1 Milliarde weniger für Berlin – Ein Segen.

Dass es so hart kommen würde, hatte Herr Nussbaum nicht gedacht. Wir müssen wahrscheinlich 1 Milliarde zurückzahlen und das Berliner Budget um satte 500 Mio. pro Jahr.

Das ist ein dicker Brocken. Nur, damit es plastisch wird: Das ist soviel, wie Berlin im Jahr für den Bereich „Bildung, Schule und Kultur“ ausgibt. Und fast soviel wie für „Gesundheit & Soziales“.

Tut also echt weh.

Und das ist gut so. Weil wir endlich aufwachen müssen. 

Alles kam nur, weil die Berliner Verwaltung 180.000 Menschen mehr in Berlin vermutete. Berlin hat ungenau gerechnet. Das ist den anderen Bundesländern zwar auch passiert , die können es sich aber -im Gegensatz zu uns – leisten, Fehler zu machen. Der gesamte Berliner Etat wackelt jetzt heftig, wir schlittern wieder mal mitten in eine Krise hinein.

Die Morgenpost schrieb, dass es ein „Desaster“ sei. Die Herkunft dieses Wortes ist De -s- astra. Also „Weg von den Sternen“.  Es tut uns gut, wenn wir endlich mal runterkommen, weg von den Sternen.

Denn Berlin ist innerlich verrottet:

Berlin lebt von Almosen – Das muss sich ändern. Fast ein Drittel unseres JahresBudgets wird über den Länderfinanzausgleich, Solidarpakt und anderen Taschengeldern unserer Verwandten aus Bayern,  Bund & Co gestemmt. Das ist ungefähr so, wie wenn Papa und Mama zwar arbeiten gehen, ein Drittel des Familienetats aber trotzdem vom Amt kommt.

Niemand von uns würde das als erträgliche Situation auf Dauer sehen. Denn das ist Loser-Leben.

Aber unsere Berliner Polit-Profis lächeln und planen ganz entspannt Flughäfen, Bibliotheken, Kunst- und Kulturprojekte. Da macht leider keine Partei Ausnahmen: Niemand hat einen langfristigen Berlin-Plan, wie und wann wir endlich auf eigenen finanziellen Beinen stehen wollen. 

Wir sollten lieber Kraft in die bessere Förderung der Wirtschaft geben. Denn die Lohnsteuer ist in Berlin fast genauso hoch (niedrig) wie die Umsatzsteuer. Das ist sicher optimierungsfähig – bei knapp 300.000 angemeldeten Unternehmen in Berlin!

Historisch gesehen sind Gemeinschaften, die durch dauerhafte Zufuhr von Subsidien nicht mehr kämpfen mussten, untergegangen. Rom mit seinen Provinzen ist da so ein Beispiel, aber auch Karthago oder das Habsburger Reich. Wenn Berlin jetzt auf einmal wieder  kämpfen muss, um die Stromrechnung und die Miete bezahlen zu können, wird das zwar unangenehm sein. Aber es wird uns stärker machen.

Berlin ist aus Leistung und Ambitionen entstanden. Das hat unsere Stadt damals so kreativ, gross und aussergewöhnlich gemacht.

Und wenn wir diesen selbstständigen, starken Lebensstil wieder kultivieren, steigen nicht nur die Steuereinnahmen – Dann kommen auch sicher die 180.000 noch fehlenden Menschen, um hier doch zu wohnen.

Alexander Wolf

Dass es so hart kommen würde, hatte Herr Nussbaum nicht gedacht. Wir müssen wahrscheinlich 1 Milliarde zurückzahlen und das Berliner Budget um satte 500 Mio. pro Jahr.

Das ist ein dicker Brocken. Nur, damit es plastisch wird: Das ist soviel, wie Berlin im Jahr für den Bereich „Bildung, Schule und Kultur“ ausgibt. Und fast soviel wie für „Gesundheit & Soziales“.

Tut also echt weh.

Und das ist gut so. Weil wir endlich aufwachen müssen. 

Alles kam nur, weil die Berliner Verwaltung 180.000 Menschen mehr in Berlin vermutete. Berlin hat ungenau gerechnet. Das ist den anderen Bundesländern zwar auch passiert , die können es sich aber -im Gegensatz zu uns – leisten, Fehler zu machen. Der gesamte Berliner Etat wackelt jetzt heftig, wir schlittern wieder mal mitten in eine Krise hinein.

Die Morgenpost schrieb, dass es ein „Desaster“ sei. Die Herkunft dieses Wortes ist De -s- astra. Also „Weg von den Sternen“.  Es tut uns gut, wenn wir endlich mal runterkommen, weg von den Sternen.

Denn Berlin ist innerlich verrottet:

Berlin lebt von Almosen – Das muss sich ändern. Fast ein Drittel unseres JahresBudgets wird über den Länderfinanzausgleich, Solidarpakt und anderen Taschengeldern unserer Verwandten aus Bayern,  Bund & Co gestemmt. Das ist ungefähr so, wie wenn Papa und Mama zwar arbeiten gehen, ein Drittel des Familienetats aber trotzdem vom Amt kommt.

Niemand von uns würde das als erträgliche Situation auf Dauer sehen. Denn das ist Loser-Leben.

Aber unsere Berliner Polit-Profis lächeln und planen ganz entspannt Flughäfen, Bibliotheken, Kunst- und Kulturprojekte. Da macht leider keine Partei Ausnahmen: Niemand hat einen langfristigen Berlin-Plan, wie und wann wir endlich auf eigenen finanziellen Beinen stehen wollen. 

Wir sollten lieber Kraft in die bessere Förderung der Wirtschaft geben. Denn die Lohnsteuer ist in Berlin fast genauso hoch (niedrig) wie die Umsatzsteuer. Das ist sicher optimierungsfähig – bei knapp 300.000 angemeldeten Unternehmen in Berlin!

Historisch gesehen sind Gemeinschaften, die durch dauerhafte Zufuhr von Subsidien nicht mehr kämpfen mussten, untergegangen. Rom mit seinen Provinzen ist da so ein Beispiel, aber auch Karthago oder das Habsburger Reich. Wenn Berlin jetzt auf einmal wieder  kämpfen muss, um die Stromrechnung und die Miete bezahlen zu können, wird das zwar unangenehm sein. Aber es wird uns stärker machen.

Berlin ist aus Leistung und Ambitionen entstanden. Das hat unsere Stadt damals so kreativ, gross und aussergewöhnlich gemacht.

Und wenn wir diesen selbstständigen, starken Lebensstil wieder kultivieren, steigen nicht nur die Steuereinnahmen – Dann kommen auch sicher die 180.000 noch fehlenden Menschen, um hier doch zu wohnen.

Alexander Wolf

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