Obdachlose auf den Straßen Berlins

Sind wohnungslose Menschen unsichtbar? ©Giada Armani

Unsichtbare Berliner – Andreas Schlamm von der Stadtmission

Andreas Schlamm von der Stadtmission spricht mit uns im Interview über Schicksalsschläge, Hoffnung und ein solidarisches Berlin.

7.000 bis 11.000 Menschen leben auf den Straßen Berlins. Niemand kennt ihre Namen. Im Grunde sind sie unsichtbar. Die Berliner Stadtmission nimmt sich dieser Menschen an und gibt ihnen Essen, einen Schlafplatz, Wärme und Würde. Im Gespräch mit Andreas Schlamm.

Andreas Schlamm von der Stadtmission im Interview

Andreas Schlamm: Leiter der Bildungsabteilung der Stadtmission ©AusserGewöhnlich Berlin

Eines Ihrer Projekte bei der Stadtmission ist die Bahnhofsmission am Zoo. Was passiert da genau?

Die Bahnhofsmission bietet Reisenden Unterstützung an. Aber da der Bahnhof Zoo schon immer ein sozialer Brennpunkt gewesen ist, kümmern wir uns hier auch viel um Obdachlose in Berlin. Wir versorgen am Bahnhof Zoo etwa 600 bis 700 Gäste täglich mit Essen und Kleidung. Vor gut einem Jahr haben wir mit Hilfe der Deutschen Bahn am Bahnhof Zoo ein Hygiene Center eröffnet.

Dinge, die für uns selbstverständlich sind, wie zur Toilette gehen oder duschen, sind für viele Obdachlose nicht so einfach möglich.


Hier haben etwa 180 Obdachlose pro Tag die Möglichkeit, sich zu waschen. Es gibt auch ein Fußpflegeangebot und einen Friseur. Angesichts der vielen Menschen am Bahnhof Zoo stoßen wir mit unseren räumlichen Möglichkeiten an Grenzen. Die Bahnhofsmission hat etwa 300 m² und das Hygiene Center 100m². Die Deutsche Bahn hat uns freundlicherweise in direkter Nachbarschaft noch weitere Flächen zur Verfügung gestellt.

Dort wollen wir aber nicht noch mehr Obdachlose in Berlin mit Essen versorgen, sondern ergänzende Hilfsangebote aufbauen. Beratungsangebote, um Menschen von der Straße zurückzuführen und sie in ein selbstbestimmtes Leben, in eine Wohnung und möglicherweise in ein Arbeitsverhältnis zu begleiten. Das machen wir schon seit vielen Jahren. Speziell am Zoo wollen wir jetzt die Beratungsleistungen ausbauen, um näher an den Menschen zu sein, die Hilfe benötigen.

Viele Obdachlose in Berlin, die sich in der City West am Zoo aufhalten, finden häufig nicht die Wege zu den weiter entfernten Beratungsstellen. Wir wollen die Hilfe dorthin bringen, wo sie benötigt wird.

Wie viel Prozent der Obdachlosen schaffen den Weg in ein „normales“ Leben?

Dazu liegen keine Zahlen vor und ich bin auch kein Experte in der Wohnungslosenhilfe.
Wir haben bei uns im Werk ehemalige Obdachlose, die heute wieder einer geregelten Arbeit nachgehen und in einer Wohnung leben. In unserem Jugendhaus arbeitet ein Koch, der zwei oder drei Jahre obdachlos war. Durch unsere Hilfe ist es ihm gelungen, wieder Fuß zu fassen und Hoffnung zu schöpfen. Die meisten Obdachlosen sind obdachlos, weil sie keine Perspektive mehr sehen und keine Hoffnung haben.

Durch eine intensive Begleitung wollen wir ihnen Hoffnung schenken, sodass sie wieder bereit sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Obdachlose in der Kantstraße in Berlin Wilmersdorf

Jeder Obdachlose hat seine eigene Geschichte ©AusserGewöhnlich Berlin

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Wie ist es möglich, dass ein Mensch, der hier geboren wurde und alle Möglichkeiten wie Bildungsangebote und Hartz IV hat, auf der Straße lebt? Man landet hier nicht auf der Straße, wenn man nicht will. Wie kommt es dazu?

Im Grunde sind es viele Einzelschicksale. Ich erzähle euch zwei Beispielgeschichten:
Wir haben kürzlich einen Obdachlosen getroffen, der früher Arzt war und eine eigene Praxis hatte. Er hat seine gesamte Familie bei einem Verkehrsunfall verloren. Mit diesem Schmerz ist er nicht zurechtgekommen und hat angefangen zu trinken. So hat er seine Zulassung als Arzt verloren und später auch seine Wohnung, weil er kein Einkommen mehr hatte. Dann war er obdachlos.

Berlin ist sehr attraktiv für Menschen aus Osteuropa. Es gibt Menschen, die durch dubiose Subunternehmer nach Berlin gelockt werden und ein paar Monate als Handwerke auf dem Bau arbeiten, ohne jemals bezahlt zu werden. Irgendwann ist der Unternehmer verschwunden. Die Person hat drei Monate vergeblich gearbeitet und ist plötzlich mittellos. Häufig geht der Obdachlosigkeit auch ein Rückzug voraus.

Viele Menschen ziehen sich durch Schicksalsschläge von der Gesellschaft zurück, öffnen ihre Post nicht mehr, bezahlen keine Rechnungen und verlieren ihre Wohnung. Jeder Obdachlose hat seine eigene Geschichte.


Was ist mit psychisch belasteten Obdachlosen?

Wir sind gerade mit den unterschiedlichen Behörden im Gespräch, weil wir sehen, dass es auch viele demente Obdachlose gibt, die eine psychologische Betreuung brauchen. Das Hilfsangebot reicht nicht aus und deswegen versuchen wir zusätzliche Angebote für psychisch belastete und demente Obdachlose zu entwickeln. Ob uns das gelingt, wissen wir nicht, denn bis jetzt fehlt die Finanzierung. Eine Zusammenarbeit mit den Behörden sowie zahleiche Gespräche mit Politikern sind notwendig.

Andreas Schlamm, sollen wir einem Obdachlosen Geld geben? Tun wir ihm etwas Gutes damit?

Ich persönlich halte es so, dass ich Obdachlosen kein Geld gebe, sondern das Hilfssystem unterstütze. Das Hilfssystem reicht für die wachsende Zahl an Obdachlosen nicht mehr aus. Man weiß nicht genau, wie viele Obdachlose in Berlin leben. Es gibt Schätzungen von 7.000 bis 11.000, aber man weiß es nicht genau, weil sie niemand zählt und sie sich nirgendwo registrieren müssen.

Es gibt zum Beispiel in Berlin nur für etwa 10 Prozent der Obdachlosen Übernachtungsplätze in Notunterkünften. Wo übernachten die anderen? Wir haben in unserem Gebäude die größte Notunterkunft Berlins. Der Senat finanziert 120 Plätze, aber wir weisen niemanden ab, der an unsere Tür klopft. In manchen Nächten bieten wir weitaus mehr Menschen Schutz vor der Kälte. Das können wir nur durch die hohe Spendenbereitschaft der Berlinerinnen und Berliner schaffen, die uns in der Kältehilfe durch Geld-und Sachspenden unterstützen.

Kleiderspenden in der Bahnhofsmission

Kleidersammlung der Berliner Stadtmission ©AusserGewöhnlich Berlin

Was braucht die Stadtmission und wie können wir Ihnen am besten helfen?

Die Gegenstände, die wir brauchen, ändern sich jede Woche. Derzeit benötigen wir Schlafsäcke, Socken, Männerjacken und Männerschuhe ab Größe 44. An was es uns immer mangelt, ist Unterwäsche.

Wo macht ihr Werbung und wie bekommt ihr das Geld zusammen?

Wir haben eine sehr große Unterstützung durch verschiedene Tageszeitungen, die immer mal wieder über Obdachlosigkeit berichten. Auch in den Abendnachrichten wird das Thema ab und zu aufgegriffen, sowie im Berliner Fenster.

Die Kältebusse suchen Obdachlose im Berliner Winter auf

Die Kältebusse der Berliner Stadtmission ©AusserGewöhnlich Berlin

Andreas Schlamm, was ist die Kältehilfe der Stadtmission?

Die Kältehilfe ist ein Programm, indem verschiedene Hilfeeinrichtungen miteinander verbunden sind. Die Partner des Programms kümmern sich während der kalten Jahreszeit um Obdachlose, um zu verhindern, dass die Menschen auf Berlins Straßen erfrieren.
Wir sind ein Partner der Berliner Kältehilfe.

Mit unseren zwei Kältebussen suchen wir jede Nacht Obdachlose in Berlin auf und versorgen sie mit heißen Getränken, Decken, Kleidung und Schlafsäcken.


Wir laden sie auch in die Notübernachtungen ein, in denen sie eine warme Mahlzeit und einen Schlafplatz bekommen.

Hier in der Berliner Stadtmission haben wir auch eine Ambulanz, in der Verletzte oder Kranke versorgt werden können und zwei Pflegezimmer, falls die Obdachlosen sich erholen müssen. Die Menschen leben mit ihren Schmerzen, aber das sollte nicht so sein.

Bald wird es einen mobilen Zahnarzt geben, der Obdachlose in Berlin aufsucht und behandelt. Der Bus ist schon zugelassen.

Wieso sind Männer anfälliger für Obdachlosigkeit, Drogen und Alkohol als Frauen? Liegt es daran, dass Männer risikofreudiger sind?

Das ist eine schwierige Frage. In der Tat gibt es nur fünf bis zehn Prozent Frauen unter den Obdachlosen. Es kann aber sein, dass die Dunkelziffer höher ist. Frauen haben es leichter, irgendwo unterzukommen und finden einfacher Menschen, bei denen sie vorübergehend unterschlüpfen.

Was können wir machen Andreas Schlamm?

Ich glaube, wir müssen uns immer wieder bewusst machen, was die Gründe für Armut sind. Ich glaube, es ist viel Aufklärungsarbeit notwendig. Wir wollen am Bahnhof Zoo nicht nur Beratungsangebote entwickeln, sondern auch einen Begegnungsraum schaffen. Uns schwebt eine Lernwelt zu den Themen Armut und Obdachlosigkeit vor.

Dort werden wir verschiedene Exponate und Ausstellungsgegenstände vorstellen, die über das Leben auf der Straße informieren. Wir werden mit Gruppen arbeiten, um mehr über die Hintergründe von Obdachlosigkeit zu vermitteln. So verdeutlichen wir, was es bedeutet, auf der Straße zu leben und mit welchen alltäglichen Herausforderungen Obdachlose zu tun haben. Und zeigen auf, welche Wege es aus der Obdachlosigkeit gibt, aber auch wo die Grenzen der Hilfe liegen. Kurz, was kann ich persönlich tun, wo ist meine Hilfe wirklich sinnvoll eingesetzt und wo enden die Möglichkeiten des Hilfesystems.

Und wie helfen Sie?

Man kann keinem Obdachlosen helfen, der sich nicht helfen lassen will. Wenn wir morgens unsere Notunterkunft schließen, informieren wir, dass die Menschen, die das Leben auf der Straße hinter sich lassen wollen, Angebote der Sozialarbeiter in Anspruch nehmen können. Tatsächlich lässt sich nur ein Bruchteil der Menschen auf diesen Weg ein. Trotzdem erinnern wir jeden Tag, immer und immer wieder, daran, dass es Wege aus der Obdachlosigkeit gibt. Das sind aber mühselige und langwierige Prozesse. So wie jemand nicht von heute auf morgen obdachlos wird, lässt er dieses Leben auch nicht von heute auf morgen hinter sich.

Seit Jahren gibt es nur noch einzelne Kältetote in Berlin, das liegt auch daran, dass es uns gibt. Jedes Mal, wenn jemand stirbt, sind wir tief betroffen. Wir haben ein Kreuz in unserer Notunterkunft aufgestellt, um den Menschen zu Gedenken. Jeder von Ihnen hatte einen Namen und an diese Namen möchten wir uns erinnern.

Was können wir machen?

Das Leben auf den Straßen Berlins ©AusserGewöhnlich Berlin

Haben Sie einen Wunsch für Berlin?

Ich wünsche mir eine größere Solidarität mit diesen Menschen und Verständnis, auch wenn sie uns mitunter verstören, wenn wir sie auf der Straße sehen.

Ich wünsche mir eine solidarische Gesellschaft, in der die Schere zwischen arm und reich nicht weiter auseinander klafft.


Ich verstehe aber auch die Berührungsängste – deswegen wollen wir Begegnungen ermöglichen zwischen Menschen auf der Straße und der Gesellschaft.

Was ist Ihre Aufgabe bei der Berliner Stadtmission?

Ich bin bei der Berliner Stadtmission für den Bereich Bildung verantwortlich. Dazu zählen pädagogische Handlungsfelder wie Kitas, Familienzentren und Kinder- und Jugendeinrichtungen. Wir fangen jetzt an, im Bereich politische Bildung aktiv zu werden, das ist aus unserer sozialen Arbeit hervorgegangen.

Was bedeutet politische Bildung?

In den letzten Jahren erleben wir eine wachsende Nachfrage von Besuchergruppen in der Berliner Stadtmission.

Im letzten Jahr waren es rund 250. Darunter sind Schulklassen, kirchliche Gruppen oder andere Bildungsträger, die sich über unsere soziale Arbeit informieren wollen. Zwei Themenschwerpunkte werden stark nachgefragt: Armut und Obdachlosigkeit sowie Flucht, Migration und Integration.

Bisher haben sich unsere Sozialarbeiter neben ihrem eigentlichen Job um die Besucher gekümmert. Das ist natürlich sehr authentisch, aber das können wir nicht unbegrenzt ausbauen. Deswegen wollen wir jetzt zusätzliche Stellen einrichten, um pädagogisch mit den Gruppen arbeiten zu können. Die Themen beschäftigen viele Menschen in unserer Gesellschaft und haben eine politische Dimension. Es geht um Fragen, wie eine Gesellschaft solidarisch sein kann.

Wie viele Mitarbeiter hat die Berliner Stadtmission?

Etwa 1.100 Menschen sind bei der Berliner Stadtmission angestellt. Wir sind in Berlin, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern tätig und wir verteilen uns auf etwa 60 verschiedene Standorte. Der Großteil spielt sich in Berlin ab, neben dem anderen regionalen Schwerpunkt bei Königs Wusterhausen. Zur Berliner Stadtmission gehört auch eine Hotelgruppe mit vier Häusern, davon sind drei in Berlin und eins in Lutherstadt Wittenberg.

Was passiert in diesen Häusern?

Das sind ganz normale Hotels für Touristen, in denen Geschäftsleute unterkommen und Tagungen stattfinden. Die Hotels sind das gewerbliche Tochterunternehmen der Stadtmission. Die Erträge tragen zur Finanzierung unserer sozialen Arbeit bei.

Sie sagten, Sie haben über 1000 Mitarbeiter, zählen da schon die ehrenamtlichen Helfer rein?

Nein, zu den Mitarbeitern kommen noch etwa 2000 Ehrenamtliche dazu, das schwankt ein bisschen. Im letzten Jahr hatten wir, bedingt durch die Flüchtlingswelle, etwa 2500 ehrenamtliche Helfer. Die Bereitschaft in der Bevölkerung war sehr groß, aber mittlerweile ist das ein bisschen abgeebbt.

Was denken Sie, Andreas Schlamm, warum es weniger Ehrenamtliche geworden sind?

Ich glaube am Anfang war die Hilfsbereitschaft sehr groß, weil man mit dem großen Zustrom an Menschen fertig werden musste. Im letzten Jahr war es notwendig, dass die Ehrenamtlichen Aufgaben übernehmen, weil die Behörden überfordert waren, aber mittlerweile sind die Behörden etwas besser darauf eingestellt.
Es ist manchmal schwierig, in einem System zu arbeiten. Die Organisation ist oft schlecht geregelt und das führt zu Ermüdungserscheinungen.

Wir haben vor Jahren eine eigene Stabstelle gegründet, die sich um die Belange der Ehrenamtlichen kümmert und an die sich Ehrenamtliche wenden können, wenn sie sich engagieren wollen. Hier arbeiten drei Personen, die ausschließlich den Bereich Ehrenamt koordinieren. Außerdem haben wir ein Netzwerk von Ehrenamtskoordinatoren in unseren Einrichtungen, die sich dann vor Ort jeweils um die einzelnen Helfer kümmern.

Ehrenamtliche vom Bahnhof Zoo

Die Ehrenamtlichen Helfer der Bahnhofsmission vom Zoologischen Garten ©AusserGewöhnlich Berlin

Auf Ihrer Homepage haben Sie Ehrenamtliche, Freiwillige und Spender untergliedert. Was ist der Unterschied zwischen Ehrenamt und Freiwilligen?

Wir bieten neben dem Ehrenamt ein freiwilliges soziales Jahr an. Das sind vorwiegend junge Leute, die für ein Jahr nach Berlin kommen, auf dem Gelände in einer WG zusammen leben und sich in unseren verschiedenen Einrichtungen freiwillig engagieren.

Was ist die Motivation eines jungen Menschen, sich nach dem Abi für ein Jahr freiwillig zu engagieren?

Ich glaube, dass die jungen Leute etwas in der Gesellschaft verändern wollen.


Außerdem wollen sie eigene Erfahrungen machen, sich ausprobieren und herausfinden, ob ein sozialer Beruf etwas für sie ist.

Steigt die Tendenz der Jugendlichen, die freiwillig arbeiten oder sinkt sie?

Wir haben keine Probleme, unsere Plätze zu besetzen. Im Moment haben wir bei uns im Werk 19 Freiwillige. Angesichts der Mitarbeiterzahl klingt das wenig, aber wir als Einrichtung sind dem CVJM-Gesamtverband angeschlossen und innerhalb dieses Verbandes haben wir die meisten Freiwilligen.

Andreas Schlamm, was brauchen Sie am meisten: Ehrenamtliche oder Spenden?

Wir sind dankbar für Menschen, die uns ihre Zeit schenken; manchmal ist es aber auch Geld, das uns weiterhilft. Kapital gibt uns die Möglichkeit, neue Dinge anzupacken, die vielleicht nicht über eine Regelfinanzierung sichergestellt werden können. Das heißt Innovationskapital ist interessant für uns.

Wir sind dabei, innovative Ideen zu entwickeln und uns dazu Geldgeber zu suchen. Zum Beispiel eröffneten wir kürzlich das neue Projekt Job-Navigation. Dammit wollen wir Geflüchteten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Dazu haben wir ein Coaching-Konzept entwickelt. Wir beraten den Geflüchteten und auch das Unternehmen, da viele Unternehmen nicht richtig darauf vorbereitet sind und nicht wissen, wie sie mit Flüchtlingen umgehen sollen. Die IHK war begeistert und trägt einen Großteil der Finanzierung.

Ist es schwierig, Firmen zu finden, die Geflüchtete einstellen?

Zum Glück gibt es in Berlin auch viele Firmen, die von Menschen mit Migrationshintergrund gegründet wurden. Auch in anderen Unternehmen wird in einer großen kulturellen Vielfalt miteinander zusammengearbeitet. Das sind für uns sehr interessante Partner, um Geflüchtete in Arbeitsverhältnisse zu vermitteln, aber nicht ausschließlich nur diese Unternehmen.

Zur Stadtmission:

Schauen Sie hier, wenn Sie mehr über Andreas Schlamm und die Berliner Stadtmission erfahren möchten.

Dieses Interview erschien erstmals im eMagazin von AusserGewöhnlich Berlin in der Ausgabe 03/2017.

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