17. Juni gesperrt: Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt bleibt dumm.

Christina Aue kennt sich mit großen Menschenmengen aus. Kein Wunder also, dass sich ihr Verständnis für das regelmäßige Chaos auf der Straße des 17. Juni in Grenzen hält. Christina Aue fragt nach...

Der künstliche Stau –Die gefühlt ewige Partymeile „17. Juni“

Immer wieder gibt es diese Berliner Themen, auf die niemand eine Antwort weiß.

Die mir bekannten möchte ich in diesem Forum gern näher betrachten. Mein heutiges Thema: Die Sperrung wichtiger Verkehrsachsen – insbesondere der Straße des 17. Juni – für vermeintlich noch wichtigere Veranstaltungen und die damit verbundene Paralyse des Mitte-Verkehrs – Die ständigen Einschränkungen für Touristen, Berliner und Unternehmen.

Dass im Mai der Velothon nur einen Tag nach dem DFB Pokalendspiel in Berlin stattfinden musste hat schon niemand verstanden: Die vielen Fußballfans und Touristen, die sich an diesen Tagen in Berlin befanden, wussten genauso wenig wie die Stadtrundfahrtenbusse und die Berliner, wie sie gescheit von A nach B kommen sollten. Man fragt sich wirklich: Wer plant so etwas? Gibt es denn keinen zentralen Veranstaltungskalender, auf den die zuständigen Behörden zugreifen können? Oder wurde schlichtweg vergessen, diesen zu konsultieren?

Leuchttafeln an Berliner Straßen kündigen es jetzt wieder an: „17. Juni gesperrt“

Dieses Jahr wird die wichtigste Verkehrsachse zwischen Ost und West insgesamt ca. 100 Tage für den Verkehr gesperrt sein – ein Drittel des Jahres kann sie nicht Hauptschlagader Berlins sein, weil sie Partymeile sein muss. Dass unsere Straße des 17. Juni gesperrt wurden muss für alle Art open air Veranstaltungen, Läufe, Feste, Fashion Shows, etc., obwohl wir über ein viel größeres und logistisch nicht schlechteres freies Gelände verfügen, versteht gleich keiner mehr:

Der Erhalt des Tempelhofer Felds kostet uns Steuerzahler jährlich etwa 1,8 Millionen Euro. Die Berliner/innen haben dieses Areal schon längst zu ihrer Freizeitdomäne erkoren. Warum also versucht man nicht einfach, die Unterhaltskosten gegen zu finanzieren, indem dort open air Veranstaltungen stattfinden? Nebenbei hätte es den Charme, dass man sich keine Gedanken über den teuren Schutz des Tiergartens machen müsste.

Auf dem ehemaligen Flugfeld fänden auch sicherlich nicht weniger Menschen Platz. Aber bestimmt sind wieder irgendwelche sinnvollen Gesetze daran schuld, dass man das Flugfeld für derartige Veranstaltungen nicht nutzen darf. Im übrigen darf eigentlich auch der Tiergarten als geschützte Grünfläche nicht für Veranstaltungen wie z. B. Läufe genutzt werden, aber da gibt es eben Ausnahmen……. Vielleicht findet sich ja auch die ein oder andere, um verkehrsbeeinträchtigende Veranstaltungen von der Straße des 17. Juni nach Tempelhof zu verlegen. Ob Politiker hierauf wohl eine (logische) Antwort geben? Mal schauen.“

Artikel zum Thema Tempelhof: In der Versenkung

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