Drink and Draw hat ein Schild für 1842 HEIMAT BERLIN gemalt

1842 HEIMAT BERLIN in The Grand ©AusserGewöhnlich Berlin

Unser Mitte-Hotspot: 1842 HEIMAT BERLIN, wo Berlin-Versteher zu Hause sind

Was ist 1842? Warum sollte ich als echter Berliner dabei sein? Alexander S. Wolf von AusserGewöhnlich Berlin im Interview.

1842 – Was ist das?

1842 ist ein neuer Club mitten in Berlin, direkt am Alexanderplatz. Ein Club für alle Menschen, die Berlin verstehen, lieben und als ihre Heimat empfinden.

In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und Abgrenzung braucht Berlin einen Club, der ganz bewusst alle Berliner zusammenbringt, die aus unterschiedlichen Ecken kommen und verschiedene Lebensstile und Geschmäcker haben. Bei 1842 sind die Mitglieder so bunt wie diese Stadt. Aber alle haben eins gemeinsam: Die Liebe zu Berlin. Sie wollen diese Stadt, so wie sie ist, unterstützen und sich für Berlin engagieren.

1842, die Heimat Berlin ist ein Club für Berlin-Liebhaber, Berlin-Versteher und eine Heimat für alle Berliner (und natürlich Berlinerinnen).

Club Event von 1842 HEIMAT BERLIN

1842 HEIMAT BERLIN bringt Berliner zusammen ©AusserGewöhnlich Berlin

Und warum 1842?

Weil der Club in The Grand am Alexanderplatz ist und dieses Gebäude 1842 gebaut wurde.

The Grand, weil nur The Grand so cool ist, wie die Idee des Clubs.

Hier geht es um den Berliner Spirit: The Grand hat diesen typischen, morbiden Berliner Charme. Eine perfekte Mischung aus fehlender Tapete an den Wänden und Parties von sehr schick bis echt schräg.

The Grand ist die ideale Mischung aus Berlin abgeranzt, Berlin Zukunft, Berlin Leistung und Berlin entspannt. Eben das Berlin, wie wir es kennen und wie wir es lieben.

Wie kann ich da mitmachen?

Mitmachen kann jeder, der Berlin liebt und versteht. Und das checken wir über den Berlin Code: mit einem Berlin Quiz über die Werte Berlins. Wenn man die Fragen richtig beantwortet, darf man dabei sein.

Was bedeutet Berlin Code?

Wir haben drei Jahre lang eine große Berlin Kampagne gemacht, recherchiert und analysiert, was die Werte Berlins sind, die die spezielle Atmosphäre Berlins ausmachen.

Die Ergebnisse nennen wir den „Berlin Code“, die DNS unserer Stadt. Der Berlin Code besteht aus ungefähr 10 bis 20 Werten, die es in dieser Kombination nur in Berlin gibt.

Und was passiert bei 1842, der Heimat Berlin?

„1842 wird ein bunter Berliner Marktplatz sein. Der Club wird sich anfühlen wie eine U-Bahn-Fahrt mit der U1, bei der man in die U8 umsteigt. Das heißt: bunt und durchmischt.“


Es wird wissenschaftliche Vorträge geben, kurze TED-Talks, harte Berliner Diskussionen, aber auch Ausstellungen von der Berliner Kunst-Szene. Abends kann man mit Mitgliedern an der Bar sitzen und trinken, mit Freunden und Partnern ausgedehnt essen oder die ganze Nacht durchtanzen. Man kann aber auch einfach am Nachmittag hingehen, in Ruhe arbeiten, sich mit Leuten besprechen, einen Kaffee trinken.

1842 HEIMAT BERLIN ist ein Projekt von The Grand und AusserGewöhnlich Berlin

Alexander S. Wolf und Mattias Martens ©AusserGewöhnlich Berlin

Wie ist 1842 entstanden?

Das Ganze ist eine typische Kneipen-Idee, bei Alkohol und Rauchwaren entstanden. 1842 ist aus eine Zusammenarbeit des Berlin Netzwerks AusserGewöhnlich Berlin mit „TheGrand“.

The Grand ist Restaurant, Tanzfläche, Event-Ort und Bar mit Raucherlaubnis und Humidor. AusserGewöhnlich Berlin ist das heterogenste Netzwerk Berlins. Hier treffen Fetischschmuck-Produzenten auf Industrie Lobbyisten, Künstler vernetzen sich mit Leuten aus der Berliner Wirtschaft.

Jesko Klatt, der Inhaber von The Grand, Matthias Martens, der Geschäftsführer, Giada Armani von AusserGewöhnlich Berlin und ich saßen eines Tages zusammen und hatten die Idee, einen Ort zu schaffen, in dem man das wahre Berlin spüren kann, die „Heimat Berlin“.

Warum brauche ich überhaupt ein Netzwerk. Und warum in Berlin?

Diese Gesellschaft besteht aus Netzwerken.

Netzwerke werden immer wichtiger, wenn sich die Dinge im eigenen Umfeld verändern. Und das erleben wir gerade in Berlin. Berlin erlebt eine massive Veränderung – von einer gemütlichen, etwas eingeschlafenen größeren Stadt hin zu einer dynamischen Weltmetropole.

In solchen rationalen Zeiten ist es wichtig, dass die Seele nicht verloren geht.

„Berlins Seele droht gerade, verloren zu gehen. Deshalb müssen sich die Berliner zusammenrotten, die Berlin wirklich lieben und nicht nur als Durchgangsstation sehen. Dieser Club ist eine Kampfansage an die Leute, die unsere Stadt gerade zerstören.“


Jesko Klatt und Alexander S. Wolf

Jesko Klatt, Geschäftsführer von The Grand ©AusserGewöhnlich Berlin

Was für eine Kampfansage? Wer macht die Stadt kaputt?

Die Besonderheit Berlins war bisher die einzigartige Mischung aus Weltstadt und Dorf – die Mischung aus Vorwärtsstreben und Entspannung: Jeder Berliner hat 20 Projekte, will seine Ideen und Visionen umsetzen. Trotzdem hängt jeder gern im Café rum und lässt den Tag entspannt vergehen. Diese besondere Berliner Mischung ist das, was die Welt an Berlin liebt. Das ist diese Berliner Offenheit, die Berliner Toleranz, der absolute Grundwert dieser Stadt.

Auf einmal erleben wir, dass die Berliner zwischen drei Gruppen eingezwängt werden. Da sind erstens jene, die diese Stadt enteignen wollen, die sich dagegen wehren, dass sich irgendetwas verändert (in einer Stadt, deren Grundprinzip die Veränderung ist). Auf der anderen Seite stehen Leute, die unsere Stadt aufkaufen wollen, um möglichst schnell möglichst viel Geld mit uns zu generieren. Und von der dritten Seite kommen Leute, die aus dem bunten, wilden, toleranten, offenen Mix eine homogene, durchgeordnete, Nulltoleranz-Hauptstadt machen wollen.

Und wir stehen dazwischen und versuchen, das entspannte Berliner Wesen zu erhalten.

„Diese drei Strömungen wissen nicht, was Berlin wirklich ist. Damit werden sie diese Stadt zerstören.“


Zur Lesung bei 1842 HEIMAT BERLIN

Party in The Grand ©AusserGewöhnlich Berlin

Wie lösen wir das Problem?

Durch viele bunte Netzwerke, die sich miteinander austauschen und koordinieren. Am besten bei Drinks und Musik. Ein Austausch von Ideen, Visionen und Kräften.

Und das zwischen den Berlinern, die wissen, was Berlin ausmacht und die Berlin als bunte, offene, vorwärts strebende, entspannte, kreative, wilde Stadt erhalten wollen.

1842, die Heimat Berlin, wird also der Beweis, dass man mit Getränken und einem DJ die Berliner Lebenskultur retten kann.

Was ist das Besondere an 1842?

Es gibt ganz viele Netzwerke, die die Seele Berlins ausmachen. Bisher gibt es aber keinen Ort, wo man sie alle treffen kann. 1842 wird der erste Ort sein, wo man die Heimat Berlin in ihrer Vielseitigkeit spüren kann.

Das Besondere an 1842 wird sein: Dass man dort nicht alleine Kaffee trinkt, sondern dass man Leute kennenlernt, die man sonst nicht kennenlernen würde, die aber ein ähnliches Wertesystem haben: das Berliner Wertesystem.

Welche drei Orte sind noch typisch Berlin?

Der Kotti, weil er sich bisher gegen alles gewehrt hat, was nach Ordnung, Aufräumen und Kontrolle stinkt. Mit all den guten und schlechten Seiten.

Das Roseneck, weil die immer noch nicht gemerkt haben, dass die Mauer nicht mehr ist.

Der dritte Ort ist rund um den Bahnhof Lichtenberg, weil die Gegend immer noch nach typisch Ost-Berlin aussieht, aber eine wunderschön bunte Mischung Stadtkultur entstanden ist.

Und natürlich all die kleinen, schönen Orte: Von dem Asia-Park im Preußen Park (wo man denkt, dass man in Vietnam ist), über den Holzmarkt, den Klunkerkranich und den kleinen Uferecken hinten am Görlitzer Park, wo Leute ihren ganzen Sommer auf der Wiese verbringen. Bis hin zum Pariser Platz, wo Berlin Hauptstadt spielt.

Generell ist Berlin dort am schönsten, wo es kulturelle Kollisionen gibt.

 

Vielen Dank für das Interview. 

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