

Was ist am Projekt Holzmarkt so besonders?

Holzmarkt ist nicht nur ein großes Grundstück in Berlin, sondern eine große Community mit verschiedensten Hintergründen, Ideen, Interessen. Das gemeinsame Ziel ist es, einen einzigartigen Ort zu schaffen, an dem Wirtschaft und Kreativität sich gegenseitig befruchten und von einander partizipieren, ein Ort an dem mutige Ideen, verrückte Kunst, tolle Musik, aussergewöhnliche Events entwickelt und umgesetzt werden.

Dieser Ort ist nicht wie im üblichen Immobilienbereich durch Großinvestoren entwickelt, sondern durch einen genossenschaftlichen Verbund. 130 Mitglieder der Genossenschaft für urbane Kreativität haben ihr Geld in den Aufbau des Holzmarktes investiert.
Gemeinschaftsgedanke, Synergien, Austausch und faires Wirtschaften spielen dabei eine große Rolle. Es gibt kein Eigentum auf dem Holzmarkt, keiner darf sich einkaufen. Doch die Investition ist durch immobile Werte abgesichert.

Wie hat sich das Projekt in den letzten drei Jahren entwickelt?

Von 0 auf 75…Von einer Brache zum Stadtquartier, von 0 auf 130 Genossen, im Sommer geht die Kita in Betrieb, im Herbst – die Event-Location ‘das Säälchen’, später Haus Dampf – ein für multimedialer Produktionsort und zum Jahresende das neue Restaurant.
Ab dem 5.Mai kann jeder auf die Pampa vorbei kommen, dort gibt es Rutsche und Trampolin, Pizza, Theater, Kino, Friseur und die schönsten Sonnenuntergänge an der Spree.
Weiterhin planen wir ein Hotel, was ebenfalls die Genossen finanzieren sollen, dafür werben wir neue Mitglieder.

Wie schaffen wir es, dass die Kultur nicht vom Investitionsmarkt verdrängt wird?

Holzmarkt Berlin
Copyright Genossenschaft für Kreativität

Man muss vor allem einen Plan haben! Mit einer starken Vision und vielen Mitstreitern an der Seite – unseren Genossen, Freunden, Mitarbeitern, Anwälten, Wirtschaftsprüfern, Beratern – haben wir es geschafft, das Holzmarkt-Grundstück zurück zu erobern. Eine nachhaltige Stiftung hat es für uns gekauft und uns das langfristige (75 Jahre plus) Erbbaurecht vergeben. Die Genossenschaft stemmt nicht nur Finanzierung, sondern entwickelt und sichert ein transparentes und faires Organisationsmodell. Sie schafft einen ‘freien’ Raum, in dem die Kultur sich entfalten kann.

Was ist die Vision vom Holzmarkt?

Wir haben sehr viel vor, wir wollen ein einzigartiges Stadtquartier über 75 Jahre und auch darüber hinaus entwickeln – offen für viele.
Die Idee ist größer als wir selbst und nur mit vielen ist so etwas möglich. Wir haben ein Modell entwickelt, das eine Alternative zur klassischen Bankanlage bietet, attraktiv für Menschen, denen es nicht egal ist, was mit ihrem Geld passiert.
Wir sind offen für neue Mitstreiter und Anleger, Interessenten und Besucher. Auf dem Holzmarkt findet jeder etwas für sich: Gourmet Küche, Nightlife, Kindergarten, Kultur und Events aller Art.
Unser Manifest schliesst Waffenhandel, Atom- und Kriegsindustrie aus. Wir wollen keine Spekulationsgeschäfte.

Überall in Berlin entstehen neue Quartiere. Wie sähe das perfekte Neubauprojekt aus Sicht der Holzmarkt-Macher aus?

Genau so wie in der Holzmarktstr. 19 bis 30, 10243 Berlin!

Copyright Genossenschaft für urbane Kreativität
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